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Mumps

Wie verläuft eine typische Mumps-Erkrankung? Wer sind Risikopersonen für eine Mumps-Erkrankung und welche Komplikationen können auftreten? Wie hat sich die epidemiologische Situation durch die Impfung verändert? Lässt sich mit den vorhandenen Impfstoffen eine Herdenimmunität erreichen? Welche Immunität ist besser, die durch Impfung oder die durch Infektion? Welche Nebenwirkungen gibt es und wie häufig sind diese? Und wie lauten die STIKO-Empfehlungen?

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie im nachfolgenden Fachbeitrag.

Vorbemerkung

Die folgenden Ausführungen dienen der Information und ersetzen keinesfalls das ärztliche Beratungsgespräch. Hier werden Fakten präsentiert, die Eltern wie auch Ärztinnen und Ärzten in einem Aufklärungsgespräch helfen können. Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI) übernimmt keine Garantie für Vollständigkeit, hat die hier verfügbaren Inhalte jedoch nach bestem Wissen und Gewissen am aktuellen Fach- und Sachstand zusammengetragen. Über die wissenschaftliche Arbeit des Vereins erfahren Sie hier mehr. Der Fachbeitrag wird jährlich aktualisiert. Das dargelegte Wissen entspricht dem Kenntnisstand zum angegebenen Veröffentlichungs- bzw. Aktualisierungsdatum. Der Fachbeitrag findet sich unterhalb der Zusammenfassung („Auf einen Blick“) über die aufklappbaren grünen +-Elemente („Akkordeons“).

Auf einen Blick:

Infektionsverlauf

20-40 % asymptomatische Fälle, Mumps beginnt mit unspezifischen Symptomen, die anschließende Akutphase unterscheidet sich hinsichtlich der Komplikationsrate (Parotitis, Orchitis, Meningitis) zwischen Kindern und (jungen) Erwachsenen

Epidemiologie

Mumps war eine typische milde Kinderkrankheit (90 % haben sich bis zum Alter von 14-15 Jahren infiziert), seit der Impfung hat sich die Inzidenz stark verringert (> 99 % in zahlreichen Ländern), aber es werden regelmäßig Ausbrüche unter geimpften Erwachsenen festgestellt, bei denen ein höheres Komplikationsrisiko besteht

Mortalität

Fallsterblichkeit (CFR) liegt bei 0,01-0,038 %, Infektionssterblichkeit (IFR) bei 0,003-0,011 % oder 3 bis 11 von 100.000 Mumps-Infizierten

Schutzwirkung der Impfung

Durch Stammwechsel sowie Impfversagen wird eine sehr eingeschränkte sowie nachlassende Immunität vermittelt – laut systematischen Review mit Meta-Analyse liegt die relative Risikoreduktion bei 58-68 % gegen laborbestätigte Infektion, weitere Studien zeigen, dass das Risiko der Infektion mit jedem Jahr nach der MMR-Impfung um 10-27 % ansteigt

Impfstrategie

Studien zeigen, dass die Bevölkerungsimmunität heute bezüglich bestimmer Parameter schlechter ist als noch vor der Einführung der Impfstoffe (Immunität durch Infektion ist beständiger, Herdenimmunität nicht möglich, die Altersverschiebung hat eine höhere Komplikationsrate bedingt, die Zahl der anfälligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen steigt immer weiter an)

Mögliche Adjuvantien

Keine

STIKO-Empfehlung

Zwei Impfdosen mit dem MMR-Impfstoff im Alter von 11 und 15 Monaten, de facto kommt es durch die Masern-Immunitätsnachweispflicht und gebilligt durch das Bundesverfassungsgericht aber zur Impfpflicht gegen Mumps aufgrund fehlender Einzelimpfstoffe

Kritik an der STIKO-Empfehlung

Die Impfstrategie müsste von der STIKO als Ganzes kritisch betrachtet werden – die Mumps-Impfung könnte mehr Schaden als Nutzen gebracht haben

Fachbeitrag

  • Erreger

    • Das Mumps-Virus gehört zur Familie der Paramyxoviridae und ist ein behülltes, einzelsträngiges RNA-Virus. Weitere Viren, die zu dieser Familie zählen, sind Masern, RSV und Parainfluenza (Park & Tishkowski, 2023).
    • Es gibt 12 Genotypen, die von der WHO anerkannt werden: A, B, C, D, F, G, H, I, J, K, L, N. Das Vorkommen der Genotypen unterscheidet sich je nach Hemisphäre. In westlichen Ländern werden vor allem C, G, H, J und K beobachtet, in Asien hingegen B, F, I und L. Es werden auch Co-Zirkulationen und das Wiederauftreten von Genotypen beobachtet. Die antigenetische Variabilität wird von Forschern als ein Faktor für das Versagen der Mumps-Impfstoffe betrachtet. Derzeit werden in den meisten Ländern der Welt Impfstoffe auf Basis des Genotyps A genutzt (Jin et al., 2015; Ramanathan et al., 2018; Zhang et al., 2020).
    • Das Nukleoprotein, Phosphoprotein und die Polymerase sorgen für die Replikation des Mumps-Virus im Zytoplasma (Rausch-Phung et al., 2024).
    • Der Mensch stellt das einzige bekannte Reservoir für Mumps-Viren dar (Ramanathan et al., 2018).

    Abbildung 1: Elektronenmikroskopie des Mumps-Virus aus der Familie der Paramyxoviridae (Centers for Disease Control and Prevention, 2025a)
     

    Infektionsmodus

    • Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 16-18 Tage, kann aber auch von 12-25 Tage variieren (Li et al., 2024).
    • Die Infektiosität beginnt in der Regel zwei Tage vor Beginn der Symptome und endet etwa 5 Tage nach Beginn der Parotitis (Lam et al., 2020).
    • Auch wenn asymptomatische Übertragungen von Mumps möglich sind, kommt es nicht zu einer Besiedlung bzw. einem Trägerzustand wie bspw. bei H. influenzae (Centers for Disease Control and Prevention, 2024).
    • Eine durchgemachte Infektion (ob asymptomatisch oder klinisch) schützt in der Regel ein Leben lang vor einer erneuten Mumps-Infektion – eine sogenannte dauerhafte natürliche Immunität (Public Health Agency of Canada, 2010). Längsschnittstudien der Antikörpertiter, die durch den Kontakt mit verschiedenen Viren entstanden sind und für einen Zeitraum von bis zu 26 Jahren nachbeobachtet wurden, implizieren, dass das Immunsystem ein extrem gutes Gedächtnis aufweist – die Halbwertszeit der Antikörper für Mumps beträgt schätzungsweise 542 Jahre (also gleich mehrere Lebensspannen) (Amanna et al., 2007; British Medical Journal, 2007).

    Asymptomatische Fälle:

    • Vor der Einführung der Impfung in den USA (1967) lag Anteil der asymptomatischen Fälle laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bei 15-27 % (Bonwitt et al., 2017). Die meisten anderen Quellen sprechen von ungefähr 30 % (bzw. einer Spanne von 20-40 %) asymptomatischen Fällen (Kutty et al., 2010; Smith & Gemmill, 2011; Rota et al., 2013; Zerbo et al., 2020). 
    • Werden noch die Fälle mit milden respiratorischen Symptomen (wie z. B. ausschließlich Fieber) addiert, liegt der Anteil etwa bei der Hälfte (Su et al., 2020).
    • Asymptomatische Personen können ebenfalls ansteckend sein, aber wahrscheinlich weniger als symptomatische Personen, da sich das Mumps-Virus in den oberen Atemwegen repliziert und dann z. B. durch Husten stärker übertragen wird (Choi, 2010; Public Health Agency of Canada, 2010; Lam et al., 2020).

    Übertragung:

    • Die sekundäre Befallsrate (SAR) im Haushalt beträgt für Mumps 65,3 %. Das Mumps-Virus ist demnach hochkontagiös (aber z. B. weniger kontagiös als Varizellen oder Masern) (Ceyhan et al., 2009).
    • Die Verbreitung erfolgt sowohl über Tröpfchen (Sprechen, Husten etc.) als auch über Schmierinfektionen (direkter Kontakt). Ansteckungen sind auch über Haushaltsgegenstände möglich (Robert Koch-Institut, 2023; Rausch-Phung et al., 2024).
    • Auch wenn seltene Fälle von Übertragungen des Mumps-Virus über die Muttermilch beschrieben wurden, gibt es keine epidemiologischen Daten, die darauf hindeuten, dass Stillen mit einem höheren Mumps-Risiko für den Säugling verbunden wäre (Lawrence, 2011).


    Infektionsverlauf & Komplikationen

    • Der symptomatische Verlauf beginnt mit untypischen Symptomen während der Prodromalphase wie Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen und Fieber. Die Dauer beträgt bis zu einer Woche (Rubin et al., 2015).
    • Anschließend folgt die Akutphase, bei der zwischen (vor den 1970er-Jahren immer, heute seltener) ungeimpften Kindern und (seit den 1970er-Jahren vor allem geimpften) jungen Erwachsenen unterschieden werden muss. Die Dauer der Akutphase kann bis zu zwei Wochen betragen (Rubin et al., 2015). 

    Kinder:

    • Kinder waren primär in der Zeit vor Einführung der Impfstoffe (1970er-Jahre) betroffen und entwickel(te)n häufig (in 50 % bzw. 60-70 % der Fälle, je nach Quelle) eine virale, nicht-eitrige Parotitis (L’Huillier et al., 2018; Su et al., 2020).
    • Die Mumps-Parotitis ist gekennzeichnet durch eine Schwellung der Ohrspeicheldrüsen innerhalb von 48 Stunden nach den unspezifischen Symptomen. Anfangs einseitig, wird die Schwellung im weiteren Verlauf in 90 % der Fälle beidseitig (AL Ghabra et al., 2025). Für die Parotitis typisch sind die geschwollenen Wangen sowie der geschwollene Kiefer (Shepersky et al., 2021).
    • Sehr selten (!) kann es auch zu Komplikationen wie Orchitis, Meningitis, Enzephalitis, Myokarditis, Nephritis, Pankreatitis, Arthritis und Polyneuropathie kommen (Yoo et al., 2023).

    Junge Erwachsene:

    • Dieselben Komplikationen, die bei (ungeimpften) Kindern auftreten können, werden auch für (geimpfte) junge Erwachsene beobachtet, aber in einer anderen Häufigkeit (Yoo et al., 2023; Rausch-Phung et al., 2024).
    • Unzweifelhaft ist, dass junge Erwachsene eine höhere Komplikationsrate pro Infektion aufweisen (diese steigt mit dem Alter an). Wenn die Impfung also nicht wirkt (z. B. aufgrund von nachlassender Impfeffektivität, dem sogenannten „sekundären Impfversagen“) ist die Wahrscheinlichkeit für eine schwere Komplikation im späteren Leben höher (Conly & Johnston, 2007; Yung et al., 2011; Robert Koch-Institut, 2023).
    • Zu den häufigeren komplikativen Verläufen zählen unter anderem Orchitis und Meningitis (die beide bei jungen Erwachsenen als „nicht ungewöhnlich“ bezeichnet werden), aber auch Meningoenzephalitis und Pankreatitis (Conly & Johnston, 2007).
    • Bei der Orchitis handelt es sich um eine Entzündung des Hodens, die sich vor allem durch Schmerzen und Druckempfindlichkeit zeigt. Es wird geschätzt, dass 30 % der postpubertären, mit Mumps infizierten Männer an beeinträchtigter Fruchtbarkeit leiden, aber die epidemiologische Evidenz dazu ist beschränkt (Wu et al., 2021). Die (aseptische) Meningitis ist eine Hirnhautentzündung und geht mit starken Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit und Übelkeit bzw. Erbrechen einher. Sowohl die Orchitis als auch die (Begleit-)Meningitis sind meist mild und führen zur vollständigen Erholung. Problematischer sind dagegen Verläufe mit einer Pankreatitis, die zu Pseudozysten führen können, und einer Meningoenzephalitis, die häufiger Folgeschäden wie Lähmungen, auch Hirnnervenlähmungen, Krampfanfälle, Aquäduktstenose und Hydrozephalus auslösen können (Conly & Johnston, 2007).
    • Die Häufigkeiten der Komplikationen variieren je nach geographischer Lage. Bei einem Ausbruch in Israel wurde eine Häufigkeit von 3,8 % der Personen über 12 Jahre für Orchitis, 0,5 % für Meningoenzephalitis und 0,03 % für Pankreatitis festgestellt. Bei einem Ausbruch in New York wurden Häufigkeiten von 7 % und 0,2 % für Orchitis und Meningoenzephalitis berichtet, bei einem Ausbruch in England und Wales 6,1 % und 0,3 % (Zamir et al., 2015).
    • Eine südkoreanische retrospektive Kohortenstudie mit Daten des Nationalen Krankenversicherungsdienstes (NHISD) von knapp 200.000 Patienten, die mit Mumps diagnostiziert wurden, ergab eine Komplikationsrate von insgesamt 1,9 %, wobei die Orchitis die häufigste Komplikation darstellte. Bei den Unter-20-Jährigen betrug der Anteil an Patienten mit Mumps-Orchitis <1,5 %, bei den Über-20-Jährigen waren dies nahezu doppelt so viele (Yoo et al., 2023).

    Abbildung 2: Flussdiagramm zur Darstellung des Infektionsverlaufes einer Mumps-Infektion bei (Klein-)Kindern und (älteren) Erwachsenen, eigene Darstellung. Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.
     

    Pathogenese

    • Die Replikation findet im Epithel der Atemwegsschleimhaut unter Bindung von Sialinsäure mit anschließender Ausbreitung auf die Lymphknoten statt (Choi, 2010; Gouma et al., 2016).
    • Bei der Virämie kommt es zu sekundären Infektionsherden im Körper z. B. in den Speicheldrüsen, im Innenohr, in der Bauchspeicheldrüse, im Herz, im Nervensystem, in den Gelenken, in den Nieren, in der Leber, in den Keimdrüsen und in der Schilddrüse (Choi, 2010; Gouma et al., 2016).
    • Es werden humorale und zelluläre Immunreaktionen des Körpers getriggert. Zur humoralen Antwort zählt die Produktion von Serumantikörpern gegen die Antigene V, F und S sowie die Bildung von IgM, IgG und IgA. Zur zellulären Antwort zählt die Entwicklung einer T-Zell-Immunität (Choi, 2010).
    • Es ist nicht geklärt, wie das Mumps-Virus Parotitis und Orchitis auslöst.
    • Außerdem ist nicht geklärt, ob die humorale oder die zelluläre Immunreaktion wichtiger für den Schutzeffekt gegen das Mumps-Virus ist. Bei anderen Paramoxyviren wie Masern und RSV spielt die T-Zell-Immunität eine wichtige Rolle bei der Kontrolle und Elimination des Virus (Choi, 2010; Gouma et al., 2016).
       

    Prävention

    • Seit 2013 besteht laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Meldepflicht an das Gesundheitsamt. Die Meldepflicht umfasst laut §6 Abs. 1 Nr. 1 IfSG Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod und laut §7 Abs. 1 IfSG den direkten oder indirekten Nachweis des Mumps-Virus mit namentlicher Meldung.
    • Auch Leiterinnen und Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen sind nach §34 Abs. 6 IfSG zu solchen Meldungen verpflichtet.
    • Bei Einzelerkrankungen zielen die durchzuführenden Maßnahmen auf die Verhinderung eines Ausbruchsgeschehens. So sollen erkrankte stationäre Patienten für die Dauer von 9 Tagen isoliert werden und bei Betreten des Isolierzimmers soll Schutzkleidung (Kittel, Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz) erforderlich sein. Für Gemeinschaftseinrichtungen gilt, dass jegliche Personen, die an Mumps erkrankt sind oder bei denen ein Verdacht besteht, keinen Zutritt mehr erhalten sollen – eine Wiederzulassung kann nach Abklingen der klinischen Symptome (frühestens 5 Tage nach Symptombeginn) bzw. bis zum Ausschluss der Weiterverbreitung des Virus erfolgen. Ähnliches gilt für Kontaktpersonen. Diese Regelungen gelten jedoch nur für ungeimpfte Personen – bei zweifach Geimpften erfolgen keine Maßnahmen (Robert Koch-Institut, 2023).
    • Desinfektionsmittel sind sehr effektiv gegen das Mumps-Virus und sollen nach der RKI-Liste angewandt werden (Robert Koch-Institut, 2023).
    • Falls der Ausbruch nicht eingedämmt werden kann, soll laut RKI auch eine dritte MMR-Impfung (bei bereits zwei Mal Geimpften) in Erwägung gezogen werden (Robert Koch-Institut, 2023).
       

    Prognose

    • Mumps wird als eine „milde Erkrankung“ (benign disease) mit exzellenter Prognose beschrieben, denn Komplikationen führen in der Regel nicht zu anhaltenden Schäden oder Tod – die allermeisten Patienten erholen sich vollständig (Su et al., 2020; Wu et al., 2021; Rausch-Phung et al., 2024).
    • Die Fallsterblichkeit (CFR) liegt bei 0,01-0,038 % – 10 bis 38 von 100.000 an Mumps erkrankten Personen sterben daran (Poggio et al., 2000; Conly & Johnston, 2007; Rubin et al., 2015).
    • Noch niedriger liegt demnach die Infektionssterblichkeit (IFR), da es einen relevanten Anteil an asymptomatischen Fällen nach Mumps-Infektion von etwa 30 % gibt. Umgerechnet etwa 0,003-0,011 % oder 3 bis 11 von 100.000 Mumps-Infizierten.
    • Das Mumps-Virus löst demnach – auch im Vergleich zu vielen anderen Erregern wie Diphtherie, Masern, Meningokokken, Polio usw., zu denen es Impfungen gibt – eher harmlosere Infektionsverläufe aus.

    Risikofaktoren

    Folgende Faktoren gehen mit einem höheren Risiko für eine Infektion bei Kindern einher (Su et al., 2020; Liu et al., 2025):

    • Alter
    • Mehrlingsgeburten
    • Betreuung durch andere Personen als die Eltern (Großeltern, Babysitter, Verwandte, Mitarbeiter einer Kindertagesstätte)
    • häufigere Besuche überfüllter Innenräume
    • Reisen generell
    • die Jahreszeit
    • Immundefizienz
    • Mumps-Impfstatus
    • fehlendes Wissen der Eltern über Mumps

    Außerdem gibt es Faktoren, die mit einem höheren Risiko für einen schweren Verlauf bzw. Komplikationen einhergehen (Su et al., 2020; Robert Koch-Institut, 2023; Rausch-Phung et al., 2024):

    • männliches Geschlecht
    • höheres Alter (insbesondere bedingt durch die Altersverschiebung, die durch die breite Nutzung der MMR-Impfstoffe erfolgt ist)
    • Mumps-Impfstatus
    • Immundefizienz
       

    Therapie

    • Es gibt keine spezifische Behandlung für Mumps (aufgrund fehlender wirksamer Virostatika).
    • Eine symptomatische Behandlung wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ernährung verbessert die (ohnehin sehr wahrscheinliche) Genesung (Choi, 2010).
    • Analgetika können z. B. zur Behandlung der starken Kopfschmerzen während der Infektion eingesetzt werden (Choi, 2010).


    Epidemiologie

    • In der Zeit vor den Impfstoffen (bis in die 1970er-Jahre) fand die Ausbreitung des Mumps-Virus hauptsächlich in sehr jungem Alter statt – Mumps war eine klassische und vor allem milde Kinderkrankheit (Shepersky et al., 2021), mit der sich 50 % der Kinder bis zum Alter von 4-6 Jahren und 90 % der Kinder und Jugendlichen bis zum Alter von 14-15 Jahren infiziert haben (Su et al., 2020). Mehr als 95 % der Erwachsenen (18-65 Jahre) wiesen neutralisierende Antikörper auf (Wagenvoort et al., 1980). Der häufigste Infektionsverlauf, die Parotitis, trat vor allem im Alter von 2-9 Jahren auf (AL Ghabra et al., 2025).
    • Durch die Impfstoffe hat sich die Mumps-Inzidenz stark verringert, doch in den letzten zwei Jahrzehnten wird ein Wiederauftreten durch wiederholte Ausbrüche registriert, die vor allem junge Erwachsene betreffen. Als Gründe für die Ausbrüche und die Altersverschiebung, die mit einem höheren Komplikationsrisiko einhergeht, wird der mangelnde bzw. nachlassende Schutz durch die Impfung genannt – wie selbst das Robert Koch-Institut feststellt (Quinlisk, 2010; Wu et al., 2021; Robert Koch-Institut, 2023). Es werden zunehmend niedrigere Raten an neutralisierenden Antikörpern in der Bevölkerung trotz hoher Impfquoten festgestellt (Havlíčková et al., 2016). Für mehr Informationen dazu siehe „Mumps: Die Impfung“.

    Weltweit:

    • Mumps ist weltweit endemisch und tritt in Regionen ohne hohe Impfquote etwa alle fünf Jahre epidemisch auf (Rausch-Phung et al., 2024).
    • In zahlreichen Industrieländern kam es nach Einführung der Impfung zu einem Rückgang der Inzidenz um 99 % (Watson-Creed et al., 2006; Koch & Takla, 2013).
    • Größere Ausbrüche (die also mehrere Bundesländer/Bundesstaaten betreffen) treten aber auch in Industrieländern mit hoher Impfquote wie den USA regelmäßig auf und können durch asymptomatische, vollständig geimpfte Personen (Index-Patienten) ausgelöst werden und auch Gemeinden mit hoher Durchimpfungsrate betreffen (Hukic et al., 2014; Donahue et al., 2020; Centers for Disease Control and Prevention, 2025b).
    • In den USA traten von 2007 bis 2019 noch etwa ein Drittel der Mumps-Fälle bei (hauptsächlich ungeimpften) Kindern und Jugendlichen auf. Dabei haben durchschnittlich 87 % der Kinder und Jugendlichen in den USA mindestens eine Masern-, Mumps-, Röteln-Kombinationsimpfung (MMR) erhalten (Shepersky et al., 2021).

    Europa:

    Jahr

    Mumps-Fälle

    Inzidenz pro 100.000

    2014

    11.632

    2,7

    2015

    13.567

    3,1

    2016

    14.793

    3,4

    2017

    13.694

    3,1

    2018

    11.312

    2,6

    2019

    12.416

    3,4

    2020

    6.380

    1,7

    2021

    1.569

    0,4

    2022

    2.594

    0,7

    2023

    2.963

    0,7

    Tabelle 1: Übermittelte Mumps-Fälle der EU/EEA Staaten (ab 2021 ohne Großbritannien) und Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 2014 bis 2023 laut ECDC. Die seit 2020/2021 anhaltend niedrigen Fallzahlen spiegeln wahrscheinlich die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Übertragung von Atemwegserkrankungen und die Überwachungskapazitäten wider (European Centre for Disease Prevention and Control, 2021, 2025).

    • Das mediane Alter für komplikative Mumps-Fälle lag 2018 bei 28 Jahren für Enzephalitis, 25 Jahren für Orchitis, 27 Jahren für Meningitis, 35 Jahren für Pankreatitis und 25 Jahren für andere Komplikationen (European Centre for Disease Prevention and Control, 2021).
    • Von den 1.569 Mumps-Fällen 2021 war bei 1.462 (93,3 %) eine Angabe zum Impfstatus enthalten. 292 (20 %) waren ungeimpft, 220 (15 %) waren einfach MMR-geimpft, 224 (15 %) zweifach geimpft 277 (19 %) waren mit einer unbekannten Anzahl an MMR-Impfungen geimpft und 8 (1 %) dreifach oder mehr MMR-geimpft (Rest unbekannt). Bei der Verteilung der Fälle je nach Impfstatus 2018 in der EU lag der Anteil der zweifach MMR-geimpften Personen deutlich höher. Zu den 11.312 Fällen lagen bei 8.427 Fällen bzw. 74,5 % Angaben zum Impfstatus vor. 26 % waren ungeimpft, 16 % einfach MMR-geimpft, 40 % zweifach MMR-geimpft, 17 % waren mit einer unbekannten Anzahl an MMR-Impfungen geimpft und 1 % erhielt drei MMR-Impfungen oder mehr (European Centre for Disease Prevention and Control, 2021, 2023).

    Deutschland:

    • Die Inzidenz in Deutschland ist von > 200 Infektionen / 100.000 Einwohner vor Einführung der Impfstoffe auf < 1 Infektion / 100.000 Einwohner gesunken (Koch & Takla, 2013).
    • Die Veränderung der Mumps-Epidemiologie nach Einführung der Impfung ist weltweit eher spärlich dokumentiert. Eine Analyse der Meldedaten zu Mumps aus der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland (BRD) mit Vergleich zu den heutigen Meldedaten kann einerseits bestätigen, dass die Mumps-Inzidenz stark gesunken ist. Andererseits kann die Analyse bestätigen, dass sich das Komplikationsrisiko pro Infektion durch die Altersverschiebung von Kindern hin zu jungen Erwachsenen erhöht hat. Die Studienautoren folgern, dass Komplikationen zwar insgesamt seltener sind, es heute aber überproportional gefährlicher ist, nicht gegen Mumps geimpft zu sein, da die Mumps-Infektion häufiger im höheren Alter erworben wird (Beleni & Borgmann, 2018).

    Abbildung 3: Mumps-Erkrankungen in Deutschland von 2013 bis 2024 nach IfSG-Meldepflicht (Robert Koch-Institut, 2025b). Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.
     

    Abbildung 4: Mumps-Erkrankungen in Deutschland von 2013 bis 2024 nach Geschlecht und Altersgruppe laut Daten des SurvStat@RKI2.0 nach IfSG-Meldepflicht (Robert Koch-Institut, 2025b). Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.

    • Aus den Daten des SurvStat@RKI2.0 lässt sich kein Rückgang der Mumps-Erkrankungen seit Einführung der Meldepflicht 2013 ablesen (die Pandemiejahre 2020-2023 müssen aufgrund der Ausnahmesituation während der COVID-19-Pandemie gesondert betrachtet werden).
    • Laut RKI sind Todesfälle an Mumps in den letzten Jahren nicht übermittelt worden (Robert Koch-Institut, 2023).
  • Zugelassene Impfstoffe

    • Derzeit stehen vier Impfstoffe zur Verfügung, die eine Komponente gegen Mumps enthalten, davon zwei mit und zwei ohne Windpocken-Komponente (s. Tabelle 2). Es gibt keinen Einzelimpfstoff gegen Mumps. 
    • Es werden keine Adjuvantien als Wirkverstärker benötigt, da es sich bei der Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) um einen Lebend-attenuierten Impfstoff handelt.
    • Zur Geschichte der Impfung: Ab 1976 wurde erstmals die Mumps-Impfung mit einmaliger Impfdosis (ab dem 2. Lebensjahr) durch die STIKO in der BRD empfohlen. In der DDR gab es dagegen keine Mumps-Impfung. Seit 1991 besteht die Impfempfehlung gegen Mumps mittels zweier Impfdosen, wobei damals noch im 2. und 6. Lebensjahr geimpft werden sollte. Die heutige Impfempfehlung (erste Dosis im Alter von 11-14 Monaten, zweite Dosis im Alter von 15-23 Monaten) besteht seit 2001 (Poethko-Müller & Mankertz, 2012; Friedrich et al., 2021; Robert Koch-Institut, 2023).
    ImpfstoffnameKomponentenZugelassen ab (Alter)Inhaltsstoffe
    M-M-RVAXPRO®Masern, Mumps, Röteln12 MonatenEine Dosis (0,5 ml) enthält nach Rekonstitution: Masern-Virus Stamm Enders’ Edmonston (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 12,5 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Lungenfibroblasten WI-38); sonstige Bestandteile: Pulver – Sorbitol (E 420), Natriumphosphat (NaH2PO4/Na2HPO4), Kaliumphosphat (KH2PO4/K2HPO4), Sucrose, hydrolysierte Gelatine, Medium 199 mit Hanks’ Salzen, Minimum Essential Medium / Eagle (MEM), Natriumglutamat, Neomycin, Phenolrot, Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), Salzsäure (HCl, zur PH-Einstellung), Natriumhydroxid (NaOH, zur PH-Einstellung); Lösungsmittel – Wasser für Injektionszwecke
    Priorix®Masern, Mumps, Röteln9 MonatenEine Dosis (0,5 ml) enthält: Masern-Virus Stamm Schwarz (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus, Stamm RIT 4385 abgeleitet vom Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 103,7 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen) Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5); sonstige Bestandteile: Aminosäuren, Lactose (wasserfrei), Mannitol, Neomycinsulfat, Sorbitol, Phenolrot, Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumsulfat, Calciumchlorid, Kaliumhydrogenphosphat, Dinatriumhydrogenphosphat, Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
    Priorix-Tetra®Masern, Mumps, Röteln, Windpocken11 MonatenEine Dosis (0,5 ml) enthält nach Rekonstitution: Masern-Virus Stamm Schwarz (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50 gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus, Stamm RIT 4385 abgeleitet vom Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 104,4 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen) Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5), Varicella-Viren Stamm OKA (lebend, attenuiert, mind. 103,7 PBE – Plaque-bildende Einheiten, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5); sonstige Bestandteile: 14 mg Sorbitol, Aminosäuren, Lactose (wasserfrei), Mannitol, Sorbitol, Medium 199, Wasser für Injektionszwecke
    ProQuad®Masern, Mumps, Röteln, Windpocken12 MonatenEine Dosis (0,5 ml) enthält nach Rekonstitution: Masern-Virus Stamm Schwarz (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus, Stamm RIT 4385 abgeleitet vom Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 104,3 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen) Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Lungenfibroblasten WI-38), Varicella-Viren Stamm OKA (lebend, attenuiert, mind. 103,99 PBE – Plaque-bildende Einheiten, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5); sonstige Bestandteile: Saccharose, hydrolysierte Gelatine, Natriumchlorid, 16 mg Sorbitol (E 420), Natriumglutamat, Natriumphosphat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumphosphat, Kaliumchlorid, Medium 199 mit Hanks' Salzen, Minimum Essential Medium, Eagle (MEM), Neomycin, Phenolrot, Salzsäure (zur pH-Einstellung), Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung), Harnstoff, rekombinantes Humanalbumin (Spuren), Wasser für Injektionszwecke

    Tabelle 2: In Deutschland zugelassene Kombinationsimpfstoffe, die eine Komponente gegen Mumps enthalten, und ihre Inhaltsstoffe (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2009, 2019; European Medicines Agency, 2025b, 2025c)

    Zulassungsstudien:

    Die klinische Wirksamkeit der verfügbaren MMR(V)-Impfstoffe zur Verhinderung von Masern-, Mumps- oder Röteln-Erkrankungen, Hospitalisierungen oder Todesfällen wurde nicht bewiesen. Was in den Zulassungsstudien gemessen wurde, ist die Immunogenität, also die Fähigkeit der Probanden, nach Verabreichung des Impfstoffes Antikörper auszubilden. Die Antikörper, die durch eine Mumps-Impfung entstehen, gelten jedoch (im Gegensatz zu denen, die durch eine Masern-, Röteln- und Windpocken-Impfung entstehen) nicht als etabliertes Korrelat für den Schutz vor Mumps (Fiebelkorn et al., 2014) (für weitere Informationen s. Effektivität und Impfstrategie). Insofern müssen folgende Angaben kritisch betrachtet werden.

    • M-M-RVAXPRO®: Einerseits wurden vergleichende Studien durchgeführt (Studie 1 mit 1.279 Personen, die eine ähnliche Immunogenität von M-M-RVAXPRO® und einer früheren Formulierung des MMR-Impfstoffs von MSD aufzeigt, und Studie 2, die auf ein ähnliches Immunogenitätsprofil je nach intramuskulärer oder subkutaner Anwendung schließen lässt). Andererseits wird in der Fachinformation auf eine Studie verwiesen, in der 1.620 gesunde Personen im Alter von 9-12 Monaten in drei verschiedenen Impfschemata (Impfung im Alter von 9/12 Monaten, 11/14 Monaten und 12/15 Monaten) mit einem anderen Impfstoff, dem tetravalenten Impfstoff von MSD (ProQuad®), geimpft wurden. Je nach Impfschema zeigten sich Antikörperkonzentrationen von > 10 ELISA AK-Einheiten/ml bei gemittelt 96,4 %, 98,7 % bzw. 98,5 % der Probanden 6 Wochen nach der ersten Impfdosis und bei 99,2 %, 99,6 % bzw. 99,3 % der Probanden 6 Wochen nach der zweiten Impfdosis. Zur Persistenz der Antikörper werden keine Daten angegeben (European Medicines Agency, 2025a).
    • Priorix®: Klinische Studien wurden bei Kindern im Alter von über 12 Monaten und im Alter von 9 bis 10 Monaten durchgeführt. 94,4 % der Kinder im Alter von über 12 Monaten wiesen sowohl unmittelbar nach der ersten Impfdosis als auch zwei Jahre später Mumps-spezifische Antikörper auf. Die Serokonversionsrate bei Kindern im Alter von 9 bis 10 Monaten wurde in einer Studie anhand von 300 Probanden gemessen, von denen 147 neben Priorix® gleichzeitig mit dem Windpocken-Einzelimpfstoff Varilrix® geimpft wurden. Nach der ersten Impfung wiesen 92,6 %, nach der zweiten Impfung 99,2 % der Probanden Antikörper auf. Weitere oder genauere Angaben, z. B. zu den geometrischen Mittelwerten der Titer (GMT) oder zur Antikörperpersistenz (insbesondere bei Kindern im Alter von 9 bis 10 Monaten, aber auch bei älteren Kindern nach 5 bis 10 Jahren), lassen sich der Fachinformation nicht entnehmen (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2022).
    • Priorix-Tetra®: In drei klinischen Studien in insgesamt fünf europäischen Ländern (Österreich, Finnland, Deutschland, Griechenland, Polen) wurden ≈ 2.000 zuvor ungeimpfte Kinder im Alter von 11 bis 23 Monaten auf die Bildung von Antikörpern nach der Verabreichung von zwei Dosen Priorix-Tetra® untersucht. Die Serokonversionsraten betrugen gemittelt 91,3 % (GMC/GMT 976,7) nach der ersten und 98,8 % (GMC/GMT 1564,4) nach der zweiten Impfdosis. Außerdem wurde ein Neutralisationstest (1:28) nach der ersten (95,4 %, GMC/GMT 147,0) und zweiten Impfung (99,4 %, GMC/GMT 478,4) durchgeführt. Weiterhin wurden Kinder im Alter von 24 Monaten bis 6 Jahren in 2 klinischen Studien auf die Fähigkeit untersucht, durch einen MMR-Impfstoff (separat oder zusammen mit dem Windpocken-Einzelimpfstoff Varilrix®) Antikörper auszubilden. Die Serokonversionsrate lag bei 100 %. Es wurden keine klinischen Studien zu Kindern im Alter von über 6 Jahren durchgeführt – die Immunogenität wird bei dieser Bevölkerungsgruppe laut Fachinformation „extrapoliert“ (vorhergesagt). Eine klinische Studie mit 2.489 Kindern im Alter von 12 bis 22 Monaten ergab nach 2, 6 und 10 Jahren Serokonversionsraten (ELISA 231 E/ml) von 90,5 %, 90,5 % sowie 90,0 % (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2019).
    • ProQuad®: s. Ergebnisse zu M-M-RVAXPRO® – weiterhin wird in der Fachinformation eine klinische Studie mit 6.987 Probanden aufgeführt, die eine Serokonversionsrate gegen Mumps zwischen 96,3 und 98,8 % gemessen hat (European Medicines Agency, 2025c).
       

    Impfquote

    Jahr

    1. Impfung

    2. Impfung

    2018

    94 %

    89 %

    2019

    95 %

    91 %

    2020

    94 %

    90 %

    2021

    93 %

    87 %

    2022

    93 %

    89 %

    2023

    93 %

    89 %

    Tabelle 3: Übermittelte Mumps-Impfquote der EU/EEA-Staaten (ab 2021 ohne Großbritannien) (European Centre for Disease Prevention and Control, 2023, 2025).

    • Bis 2001 betrugen die Impfquoten gegen Mumps in Deutschland laut Schuleingangsuntersuchungen unter 50 %. Seit 2005 ist die Impfquote steigend (Robert Koch-Institut, 2023). Bei der Schuleingangsuntersuchung von 2020 (Geburtsjahrgänge 2012 bis 2015) wurden Impfquoten von 97 % (1. Dosis) bzw. 92,9 % (2. Dosis) festgestellt (Robert Koch-Institut, 2022).
    • Das Masernschutzgesetz, das in Deutschland durch das Fehlen von Einzelimpfstoffen auch eine Mumps- und Röteln-Impfpflicht für Kinder bedeutet, hat wahrscheinlich mit dafür gesorgt, dass die Impfquoten zu Masern, Mumps und Röteln während der COVID-19-Pandemie nicht gesunken sind (DAK, 2022). Die COVID-19-Pandemie hatte aber auch generell eher einen leichten bzw. temporären Einfluss auf die Inanspruchnahme von Routineuntersuchungen und Impfungen bei Kindern in Deutschland (Schmid-Küpke et al., 2021; Lindinger et al., 2023).
    • Auf europäischer Ebene ist ein leichter, temporärer Rückgang der Impfquoten während der Pandemiejahre (2020-2023) zu verzeichnen (s. Tabelle 3).
       

    Effektivität und Impfstrategie

    Der Impfstoff gegen Mumps (bzw. die Komponente im MMR-Impfstoff) gilt als einer derjenigen, der am schlechtesten gegen den Erreger immunisiert. Darum fordern Forscher seit einiger Zeit – und nicht zuletzt der als „celebrity“ und „Godfather of Vaccines“ (Mahase, 2019) geltende Virologe und Herausgeber des Standardwerks über Impfungen Stanley A. Plotkin – einen besseren Impfstoff (Dayan, Rubin, et al., 2008; Plotkin, 2013, 2024). Dies liegt laut Plotkin hauptsächlich an zwei Gründen:

    • Stammwechsel: Der im Impfstoff verwendete Stamm Jeryl-Lynn gehört zum Genotyp A, in den meisten Mumps-Ausbrüchen haben jedoch andere Genotypen das Geschehen dominiert. Damit einher geht die Möglichkeit einer geringeren Impfstoffeffektivität als ursprünglich getestet.
    • Impfversagen: Einerseits ist ein gewisser Teil der geimpften Personen initial nicht ausreichend geschützt (primäres Impfversagen). Andererseits nimmt die Immunität im Laufe der Zeit bei geimpften Personen immer weiter ab (sekundäres Impfversagen).

    Serokonversionsstudien sind hinsichtlich der Mumps-Impfung limitiert, denn die Annahme, dass neutralisierende Antikörper bei Viren das beste Korrelat für einen Schutz darstellen, greift bei Mumps wahrscheinlich nicht, da die Erfahrungen in Ausbruchssituationen sich stark davon unterscheiden (Plotkin, 2013). Das US-amerikanische Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) (vergleichbar der deutschen STIKO) stellt fest:

    „Obwohl Antikörpermessungen häufig als Ersatzmaß für die Immunität herangezogen werden, gibt es für Mumps keine serologischen Tests, welche die Immunität konsistent und zuverlässig vorhersagen können. Die Immunantwort auf die Mumpsimpfung umfasst wahrscheinlich sowohl die humorale als auch die zelluläre Immunantwort, aber es wurden keine eindeutigen Korrelate für den Schutz identifiziert“ (Übersetzung des Verfassers) (McLean et al., 2013).

    Das bedeutet: Serokonversionsstudien müssen eine untergeordnete Rolle bei der Bewertung des Impfstoffes spielen – so auch die unter Zulassungsstudien aufgeführten Nachweise. Klinische Wirksamkeiten müssen über einen längeren Zeitraum studiert werden, um das Ausmaß des Impfversagens zu verstehen. 

    Studien können folgende relative Wirksamkeiten wenige Wochen bis Monate nach einer Impfung ermitteln:

    • Klinische Studien mit etwa 7.000 Kindern vor der Zulassung der Mumps-Impfung fanden eine relative Impfstoffwirksamkeit von etwa 95 % bei einer Impfdosis. Nach der Zulassung wurden deutlich niedrigere Wirksamkeiten festgestellt: In den USA bei geimpften Schülern in der Mittel- und Oberstufe zwischen 81 und 91 %, bei geimpften Personen im Haushalt oder bei engem Kontakt zwischen 64 und 76 % sowie in bevölkerungsbasierten Studien in Kanada und Europa für geimpfte Personen zwischen 49 und 92 %. Erst später wurde ein zweifaches Impfschema evaluiert. Die Impfstoffwirksamkeiten sind etwas, aber nicht ausschlaggebend höher, wie bevölkerungsbasierte Studien in Europa und Kanada zeigen (Wirksamkeit bei 66-95 %). Die Daten zu einer dritten Dosis zur Bekämpfung von Ausbrüchen sind unzureichend (McLean et al., 2013).
    • Ein systematisches Cochrane-Review von 2021 berechnet auf Basis von 6 Studien mit 9.915 Kindern eine relative Impfstoffeffektivität von 72 % zur Verhinderung einer Mumps-Infektion. Bei zwei Dosen (3 Studien, 7.792 Kinder) liegt die Effektivität bei 86 %. Die Autoren merken jedoch an: „Abgesehen von der nachlassenden Immunität muss berücksichtigt werden, dass sich die in der Impfstoffherstellung verwendeten Mumpsstämme phylogenetisch von denen unterschieden, die bei den jüngsten Mumpsausbrüchen isoliert wurden […]. Diese Tatsachen könnten zumindest teilweise das bei einigen Mumpsausbrüchen beobachtete Versagen des Impfstoffs erklären“ (Übersetzung des Verfassers) (Pietrantonj et al., 2021).
    • Ein systematisches Review mit Meta-Analyse fand eine relative Impfstoffeffektivität von 68 % gegen laborbestätigte Mumps-Infektion in den untersuchten Fall-Kontrollstudien und von 58 % in Kohortenstudien und randomisierten kontrollierten Studien (RCTs). Außerdem fand die Studie ähnliche Impfstoffeffektivitäten in Ausbruchs- und Nicht-Ausbruchssituationen sowie ähnliche Ergebnisse zwischen einer, zwei sowie drei Impfdosen. Die Autoren folgern, dass der Großteil der Literatur sich auf klinische Mumps-Fälle bezieht und, dass andere Studien deshalb höhere Impfstoffeffektivitäten feststellen. Zu laborbestätigten Infektionen gibt es jedoch allgemein zu wenig Daten (Gao et al., 2024).

    Im Vergleich zum Röteln- und Masern-Impfstoff zeigt sich beim Mumps-Impfstoff somit schon initial eine geringere Impfstoffeffektivität (Ferrari et al., 2024). Ausbrüche in Amerika und Europa können durch das stärkere primäre und sekundäre Impfversagen als bei anderen Impfstoffen nicht verhindert werden. Es wird immer wieder auch ein sehr großer Teil an geimpften Personen (insbesondere ältere Jugendliche und junge Erwachsene) in Ausbruchssituationen dokumentiert (Connell et al., 2020). Außerdem können auch geimpfte Personen diese Ausbrüche auslösen (Hukic et al., 2014; Donahue et al., 2020).

    • Epidemiologische Berechnungen haben suggeriert, dass eine Herdenimmunität bei einer Impfquote zwischen 79 und 100 % möglich wäre. Da jedoch häufiger Ausbrüche in Ländern wie den USA mit Impfquoten > 90 % festgestellt werden, in denen 10-99 % (aber eher am oberen Ende der Skala) der Betroffenen zweifach MMR-geimpft waren, gilt dieses Argument pro Impfung nicht mehr (Dayan, Quinlisk, et al., 2008; Albertson, 2016; Ramanathan et al., 2018).
    • Studien zu Ausbrüchen in Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass das Risiko der Infektion mit Mumps mit jedem Jahr nach der MMR-Impfung um 10-27 % ansteigt (Vandermeulen et al., 2004; Gu et al., 2017).
    • Beachtenswert ist jedoch, dass es häufiger zu asymptomatischen Infektionen bei geimpften (ca. 66 %) im Vergleich zu nicht-geimpften Personen (20-40 %) kommt, wahrscheinlich aber nicht seltener zu Komplikationen (s. folgende Ausführungen) (Gouma et al., 2014).

    Es gibt Studien, die zeigen, dass die Bevölkerungsimmunität heute bezüglich bestimmer Immunitätsparameter schlechter ist als noch vor der Einführung der Mumps-Impfstoffe. 

    • Die Immunität durch Infektion ist beständiger (sehr wahrscheinlich > 50 Jahre) und mit einem stärkeren Antikörper-Anstieg als die Impfung verbunden (Ferrari et al., 2024). Das liegt auch an der Zirkulation des Virus selbst, das in größtenteils ungeimpften Gesellschaften immer wieder für Auffrischungs-Kontakte gesorgt hat (Mourez & Dina, 2018). Der Impfschutz dagegen hat die Zirkulation verringert (sodass Auffrischungen seltener werden) und hält durchschnittlich in hoch geimpften Bevölkerungen 27 Jahre (95 % KI, 16-51) an (Lewnard & Grad, 2018).
    • Durch die Impfung gibt es zwar insgesamt weniger Fälle, aber dafür waren > 90 % der Bevölkerung vor dem kritischen Erwachsenenalter lebenslang vor Komplikationen geschützt (Mahallawi et al., 2021). Das schafft die Mumps-Impfung mindestens durch das sekundäre Impfversagen nicht.
    • Forscher sprechen davon, dass die durch Infektion induzierte Immunität mehr als doppelt so hoch wie die durch die Impfstoffe induzierte Immunität ist (Yang et al., 2020; Trevisan et al., 2021).
    • Durch das Impfversagen hat eine Altersverschiebung in Richtung junger Erwachsener stattgefunden, die eine höhere Anfälligkeit für schwere Verläufe aufweisen (Lewnard & Grad, 2018; Agarwal et al., 2024). Studien stellen gemischte Ergebnisse hinsichtlich der Häufigkeit von Komplikationen bei geimpften und ungeimpften Personen nach Mumps-Infektion fest – Komplikationen sind in manchen Ausbrüchen unter vollständig geimpften Personen sogar häufiger (Dayan, Quinlisk, et al., 2008; Hukic et al., 2014; Zamir et al., 2015; Donahue, 2017; Shepersky et al., 2021).
    • Insgesamt wird sogar eher davon ausgegangen, dass die Zahl der anfälligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen jährlich zunehmen wird, was das Ziel weltweiter Gesundheitsbehörden zur Eliminierung von Mumps stark infrage stellt (Vandermeulen et al., 2009).

    Insgesamt zeigen die Erfahrungen der letzten 3 Jahrzehnte mit dem Mumps-Impfstoff ein zunehmend ernüchterndes Bild hinsichtlich des Nutzens. Kein Wunder also, dass die Rufe nach einem neuen Impfstoff immer lauter werden.
     

    Nebenwirkungen

    Hinweis: Um die Tabelle vollständig anzuzeigen, scrollen Sie bitte mit Maus oder Touchpad nach rechts und links.

    ImpfstoffSehr häufig (>1/10)Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)Unbekannt / weitere mögliche Nebenwirkungen / Post-Marketing-Surveillance
    M-M-RVAXPRO®Fieber (38,5 °C oder höher), Erythem an der Injektionsstelle, Schmerz an der Injektionsstelle, Schwellung an der InjektionsstelleMorbilliformes Exanthem oder anderes Exanthem, Hämatom an der InjektionsstelleNasopharyngitis, Infektionen der oberen Atemwege oder virale Infekte, Weinen, Rhinorrhoe, Durchfall oder Erbrechen, Urtikaria, Exanthem an der Injektionsstelle Aseptische Meningitis, atypische Masern, Epididymitis, Orchitis, Otitis media, Parotitis, Rhinitis, subakute sklerosierende Panenzephalitis, regionale Lymphadenopathie, Thrombozytopenie, anaphylaktoide Reaktionen, Anaphylaxie und assoziierte Symptome wie angioneurotisches Ödem, Gesichtsödem und periphere Ödeme, Reizbarkeit, Afebrile Krämpfe oder Anfälle, Ataxie, Schwindel, Enzephalitis, Enzephalopathie, Fieberkrämpfe (bei Kindern), Guillain-Barré-Syndrom, Kopfschmerzen, Masern-Einschlusskörperchen-Enzephalitis (MIBE), Augenmuskellähmungen, Optikusneuritis, Parästhesien, Polyneuritis, Polyneuropathie, Retrobulbärneuritis, Synkopen, Konjunktivitis, Retinitis, retrocochleäre Taubheit, Bronchospasmus, Husten, Pneumonie, Pneumonitis, Halsschmerzen, Übelkeit, Panniculitis, Pruritus, Purpura, Verhärtung der Haut, Stevens-Johnson-Syndrom, Arthritis und/oder Arthralgien (in der Regel vorübergehend und selten chronisch), Myalgien, Brennen und/oder Stechen von kurzer Dauer an der Injektionsstelle, Unwohlsein, Papillitis, periphere Ödeme, Schwellung, Schmerzhaftigkeit, Bläschen an der Injektionsstelle, Quaddeln und Entzündungen an der Injektionsstelle, Vaskulitis
    Priorix®Rötung an der Injektionsstelle, Fieber 38,5°C oder höher (rektal) oder 37,5°C oder höher (axillar/oral)Hautausschlag, Infektionen der oberen Atemwege, Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber >39,5°C (rektal) oder >39°C (axillar/oral)Lymphadenopathie, Konjunktivitis, Bronchitis, Husten, Parotisvergrößerung, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Mittelohrentzündung, Nervosität, ungewöhnliches Schreien, SchlaflosigkeitFieberkrämpfe, allergische ReaktionenThrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura, transverse Myelitis, Guillain-Barré-Syndrom, periphere Neuritis, Enzephalitis, Erythema exsudativum multiforme, Arthralgie, Arthritis, Meningitis, Kawasaki-Syndrom, anaphylaktische Reaktionen
    Priorix-Tetra®Schmerzen und Rötung an der Injektionsstelle, Fieber (rektal: ≥ 38°C bis ≤ 39,5°C; axillar/oral: ≥ 37,5°C bis ≤ 39°C)Reizbarkeit, Hautausschlag, Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber (rektal: > 39,5°C; axillar/oral: > 39°C)Infektion der oberen Atemwege, Lymphadenopathie, Appetitlosigkeit, Schreien, Unruhe, Schlaflosigkeit, Schnupfen, Parotisvergrößerung, Durchfall, Erbrechen, Lethargie, Unwohlsein, MüdigkeitMittelohrentzündung, Fieberkrämpfe, Husten, Bronchitis, Leukozytose, LymphadenopathieMeningitis, Herpes Zoster*, Masern-ähnliches Syndrom, Mumps-ähnliches Syndrom (einschließlich Orchitis, Epididymitis und Parotitis), Thrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura, allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen, Enzephalitis, Zerebellitis, Schlaganfall, GuillainBarré-Syndrom, transverse Myelitis, periphere Neuritis, Zerebellitis-ähnliche Symptome (einschließlich vorübergehende Gangstörungen und vorübergehende Ataxie), Vaskulitis, Erythema exsudativum multiforme, Windpockenähnlicher Hautausschlag, Arthralgie, Arthritis, Lymphadenitis, Thrombozytopenie
    ProQuad®Fieber, Erythem oder Schmerz/ Druckschmerz/ Schmerzhaftigkeit an der InjektionsstelleReizbarkeit, Diarrhoe, Erbrechen, Masernartiger Ausschlag, Ausschlag, windpockenartiger Ausschlag, Ekchymose oder Schwellung an der Injektionsstelle, Ausschlag an der InjektionsstelleOhreninfektion, Gastroenteritis, Otitis media, Pharyngitis, Virusinfektion, viraler Hautausschlag, verminderter Appetit, Weinen, Schlafstörung, Fieberkrampf*, Somnolenz, Husten, Atemwegkongestion, Rhinorrhoe, Dermatitis (einschließlich Kontaktdermatitis und atopischer Dermatitis), rötelnartiger Ausschlag, Urtikaria, Erythem, Asthenie, Ermüdung, Blutung an der Injektionsstelle, Verhärtung an der Injektionsstelle, Raumforderung an der Injektionsstelle, UnwohlseinCellulitis, Atemwegsinfektion, Hautinfektion, Tonsillitis, Windpocken, virale Konjunktivitis, Leukozytose, Lymphadenopathie, Überempfindlichkeit, Dehydratation, Apathie, Anhänglichkeit, Unruhe, Ataxie, Krampfanfall, Kopfschmerzen, Hyperkinesie, Hypersomnie, Lethargie, Tremor, Konjunktivitis, Augenfluss, Blepharitis, Augenreizung, Schwellung des Auges, okuläre Hyperämie, verstärkte Tränensekretion, Augenbeschwerden, Ohrenschmerzen, Flush, Blässe, Erkrankung eines Sinus, Niesen, Giemen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Stomatitis, kalter Schweiß, exfoliative Dermatitis, Medikamentenausschlag, Henoch-Schönlein-Purpura, papulöser Ausschlag, Pruritus, Hautverfärbung, Hautläsion, zosterartiger Ausschlag, Schmerz im Arm, Muskuloskelettale Steifigkeit, Grippeähnliche Erkrankung, Exfoliation an der Injektionsstelle, Verfärbung an der Injektionsstelle, Jucken an der Injektionsstelle, Reaktion an der Injektionsstelle, Narbenbildung an der Injektionsstelle, Hyperthermie, Schmerz, Gewichtsverlust, Kontusion, eingeschränkte Alltagsaktivitätenaseptische Meningitis, Enzephalitis, Epididymitis, Herpes Zoster, Infektion, Masern, Orchitis, Parotitis, anaphylaktoide/anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Gesichtsödem, peripheres Ödem, Bell-Parese, apoplektischer Insult, Schwindelgefühl, Enzephalopathie, Guillain-Barré-Syndrom, Masern-Einschlusskörperchen-Enzephalitis (MIBE) Augenmuskellähmungen, Parästhesie, Polyneuropathie, subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), Synkope, Myelitis Transversa, Augenlidödem, Optikusneuritis, Retinitis, retrobulbäre Neuritis, Schallempfindungsschwerhörigkeit, Extravasat, Bronchospasmus, Bronchitis, Pneumonitis, Pneumonie, Rhinitis, Sinusitis, Schmerzen im Oropharynx, Abdominalschmerz, Hämatochezie, Erythema multiforme, Panniculitis, Purpura, Hautinduration, Stevens-Johnson-Syndrom, Arthritis, Arthralgie, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Myalgie, Schwellung, Beschwerden an der Injektionsstelle (Schmerz, Ödem, Urtikaria, Hämatom, Induration, Raumforderungen, Bläschen), Entzündung, Papillitis

    Tabelle 4: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe gegen Mumps (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2009, 2019; European Medicines Agency, 2025b, 2025c)

    Weitere Studien zu Nebenwirkungen

    • Fallberichte lassen darauf schließen, dass eine Orchitis nicht nur nach Mumps-Infektion, sondern auch nach Mumps- bzw. MMR-Impfung möglich ist (Suzuki et al., 2002; Clifford et al., 2010; Kanda et al., 2014).
    • Zudem zeigen Fallberichte sowie eine Auswertung des amerikanischen Spontanmeldesystems (VAERS) die seltene Möglichkeit einer beidseitigen Taubheit auf, die auch mit Gleichgewichtsstörung verbunden sein kann (Kaga et al., 1998; Asatryan et al., 2008; Rikitake et al., 2018).
    • Wie die Röteln-Impfung kann auch die Mumps-Impfung (bzw. Mumps-Komponente im MMR-Impfstoff) sehr selten eine (milde) Enzephalitis auslösen (Hara et al., 2011; Takanashi et al., 2015). Ein systematisches Cochrane-Review findet dahingehend jedoch keinen Zusammenhang mit dem in Europa und Amerika in Impfstoffen verwendeten Jeryl-Lynn-Mumps-Stamm, allerdings auf Basis niedriger Vertrauenswürdigkeit in die Evidenz (Pietrantonj et al., 2021).
    • Gleiches gilt für den Zusammenhang zwischen MMR-Impfstoffen und aseptischer Meningitis und Enzephalopathie (niedrige Sicherheit der Evidenz) sowie Autismus-Spektrum-Störungen und entzündliche Darmerkrankungen (moderate Sicherheit der Evidenz). Ebenfalls keine Belege gibt es für einen Zusammenhang mit kognitiven Entwicklungsverzögerungen, Typ-1-Diabetes, Asthma, Dermatitis/Ekzemen, Heuschnupfen, Leukämie, Multipler Sklerose, Gangstörungen sowie bakteriellen oder viralen Infektionen. Einzig Hinweise zu einem Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und idiopathischer thrombozytopenischer Purpura (ITP) wurden in einer Häufigkeit von 1:20.000 gefunden. Das Risiko sei jedoch nach Impfung geringer als nach Infektion (Pietrantonj et al., 2021).
    • Vor der Aktualisierung des Cochrane Reviews von Pietrantonj et al. im Jahr 2021 war noch der Schlussfolgerung enthalten, dass „die Gestaltung und Berichterstattung von Sicherheitsergebnissen in MMR-Impfstoffstudien, sowohl vor als auch nach der Markteinführung, […] weitgehend unzureichend [sind]“ (Übersetzung des Verfassers) (Demicheli et al., 2012; Pietrantonj et al., 2021).
    • Da inzwischen standardmäßig Kombinationsimpfstoffe verabreicht werden, die mindestens auch eine Komponente gegen Masern und Mumps enthalten, gestaltet sich eine Differenzierung der Impfnebenwirkungen nach Komponente bzw. Impfstamm schwierig. Zu den häufigsten Nebenwirkungen nach MMR-Impfung, die in der Regel 2 bis 3 Tage anhalten, zählt der britische National Health Service einen fleckigen Ausschlag (ähnlich dem Masernausschlag), Unwohlsein, hohes Fieber etwa 7 bis 10 Tage nach Impfung, geschwollene Drüsen im Bereich der Wangen, des Halses und Kiefers sowie Gelenkschmerzen (ähnlich einer milden Form von Mumps) etwa 2 bis 3 Wochen nach Impfung (National Health Service, 2024).
    • Eine prospektive Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Teilnehmern (fast 3 Millionen Impfdosen) und 14-jährigem Follow-up aus Finnland (1982-1996) konnte eine Inzidenz schwerer kausaler Impfnebenwirkungen von 5,3 pro 100.000 MMR-Geimpfte oder 3,2 pro 100.000 MMR-Impfdosen berechnen (Patja et al., 2000).
       

    Non-spezifische Effekte

    • Seit Mitte bzw. Ende des 20. Jahrhunderts mehren sich Studien, die nahelegen, dass Impfungen non-spezifische Effekte (NSE) aufweisen. Zu NSE zählen etwa Einflüsse auf die Infektanfälligkeit (Suszeptibilität) gegenüber Erregern, gegen welche die Impfung nicht gerichtet ist, sowie generelle Auswirkungen auf die Mortalität. Insbesondere für Lebend-Impfstoffe wurden positive NSE beobachtet (für Totimpfstoffe wie DTP Gegenteiliges). Frühe Studien haben sich vor allem auf Länder mit niedrigem Einkommen bezogen, inzwischen gibt es aber gute Nachweise, dass NSE auch in Ländern mit hohen Einkommen existieren (Aaby et al., 2020).
    • Studien (primär in einkommensschwachen Ländern) konnten eine verbesserte allgemeine Überlebensrate von Kindern (All-Cause-Mortality) nach Masern-haltigen-Impfstoffen (MCV) bestätigen (Benn et al., 2023). Amerikanische (Bardenheier et al., 2017) und dänische Studien (Sørup et al., 2014)sowie Registerstudien in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden (Gehrt et al., 2025) fanden zudem eine niedrigere Rate an Hospitalisierungen wegen Infektionen aller Art bei MMR- bzw. mit Lebend-Impfstoffen geimpften Kindern (letztgenannte Studie berichtete bis zu 25 % niedrigere Hospitalisierungen wegen Infektionserkrankungen).
    • Auch geschlechtsspezifische NSE wurden beobachtet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schreibt in einem systematischen Review von 2016 zu den NSE: 

      „Der Erhalt eines Standard-MCV-Titers war mit einer Verringerung der Gesamtmortalität verbunden (relatives Risiko 0,74 (0,51 bis 1,07) aus vier klinischen Studien und 0,51 (0,42 bis 0,63) aus 18 Beobachtungsstudien mit hohem Verzerrungspotenzial); dieser Effekt schien bei Mädchen stärker zu sein als bei Jungen. […] Obwohl nur begrenzte klinische Studienergebnisse für BCG und MCV vorlagen, stimmten diese weitgehend mit den umfangreicheren Erkenntnissen aus Beobachtungsstudien überein. […] Auf der Grundlage der wenigen Studien, in denen versucht wurde, Masern-Todesfälle aus den Berechnungen herauszunehmen, scheint es unwahrscheinlich, dass sich die Auswirkungen der MCV auf die Gesamtsterblichkeit vollständig durch Masern-Todesfälle erklären lassen“ (Higgins et al., 2016).
       
    • In Bezug auf Mumps muss Folgendes beachtet werden: Die vorhandenen Studien haben entweder den MMR-Impfstoff als Ganzes oder Masern-Einzelimpfstoffe untersucht. Bisher ist jedoch weniger geklärt, welchen Einfluss die Röteln- und Mumps-Komponente im MMR-Impfstoff auf die Entstehung von NSE haben. Da auch zu MMR-Impfstoffen NSE festgestellt wurden, ist zumindest davon auszugehen, dass diese beiden Komponenten die Effekte nicht aufheben. Es bräuchte jedoch weitere Studien, die Mumps- und Röteln-Impfstoffe einzeln auf ihre NSE untersuchen oder zumindest Studien, die MMR-Impfstoffe direkt mit Masern-Einzelimpfstoffen vergleichen.
  • Die Empfehlungen

    Es gibt zwar eine Empfehlung von der STIKO zur Impfung gegen Mumps, ihr freiwilliger Charakter wird durch das Masernschutzgesetz und die aktuelle Verfügbarkeit von Impfstoffen jedoch hinfällig. In Deutschland gibt es derzeit keinen Einzelimpfstoff gegen Mumps, sondern nur Kombinationsimpfstoffe, in denen mindestens auch Komponenten gegen Röteln und Masern vorhanden sind. Da das Masernschutzgesetz eine Immunitätsnachweispflicht gegen Masern vorsieht, kommt es de facto auch zu einer Pflicht zur Impfung gegen Mumps und Röteln. Das Bundesverfassungsgericht hat die Klagen der Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI) gegen dieses Gesetz abgewiesen und explizit diesen Zwang zu Kombinationsimpfstoffen gebilligt. Der Unterschied zur Masern-Impfung besteht nur darin, dass die Immunität nicht durch Impfung oder Titer-Nachweis erbracht werden muss. Für weitere Informationen siehe hier und hier. Zur Vollständigkeit seien jedoch die Empfehlungen der STIKO genannt:

    • Die STIKO empfiehlt allen Kindern eine Mumps-Impfung mittels zwei Impfdosen der verfügbaren Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffe (MMR) im Alter von 11 und 15 Monaten.
    • Die Impfungen können bis zum Alter von 18 Jahren nachgeholt werden.
    • Außerdem sollen nach 1970 geborene Personen in medizinischen Einrichtungen, bei Tätigkeiten mit Kontakt zu potentiell infektiösem Material, in Einrichtungen der Pflege, in Gemeinschaftseinrichtungen, in Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylsuchenden, Ausreisepflichtigen, Geflüchteten und Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sowie Personen in Fach-, Berufs- und Hochschulen eine 2-malige MMR-Impfung erhalten.

    (Robert Koch-Institut, 2025a)
     

    Kritik an den STIKO-Empfehlungen

    Mumps ist ein Erreger, der eine außerordentlich harmlose Infektion bzw. Erkrankung im Kindesalter auslöst, für die eine exzellente Prognose besteht. Da fatale Verläufe absolute Einzelfälle sind (die Infektionssterblichkeit liegt bei 0,003-0,011 % oder 3 bis 11 von 100.000 Mumps-Infizierten), kann der Nutzen einer Impfung auf Bevölkerungsebene nur auf die Verringerung der Krankheitslast (Morbidität) abzielen. Dieses Ziel wird jedoch durch die Erkenntnisse der Impfstoffforschung zu Mumps in den letzten 3 Jahrzehnten (für Quellen s. Mumps: Die Impfung) infrage gestellt:

    • Das primäre und sekundäre Impfversagen der Mumps-Impfung ist wesentlich höher als bei anderen Impfungen (wie der zusammen mit der Mumps-Impfung verabreichten Röteln- und Masern-Impfung, MMR). Außerdem zirkulieren meist andere Genotypen des Wild-Virus als der Genotyp, der vom Impfstamm abgedeckt wird. Dadurch können regelmäßige Ausbrüche in Industrienationen nicht verhindert werden.
    • Eine Herdenimmunität hat sich auch in Ländern mit hoher Impfquote (>90 %) nicht erwiesen.
    • Durch die Impfung hat sich zwar die Inzidenz reduziert, das Erkrankungsalter hat sich allerdings vom in der Regel unkomplikativen Kindesalter in Richtung des häufiger komplikativen späten Jugendlichen- bis jungen Erwachsenenalters verschoben.
    • Dementsprechend werden in Ausbrüchen ähnliche bis höhere Komplikationsraten von zweifach-MMR geimpften im Vergleich zu ungeimpften Personen festgestellt.
    • Die natürliche Immunität ist wahrscheinlich besser (manche Forscher sprechen davon, dass sie doppelt so gut ist) in der Verhinderung einer erneuten Infektion bzw. Komplikation. Durch die mittels Impfung verhinderte Zirkulation des Wild-Virus (und somit Auffrischung) ist mit einer Zunahme der anfälligen Bevölkerungsgruppe (Jugendliche und junge Erwachsene) zu rechnen.

    Einerseits muss also die Impfstrategie der STIKO in Deutschland (aber auch in anderen Industrienationen) als Ganzes kritisch betrachtet werden. Die Impfung hat die eigentlich harmlose Infektion durch die Altersverschiebung allgemein seltener, aber häufiger gefährlich gemacht – das gilt für geimpfte wie ungeimpfte Personen. 

    Da der Mumps-Impfstoff keine Herdenimmunität bietet, sollte über die Verabreichung des Impfstoffes nach Abklärung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses in der individuellen Impfberatung (zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten) entschieden werden. Dafür ist ein wichtiger Baustein auch die Möglichkeit zur Nutzung von Einzel-Impfstoffen. Die STIKO sollte sich für eine solche Verfügbarkeit einsetzen. Der staatliche Zwang zu MMR-Kombinationsimpfstoffen ist für die Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. im Sinne der informierten Einwilligung nicht hinnehmbar.

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Stand: 21. Nov. 2025
Nächste Aktualisierung: 1. Okt. 2026
Erstveröffentlichung: 18. Okt. 2022

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