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Glossar

Hier finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe aus unseren Fachbeiträgen zu Impfungen anschaulich erklärt und mit Beispielen untermauert. Die Beschreibungen werden auch in den jeweiligen Fachbeiträgen wie folgt angezeigt:

Die grüne Markierung und diese Sprechblase 💬 zeigen an, dass für diesen Fachbegriff eine Beschreibung verfügbar ist. Die Kurzbeschreibung erscheint in Form eines grünen Textfeldes beim Scrollen des Fachbegriffs (den Mauszeiger über den Begriff bewegen). Mit Klicken auf den Fachbegriff wird die Glossar-Seite geladen und die vollständige Beschreibung erscheint. Hier können dann auch andere Fachbegriffe durch Aufklappen des grünen Kastens mit dem Plus-Symbol nachgeschlagen werden. Die Sortierung ist automatisch alphabetisch und lässt sich nach Buchstaben filtern.

Glossar

Hier finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe aus unseren Fachbeiträgen zu Impfungen anschaulich erklärt und mit Beispielen untermauert. Die Beschreibungen werden auch in den jeweiligen Fachbeiträgen wie folgt angezeigt:

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T-Zelle

T-Zellen gehören neben B-Zellen zu den weißen Blutkörperchen, genauer zu den Lymphozyten.

Sie erkennen körperfremde Strukturen (Antigene) und können Zellen, nachdem sie von Viren infiziert wurden, erkennen und vernichten. Die Erkennung von Antigenen geschieht über den T-Zell-Rezeptor (TCR). Eine weitere Funktion ist die Aktivierung von B-Zellen, die Antikörper gegen die Antigene ausbilden können.

Tachykardie

Frequenz des Herzschlags ist mit über 100 Schlägen (in Extremfällen über 400 Schläge) pro Minute zu schnell.

Bei einer Tachykardie ist das Herz nicht mehr in der Lage, effizient Sauerstoff durch den Organismus zu pumpen. Das Gegenteil ist die Bradykardie.


Teratogen

Substanz, die von außen in den Körper kommt und Missbildungen bei der Entwicklung eines Babys verursachen kann.

Solche Substanzen können biologisch, chemisch oder physikalisch sein. Auch einige Medikamente können teratogen wirken, z. B. Retinoide, Thalidomid (Contergan), Mycophenolat oder Valproinsäure. Die Bereiche im Körper, die betroffen sind, können je nach Substanz unterschiedlich sein. Außerdem gibt es Unterschiede darin, wie stark die Wirkung dieser Teratogene ist.

TH-17

Eine Untergruppe bestimmter weißer Blutkörperchen, nämlich der T-Zellen (Helfer-Zellen) des Immunsystems.

Sie produzieren den entzündungsfördernden Botenstoff Interleukin-17 (IL-17) und sind somit wichtig für die Aktivierung von neutrophilen Granulozyten (die etwa 50-65 % der weißen Blutkörperchen ausmachen und als spezialisierte Immunzellen bzw. Teil der angeborenen Immunantwort an der Zerstörung von krankmachenden Mikroorganismen sind). Fehlregulationen der TH17-Zellen können zu Autoimmunerkrankungen führen.

Thalamus

Größter Teil des Zwischenhirns, Sammelstelle für alle Sinneswahrnehmungen (mit Ausnahme des Geruchssinns) ...

... und damit auch Schalt- und Integrationszentrale für Sensorik sowie Motorik. 

Thrombose

Verstopfung der Gefäße durch Blutgerinnsel (Thromben)

Unterschieden wird zwischen arteriellen und venösen Thrombosen. Bei Thrombosen der Arterien liegt eine Störung der Blutzufuhr zu Organen vor, bspw. dem Herzen oder Gehirn, wodurch ein Schlaganfall oder Herzinfarkt entstehen kann. Bei den häufigeren Thrombosen der Venen kommt es zu einer Verengung und Verlangsamung des Blutflusses in der betroffenen Region. Anfängliche venöse Thrombosen verlaufen meist ohne Symptome. Aber auch Venenthrombosen können durch die verminderte Durchblutung und dadurch auch verringerte Sauerstoffzufuhr lebensbedrohlich werden, etwa durch Verursachung einer Embolie (venöse Thromboembolien). Am häufigsten treten die Beinvenenthrombosen auf.

Thrombozytopenie

Verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozyten) auf unter 150.000/µl im Serum

Durch zu hohen Verbrauch oder nicht ausreichende Produktion, die zu einer Reduktion der Blutgerinnungsleistung führt. So steigt das Risiko für Blutungen an der Haut bzw. den Schleimhäuten (z. B. Nasenbluten) und in allen funktionellen Organen wie dem Gehirn – ein kritischer Wert wird jedoch erst ab ca. 20.000/µl erreicht.

Tight Junctions

Membraneiweiße, die Oberflächenzellen miteinander verbinden und so eine Barriere in den Zwischenräumen der Oberflächenzellen errichten (Zell-Zell-Verbindungen).

Sie kommen bspw. im Magen, Darm und in der Blut-Hirn-Schranke vor. Diese Abdichtung sorgt für einen kontrollierten Transport, sodass Moleküle sich nicht an den Epithelzellen vorbei bewegen können, sondern durch sie hindurch transportiert werden müssen.

Tonsillen

syn. Mandeln; Dieses lymphatische Organ ist wichtiger Teil des körperlichen Abwehrsystems im Bereich der Mundhöhle und des Rachens.

Die Mandeln funktionieren wie eine Barriere und enthalten viele weiße Blutkörperchen. So können sie Erreger, die über Mund oder Nase in den Körper eindringen, aufhalten und abtöten.

Totimpfstoff

Impfstoff, der Teile des Erregers oder Bestandteile der Virus- oder Bakterienhülle (Antigen) enthält.

Das Antigen von Totimpfstoffen ist meist an Aluminiumhydroxid gebunden und löst insgesamt eine schwächere Immunantwort als bei Lebendimpfstoffen aus. Deshalb werden hier in der Regel auch Auffrischungsimpfungen notwendig, damit das Immunsystem für einen Schutz ausreichend stimuliert wird – die erreichte Immunität ist meist auf einen kürzeren Zeitraum beschränkt als bei den Lebendimpfstoffen. Während bei einer Lebendimpfung eine zelluläre Immunreaktion provoziert wird, werden bei Totimpfstoffen primär Antikörper gebildet. Es gibt fünf Klassen an Totimpfstoffen: Vollimpfstoffe, Spaltimpfstoffe, Subunit-Impfstoffe, Toxoidimpfstoffe und Konjugatimpfstoffe. Zu den neueren Formen zählen Peptidimpfstoffe und virale Vektoren. Noch nicht abschließend geklärt, werden die modifizierten mRNA-Impfstoffe (z. B. gegen COVID-19) zu ihnen hinzugezählt, manchmal aber auch zu den genbasierten Impfstoffen.

Trägersystem

Trägersysteme sind komplexe Moleküle, darunter auch winzige Teilchen (Nanopartikel), die in Impfstoffen verwendet werden.

Sie helfen dabei, dass Antigene – Teile von Krankheitserregern, die das Immunsystem anregen – besser in bestimmte Zellen gelangen, die sie präsentieren (Antigen-präsentierende Zellen oder APCs). Diese Trägersysteme sind so gestaltet, dass sie leicht von Zellen wie dendritischen Zellen und Makrophagen aufgenommen werden können. Wichtig ist, dass die Trägersysteme selbst keine Immunreaktion auslösen sollen.

Trainierte Immunität

Funktionelle Modifikation von Zellen des angeborenen Immunsystems, beispielsweise durch unspezifische Effekte eines Impfstoffs.

Ein Beispiel ist die BCG-Impfstoff gegen Tuberkulose, die zu einer verringerten Kindersterblichkeit führte.

Transkriptions-Koaktivator

Ein Proteinkomplex, der die Wahrscheinlichkeit der Transkription eines Gens erhöht, indem er mit Transkriptionsfaktoren interagiert, aber selbst nicht sequenzspezifisch an die DNA bindet.

Für weitere Informationen siehe hier.

Translation

Nach der Transkription der zweite Schritt der Proteinbiosynthese, der zur Übersetzung der aus dem genetischen Code erstellten Informationen, die in der mRNA enthalten sind, in die Aminosäuresequenz der Proteine notwendig ist.

Es werden immer drei sogenannte Basen für eine Aminosäure codiert. Die unterschiedliche Kombination von Adenin, Guanin, Cytosin und Uracil ergibt dann eine spezifische Aminosäure (zur Übersicht wird die sogenannte Codesonne verwendet).

Transmission

In der Medizin Übertragung eines Krankheitserregers durch Infektion

Das Risiko einer erfolgreichen Transmission wird durch die Infektiösität eines Erregers bestimmt.

Trometamol

Ein häufig in Arzneimitteln verwendeter Hilfsstoff, der wegen seiner leicht basischen Eigenschaften als Puffer eingesetzt wird.

Trometamol ist ein Amin mit drei alkoholischen Hydroxygruppen.

Tropismus

Die Fähigkeit eines Virus, bestimmte Arten von Zellen oder Gewebe anzuvisieren, zu infizieren und sich dort zu vermehren.

Troponin

Troponine kommen in der quergestreiften Muskulatur vor und sind wichtig für die Kontraktion

Die kardialen Troponine T und I sind Eiweißbausteine, welche vor allem in den Muskelzellen des Herzens vorkommen. Ebenso wie CK-MB treten sie nach der Schädigung des Herzmuskels vermehrt ins Blut über. Auch bereits kleinere Schädigungen des Herzmuskels können so diagnostiziert werden.