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Röteln
In welche beiden Arten der Infektion wird Röteln unterschieden und für wen ist eine Infektion am gefährlichsten? Wie hat sich die epidemiologische Situation durch die Einführung der Impfung und Impfempfehlung verändert? Ist eine Herdenimmunität bzw. Eliminierung mit den vorhandenen Impfstoffen möglich? Wie lange hält die Dauer des Impfschutzes an? Mit welchen Nebenwirkungen ist in welcher Häufigkeit nach der Impfung zu rechnen? Und lässt sich die STIKO-Impfempfehlung nachvollziehen?
Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie im nachfolgenden Fachbeitrag.
Vorbemerkung
Die folgenden Ausführungen dienen der Information und ersetzen keinesfalls das ärztliche Beratungsgespräch. Hier werden Fakten präsentiert, die Eltern wie auch Ärztinnen und Ärzten in einem Aufklärungsgespräch helfen können. Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI) übernimmt keine Garantie für Vollständigkeit, hat die hier verfügbaren Inhalte jedoch nach bestem Wissen und Gewissen am aktuellen Fach- und Sachstand zusammengetragen. Über die wissenschaftliche Arbeit des Vereins erfahren Sie hier mehr. Der Fachbeitrag wird jährlich aktualisiert. Das dargelegte Wissen entspricht dem Kenntnisstand zum angegebenen Veröffentlichungs- bzw. Aktualisierungsdatum. Der Fachbeitrag findet sich unterhalb der Zusammenfassung („Auf einen Blick“) über die aufklappbaren grünen +-Elemente („Akkordeons“).
Auf einen Blick:
Infektionsverlauf
Unterscheidung zwischen postnatalen Röteln (nach der Geburt) und konnatalen Röteln (vor der Geburt, auch kongenitales Rötelnsyndrom), wobei postnatale Röteln in aller Regel nur mit unspezifischen Symptomen und dem typischen harmlosen Ausschlag einhergehen und konnatale Röteln sehr häufig zu schweren körperlichen Defekten bzw. Anomalien führen
Epidemiologie
Vor Einführung der Impfung Ähnlichkeiten zur Masern-Epidemiologie (saisonale Schwankungen, epidemische Peaks alle paar Jahre), durch die Impfung kann die endemische Transmission unterbrochen werden (wird als „Eliminierung“ bezeichnet), in Deutschland (ebenso wie in vielen anderen Ländern) gelten Röteln als eliminiert (seit 2017 < 20 Fälle pro Jahr in DE)
Mortalität
Datenlage sehr limitiert aufgrund unzureichender Überwachung in vielen Ländern, eine Studie nennt eine Häufigkeit von 1 Todesfall pro 60.000 postnatale Röteln-Fälle (0,00167 %), eine andere ermittelte dahingehend eine Fallsterblichkeit von 0 %, bei konnatalen Röteln hingegen 15-33 % je nach Quelle (ECDC, RKI, CDC)
Schutzwirkung der Impfung
In den Zulassungsstudien nur auf Immunogenität getestet, aber die gemessenen IgG-Antikörper gelten als zuverlässiger Marker für die Immunität, die meisten anderen Studien überprüfen ebenfalls die Serokonversion, nach 35 Jahren sind 35 % der geimpften wieder seronegativ, die Datenlage zur klinischen Wirksamkeit ist begrenzt
Impfstrategie
Herdenimmunität durch Unterbrechung der endemischen Transmission möglich (Impfquote > 80 %), auch wenn Studien zur klinischen Wirksamkeit fehlen, zeigt die veränderte epidemiologische Lage (weltweit haben 81 Länder 2019 den Röteln-Eliminierungsstatus erreicht, Deutschland 2020) den Erfolg der Impfung an
Mögliche Adjuvantien
Keine
STIKO-Empfehlung
Es gilt dasselbe wie bei Mumps – zwei Impfdosen mit dem MMR-Impfstoff sind im Alter von 11 und 15 Monaten empfohlen, de facto kommt es durch die Masern-Immunitätsnachweispflicht und gebilligt durch das Bundesverfassungsgericht aber zur Impfpflicht gegen Mumps aufgrund fehlender Einzelimpfstoffe
Kritik an der STIKO-Empfehlung
Aus Sicht der Bevölkerungsgesundheit ist die Impfempfehlung nachvollziehbar, denn über die Herdenimmunität können konnatale Röteln besser vermieden werden, darüber hinaus ergibt sich jedoch kein wirklicher Vorteil durch die Impfung, da postnatale Röteln für gesunde Menschen absolut harmlos sind und die Impfung in seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen auslösen können
Fachbeitrag
Erreger
- Wie bei Mumps und Masern auch, handelt es sich beim Erreger von Röteln um ein behülltes, einzelsträngiges RNA-Virus. Dieser gehört jedoch demgegenüber zur Virus-Familie der Togaviren. Die Gestalt ist kugelartig und die Größe wird mit 40-80 nm angegeben.
- Das Röteln-Virus gilt als genetisch stabil und weist dementsprechend nur einen Serotyp auf. Es gibt jedoch, wie beim Mumps-Virus auch, 12 von der WHO anerkannte Genotypen (1B-1J und 2A-2C), wobei 1E und 2B eine weltweite Verbreitung aufweisen, 1D, 1F, 1I und 2A gelten hingegen als wahrscheinlich ausgestorben, da seit nahezu 20 Jahren kein solcher Fall mehr gemeldet wurde. Anders als beim Mumps-Virus führt die genetische Variation des Röteln-Virus nicht zu antigenetischen Unterschieden. Das bedeutet: Die Genotypen spielen keine große Rolle für die Epidemiologie und das Immunsystem und beeinträchtigen daher auch nicht den Nutzen vorhandener Impfstoffe (Best et al., 1992; Kadjo et al., 2018; European Centre for Disease Prevention and Control, 2023).
- Menschen sind das einzige Reservoir für das Röteln-Virus (European Centre for Disease Prevention and Control, 2023).
- Das Röteln-Virus weist eine eingeschränkte Stabilität in der Umwelt durch Empfindlichkeit gegenüber Hitze (>56 °C), ultraviolettem Licht und extremen pH-Werten (pH < 6,8 oder > 8,1) auf (Camejo Leonor et al., 2025).

Abbildung 1: Röteln-Virus-Elektronenmikroskopie des Robert Koch-Instituts, Ultradünnschnitt, Primärvergrößerung x 30.000 (Robert Koch-Institut, 2014a)
Infektionsmodus
- Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 14-18 Tage (je nach Quelle) mit einer Spanne von 12 bis 23 Tagen (World Health Organization, 2012; Gupta et al., 2020; Camejo Leonor et al., 2025).
- Die Transmission bzw. infektiöse Phase beginnt 7-8 Tage vor dem Beginn des Hautausschlages und endet etwa 7-8 Tage nach diesem. Das höchste Ansteckungsrisiko besteht durch Personen mit Symptomen bzw. Hautausschlag (Centers for Disease Control and Prevention, 2024a; Shukla & Maraqa, 2025).
- Eine durchgemachte Infektion schützt lebenslang davor, sich mit Röteln zu reinfizieren (Committee to Review the Adverse Consequences of Pertussis and Rubella Vaccines et al., 1991; Lambert et al., 2015; Thompson, 2016). Das liegt daran, dass die Röteln-spezifischen Antikörper (IgG), die durch eine Infektion hervorgerufen werden, stabil bleiben und einen relativ verlässlichen Surrogatparameter darstellen (Thayyil et al., 2016). In Einzelfällen ist eine Reinfektion trotz hoher Antikörper bei gesunden Personen möglich und dokumentiert (Morgan-Capner et al., 1984), das Risiko für eine Reinfektion ist aber nach der Impfung etwas höher (Sahoo et al., 2021).
Asymptomatische Fälle:
- Die klinische Diagnose von Röteln bei ungeimpften Personen kann schwierig sein. Bei einem Anteil von bis zu 50 % der Infektionen werden asymptomatische Verläufe festgestellt. Werden auch die subklinischen Fälle hinzugezählt, die nur unspezifische Symptome aufweisen, ist der Großteil der Fälle unscheinbar. Somit muss häufiger als bei anderen Infektionserkrankungen auf eine Laborbestätigung zurückgegriffen werden (Vauloup-Fellous & Grangeot-Keros, 2007). Damit einher geht jedoch das Risiko falsch-positiver Ergebnisse z. B. durch kreuzreagierendes IgM (infolge einer Infektion mit anderen Viren als Röteln), das Vorhandensein von Rheumafaktoren sowie persistierendes IgM nach einer Infektion oder Impfung (Isaac et al., 2017; Zahradeen et al., 2023).
- Auch das Robert Koch-Institut (RKI), das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gehen alle von bis zu 50 % asymptomatischen Fällen bei ungeimpften Personen aus – die CDC zählen hierzu jedoch auch schon die subklinischen Fälle, denn sie gehen von dem Auftreten des Rötelnausschlages bei 50-80 % der Infektionen aus (European Centre for Disease Prevention and Control, 2016; Robert Koch-Institut, 2021; Centers for Disease Control and Prevention, 2025b).
- Studien aus Afrika kommen auf höhere Seroprävalenzen bei ungeimpften Schwangeren, die bisher keine dokumentierte Erkrankung durchgemacht haben, was einen noch höheren Anteil an asymptomatischen oder subklinischen Fällen vermuten lässt – darunter Nigeria (68-69 %), die Demokratische Republik Kongo (59 %), Sudan (65 %), Äthiopien (89 %), Senegal (90 %), Namibia (85 %), Burkina Faso (95 %) und Simbabwe (92 %) (Zahradeen et al., 2023). Aber auch hier muss das Risiko falsch-positiver Ergebnisse berücksichtigt werden.
Übertragung:
- Es muss zwischen zwei Arten der Erregertransmission (Übertragung von genetischem Material) unterschieden werden: der horizontalen und der vertikalen.
- Die horizontale Übertragung findet zwischen Menschen unabhängig vom Alter oder den Umständen innerhalb der Gesellschaft statt. Bei Röteln wird von einer Übertragung per Tröpfchen und direktem Kontakt ausgegangen (Winter & Moss, 2022). Die Kontagiosität liegt niedriger als beispielsweise bei Windpocken oder Masern (Parkman, 1996). Eine Studie über einen Röteln-Ausbruch in Spanien ermittelte eine sekundäre Befallsrate im Haushalt von 9,1 % (Lemos et al., 2004).
- Die vertikale Übertragung, die bei Erregern generell seltener als die horizontale Übertragung vorkommt, findet zwischen Müttern und ihrem Nachwuchs während der Schwangerschaft, der Geburt oder des Stillens statt. Vertikal meint somit entlang der Abstammungslinie. Im Falle der diaplazentar übertragenen Röteln-Infektion einer Schwangeren auf den Fötus kann dies zu schweren Komplikationen (dem kongenitalen Rötelnsyndrom, CRS) führen.
- Laut Weltgesundheitsorganisation und den CDC hat eine Frau, die früh während der Schwangerschaft (erstes Trimester) mit Röteln infiziert wird, ein 90%iges Risiko, das Virus an den Fötus weiterzugeben und CRS auszulösen (Centers for Disease Control and Prevention, 2024b; World Health Organization, 2024a). Eine indische Studie konnte demgegenüber ein 55,6%iges Risiko für die Weitergabe einer Infektion (ohne Feststellung des Zeitpunktes der Transmission) feststellen (Chakravarti & Jain, 2006). Autoren einer Modellierungsstudie zur Berechnung der weltweiten Krankheitslast durch das kongenitale Rötelnsyndrom (CRS) nahmen hingegen eine Häufigkeit von 65 % der Kinder an, deren Mütter sich während des ersten Trimesters infiziert haben (Vynnycky et al., 2016). Insgesamt gibt es nur sehr limitierte Daten zur Häufigkeit der vertikalen Übertragung.
Infektionsverlauf
Beim Infektionsverlauf von Röteln muss zwischen den postnatalen Röteln und den konnatalen Röteln (auch kongenitales Rötelnsyndrom, Rötelnembryofetopathie, Rötelnembryopathie oder Gregg-Syndrom genannt, abgekürzt CRS) unterschieden werden. Konnatale Röteln treten bereits während der Schwangerschaft beim Fötus auf, während postnatale Röteln nach der Geburt beim Säugling oder Kind auftreten. Bei den postnatalen Röteln, die den Großteil aller Infektionen ausmachen, kommt es in der Regel zu einem unkomplikativen Verlauf. Bei den konnatalen Röteln (im weiteren Verlauf als kongenitales Rötelnsyndrom oder CRS bezeichnet) ist das Gegenteil der Fall, weswegen es unter Komplikationen näher beschrieben wird.
- Ein symptomatischer Verlauf der postnatalen Röteln bei Kindern beginnt mit unspezifischen Symptomen wie leichtem Fieber, Kopfschmerzen, leichter Bindehautentzündung (Rötung oder Schwellung der weißen Lederhaut des Auges), allgemeinem Unwohlsein, geschwollenen und vergrößerten Lymphknoten, Husten oder Schnupfen. Erwachsene haben eher weniger unspezifische Symptome, darunter leichtes Fieber, Halsschmerzen, seltener auch Kopfschmerzen, Bindehautentzündung oder Unwohlsein (Centers for Disease Control and Prevention, 2025a).
- 1-5 Tage später kommt es bei Kindern wie Erwachsenen zum typischen und milden Ausschlag, der als erstes im Gesicht auftritt und sich dann auf den Rest des Körpers ausbreitet (Centers for Disease Control and Prevention, 2025a).
- Die Länge des Ausschlags beträgt durchschnittlich etwa 3 Tage, weshalb Röteln im englischsprachigen Raum auch als 3-day-measles („3-Tage-Masern“) bezeichnet werden (Frey, 1994).
Komplikationen
Kinder und Erwachsene haben generell ein sehr geringes Komplikationsrisiko.
- Als häufigste Komplikationen werden vorübergehende Gelenkprobleme wie Polyarthralgie und Arthritis genannt. Dies betrifft aber vor allem erwachsene Frauen. Studien zeigen eine Häufigkeit von Arthritis bei über 50 % der Frauen, die einen Röteln-Ausschlag entwickelt haben – wobei auch Frauen, die geimpft wurden, (kausal!) Gelenksymptome entwickelten, aber weniger häufig (8-40 %) und wahrscheinlich kürzer und weniger schwer (Tingle et al., 1986; Howson et al., 1991; Bosma et al., 1998).
- Weitere seltene Komplikationen sind thrombozytopenische Purpura mit etwa 1 von 3.000 Röteln-Fällen (0,03 %) und postinfektiöse Enzephalopathie mit 1 von 8.000 Röteln-Fällen (0,0125 %) (Frey, 1994).
Beim kongenitalen Rötelnsyndrom (CRS) sind Komplikationen dagegen sehr häufig. Die teratogenen Auswirkungen sind somit die primäre Ursache für die Entstehung von Morbidität und Mortalität durch Röteln.
- CRS ist im Grunde genommen ein Sammelbegriff für meist schwere körperliche Defekte bzw. Anomalien, die beim Fötus durch die Übertragung der Röteln-Infektion von der Mutter ausgelöst werden (World Health Organization, 2012).
- Besonders häufig führen Röteln-Infektionen im ersten Trimester (bis zur 12.-13. SSW) zu CRS (Kaushik et al., 2018). In der 13.-16. Schwangerschaftswoche (SSW) sinkt das Risiko deutlich. Sollte die Infektion jedoch vor der 20. SSW auftreten, ist es notwendig, zwei Mal im Monat nach Anzeichen für CRS per Ultraschall zu suchen. Ab der 20. SSW gibt es – abgesehen von absoluten Ausnahmen – kein Risiko mehr für Anomalien beim Fötus (Yazigi et al., 2017; Robert Koch-Institut, 2021).
- Ein Review hat die Häufigkeit von postnatalen Anomalien bei in der Literatur beschriebenen CRS-Fällen von Kindern seit 1990 (n=1.109) ausgewertet (Yazigi et al., 2017):
Fachbereich Anomalien Anzahl Ophthalmologische Anomalien (n=633) Katarakt 234/633 (37%) Mikrophthalmie 41/633 (6,5 %) Retinopathie 25/633 (4 %) Chorioretinitis 178/633 (28 %) Glaukom 25/633 (4 %) Kardiologische Anomalien (n=427, aber nur n=290 wurden genauer beschrieben) Lungenarterienstenose 81/290 (28 %) Septumdefekt 69/290 (23 %) Fallot-Tetralogie 5/290 (2 %) Aortenklappenstenose 3/290 (1 %) Aortenisthmusstenose 2/290 (< 1 %) Transposition der großen Gefäße 1/290 (< 1 %) Ebstein-Anomalie 1/290 (< 1 %) Pulmonalarterienstenose 1/290 (< 1 %) Anomalien des Gehirns (n=126) Mikrozephalie 97/126 (78,5 %) Hydrozephalus 9/126 (7,5 %) Zerebrale Verkalkungen 6/126 (4,7 %) Anenzephalie 2/126 (1,6 %) Agenesie des Kleinhirnwurms 1/126 (< 1 %) Corpus-callosum-Hypoplasie 1/126 (< 1 %) Hydranenzephalie 1/126 (< 1 %) Urogenitale Anomalien (n=40) Vesikorenaler Reflux 3/40 (7,5 %) Nierenagenesie 2/40 (5 %) Hydronephrose 1/40 (2,5 %) Hypospadie 1/40 (2,5 %) Hodenektopie 18/40 (45 %) Leistenbruch 9/40 (22,5 %) Hydrozele 3/40 (7,5 %) Andere Anomalien (n=372) Geringes Geburtsgewicht 174/1.109 (9 %) Gehörverlust 375/1.109 (19 %) Hepatosplenomegalie 55 Purpura 46 Thrombozytopenie 45 Anomalien der Röhrenknochen 10 Mikrognathie 6 Syndaktylie 4 Nabelvenenerweiterung 1 Duodenalstenose 1 Mekoniumperitonitis 1 Gaumenspalte 1 Hiatushernie 1 Tabelle 1: Häufigkeiten von postnatalen Anomalien bei insgesamt 1.109 Kindern mit dem kongenitalen Rötelnsyndrom (CRS) laut Yazigi et al. (2017)
- CRS kann auch zu Fehlgeburt oder Spontanabort führen (Robert Koch-Institut, 2021). Für weitere Informationen zur Sterblichkeit s. Abschnitt Prognose.
Abbildung 2: Flussdiagramm zur Darstellung des Infektionsverlaufes einer Röteln-Infektion, eigene Darstellung. Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.
Pathogenese
Röteln-Infektion:
- Die Replikation erfolgt mittels Endozytose in den Zellen des Nasen-Rachen-Raums (Nasopharynx) und verbreitet sich von dort auf das regionale Lymphgewebe und die oberen Atemwege.
- Daraufhin folgt die Virämie, die mit der Ausbreitung des Röteln-Virus über den Blutkreislauf auf mehrere Organe einhergeht.
- Der Ausschlag tritt 2-8 Tage nach Beginn der Virämie auf.
(Camejo Leonor et al., 2025)
Kongenitales Röteln-Syndrom (CRS):
Die Infektion erfolgt transplazentar während der Virämie der Mutter über die systemischen Organe des Fötus (Nguyen et al., 2014). Die Pathogenese des CRS ist noch nicht vollständig geklärt (Bouthry et al., 2014). Verschiedene Mechanismen tragen dazu bei (multifaktorielle Pathogenese), darunter (Camejo Leonor et al., 2025):
- epitheliale Nekrose der Chorionzotten,
- Apoptose infizierter Zellen aufgrund direkter Virusschädigung,
- Hemmung der Mitose durch gestörte intrazelluläre Aktin-Assemblierung,
- eingeschränkte Entwicklung von Vorläuferzellen (Progenitorzellen),
- erhöhte Zytokin- und Interferonaktivität sowie
- Gefäßschäden, die zu Organischämie führen.
Prävention
- Die Meldepflicht besteht seit 2013 nach Infektionsschutzgesetz (IfSG).
- Nach §6 Abs. 1 Nr. 1 IfSG muss dem Gesundheitsamt unverzüglich der Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der Tod an Röteln (einschließlich des konnatalen Rötelnsyndroms), außerdem nach §7 Abs. 1 IfSG der direkte oder indirekte Nachweis des Röteln-Virus namentlich gemeldet werden.
- Nach §34 Abs. 6 sind Leiterinnen und Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen ebenfalls zu diesen Meldungen verpflichtet.
- Unter stationären Bedingungen gelten dieselben Regeln wie z. B. bei Mumps und Windpocken: Erkrankte, stationäre Patienten sollen für die Dauer von 9 Tagen isoliert werden und bei Betreten des Isolierzimmers soll Schutzkleidung (Kittel, Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz) getragen werden (Robert Koch-Institut, 2021).
- Wie z. B. bei Mumps und Windpocken auch gilt für Gemeinschaftseinrichtungen, dass alle ungeimpften Personen, die an Röteln erkrankt sind oder bei denen ein solcher Verdacht besteht, keinen Zutritt mehr erhalten sollen – die Wiederzulassung kann nach Abklingen der klinischen Symptome (frühestens 5 Tage nach Symptombeginn) bzw. bis zum Ausschluss der Weiterverbreitung des Virus erfolgen (Robert Koch-Institut, 2021).
- Röteln sind laut RKI „moderat infektiös“, jedoch sind asymptomatische Fälle häufig. Daher soll der Impfstatus von Kontaktpersonen überprüft werden. Fehlende Impfungen sollen nachgeholt werden. Kontaktpersonen in Gemeinschaftseinrichtungen gelten ohne Nachweis einer Impfung oder Labornachweis einer Immunität als ansteckungsverdächtig. Das RKI geht davon aus, dass der Ausschluss von symptomatisch erkrankten Personen und ungeschützten Kontaktpersonen aus Gemeinschaftseinrichtungen nicht ausreicht, um Infektionsketten zu unterbrechen. Insbesondere Schwangere sollen Einrichtungen fernbleiben, bis keine Übertragungsgefahr mehr besteht (Robert Koch-Institut, 2021).
- Eine postexpositionelle Impfung von Kontaktpersonen im Umfeld des Patienten kann die Röteln-Erkrankung nicht sicher verhindern. Die Nachholimpfungen dienen somit der Unterbrechung von Infektionsketten (Robert Koch-Institut, 2021).
- Das Robert Koch-Institut führt eine Liste mit Desinfektionsmitteln, die nachgewiesen wirksam gegen bestimmte Krankheitserreger (wie Röteln) sind. Diese Liste soll angewandt werden (Robert Koch-Institut, 2021).
Prognose
- Zur Fallsterblichkeit (CFR) und Infektionssterblichkeit (IFR) durch Röteln gibt es nur sehr limitierte Daten in der generellen Bevölkerung. Selbst zur Mortalität durch das kongenitale Röteln-Syndrom (CRS) gibt es laut einer Harvard-Studie von 2017 nur sehr wenig Daten (Simons et al., 2016). Das liegt auch daran, dass es in vielen Teilen der Welt keine oder eine nur sehr limitierte Überwachung von CRS gibt (Ou et al., 2024). Darum wird häufig auf Modellierungen zurückgegriffen (Cutts & Vynnycky, 1999; Vynnycky et al., 2016).
- Ein Review von 1994 mit Verweis auf unpublizierte Daten des Centers for Disease Prevention and Control nennt eine sehr niedrige Häufigkeit von 1 Todesfall pro 60.000 Röteln-Fälle (0,00167 %), wobei nicht klar ist, ob die häufig asymptomatischen bzw. subklinischen Fälle hier schon eingerechnet sind (Frey, 1994).
- Eine Studie anhand von 2.500 männlichen Rekruten im Ausbildungszentrum für Flieger der indischen Luftwaffe konnte eine Fallsterblichkeit von 0 % in dieser ungeimpften Bevölkerung feststellen (Gupta et al., 2020). Außer bei Föten dürfte die Infektion eine exzellente Prognose mit extrem niedriger Fall- bzw. Infektionssterblichkeit aufweisen.
- Die Prognose des kongenitalen Rötelnsydroms (CRS) ist komplex und hängt von verschiedenen Faktoren (Schweregrad der klinischen Manifestationen bei der Geburt, Ausmaß der Organschäden und dem Zugang zu spezialisierten medizinischen Faktoren) ab. Die meisten betroffenen Neugeborenen weisen mehrere Anomalien auf, darunter angeborene Herzfehler und Lungenkomplikationen wie pulmonale Hypertonie, die zur frühen Mortalität beitragen. Es wird daher von einer hohen Neugeborenensterblichkeit ausgegangen (De Melo et al., 2025).
- Laut den amerikanischen CDC sterben 33 % der Neugeborenen vor dem ersten Geburtstag (Centers for Disease Control and Prevention, 2024b). Laut European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) kommt es in 20 % der CRS-Fälle zum Tod, laut RKI in 15-20 % der Fälle (Robert Koch-Institut, 2021; European Centre for Disease Prevention and Control, 2025c).
- Zu ähnlichen Ergebnissen wie das ECDC kommt auch eine ältere australische Studie (19,23 %). Klar ist also, dass die Mortalität zu Beginn des Lebens am höchsten ist. Bei denjenigen Kindern, die diese initiale kritische Phase überleben, treten zwar sehr häufig Folgeerscheinungen auf (s. Komplikationen), aber die Mortalität ist deutlich niedriger. Die genannte australische Studie führte ein 50-jähriges Follow-up bei solchen Patienten mit geringerer Krankheitsschwere durch und stellte dabei eine Mortalitätsrate von 6 % fest (KI 95 %, 1,24-17,57 %) (McIntosh & Menser, 1992).
Risikofaktoren
Als Risikofaktoren für eine Infektion gelten (Camejo Leonor et al., 2025):
- Negativer Impfstatus
- Reisen in endemische Gebiete
- Kontakt mit infizierten Individuen
- Immundefizienz
Therapie
- Es gibt keine spezifische Behandlung für eine Röteln-Infektion – diese wird in aller Regel auch nicht benötigt, da die Erkrankung von alleine ausheilt (Chan et al., 2016; Takeshita et al., 2021).
- Die Behandlung des kongenitalen Rötelnsyndroms (CRS) ist komplex und abhängig von den verursachten Anomalien. Grundsätzlich gibt es keine Heilung für das Syndrom (Shukla & Maraqa, 2025). Häufig wird eine dauerhafte medizinische Versorgung benötigt, um die Mortalität zu reduzieren und die gesundheitliche Entwicklung zu verbessern (Camejo Leonor et al., 2025).
Epidemiologie
- Vor der Einführung der Impfstoffe ähnelte die Epidemiologie der Röteln denen der Masern. Einerseits gab es saisonale Schwankungen, andererseits gab es Epidemie-Peaks, die sich mit Zeiten niedrigerer Inzidenzen abwechselten. Speziell bei Röteln gab es alle 3-4 Jahre kleinere Epidemien und alle 6-9 Jahre größere Epidemien (World Health Organization, 2012).
Weltweit:
- 4 von 1000 (0,4 %) lebend geborenen Babys vor Einführung der Impfung wurden mit dem kongenitalen Rötelnsyndrom (CRS) diagnostiziert (Terracciano et al., 2020).
- Nach wie vor verursachen Röteln-Infektionen 2-3 % aller kongenitalen Anomalien weltweit und zählen damit zu den Hauptursachen dieser Erkrankungen (Pitchaikani et al., 2025).
- Da die weltweite Überwachung von Röteln und CRS sehr limitiert ist, haben Forscher unter Beteiligung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) versucht, über eine Modellrechnung die weltweite Belastung zu schätzen. Laut den Ergebnissen dieser Studie gab es 2010 weltweit 105.000 CRS-Fälle (95% KI, 54.000-158.000), während es 1996 noch 119.000 CRS-Fälle (95% KI, 72.000-169.000) gegeben hatte. Dies entspricht einer Reduktion von 14.000 Fällen (11,8 %). Wahrscheinlich ist dieses Ergebnis auf Impfkampagnen in Südamerika zurückzuführen – der Großteil der geschätzten Inzidenz begründet sich durch Länder in Afrika und Asien mit geringer Durchimpfungsquote. Da es sich bei der Studie um eine Modellrechnung handelt, muss berücksichtigt werden, dass die Inzidenz unter der Annahme anderer Faktoren (wie z. B. der Impfstoffwirksamkeit und der Häufigkeit der Röteln-Übertragung von der Mutter auf das Kind) ein stark abweichendes Ergebnis bedeuten kann (Vynnycky et al., 2016).
Europa:
- Die Zahl der Röteln-Fälle in der europäischen WHO-Region sank zwischen 2000 und 2009 von 620.000 auf 11.000 gemeldete Fälle. Der überwiegende Anteil der Fälle trat in der Ukraine und Rumänien auf (Matysiak-Klose, 2013).
- 2017 haben 11 EU/EEA-Länder insgesamt 696 Röteln-Fälle gemeldet. 17 EU/EEA-Länder haben 2017 keine Fälle verzeichnet. Polen machte 71 % aller gemeldeten Fälle 2017 aus, aber nur 1 % der 469 gemeldeten Fälle war laborbestätigt. An zweiter Stelle war Deutschland mit 73 Fällen (European Centre for Disease Prevention and Control, 2018).
- 2016 waren es noch 1.264 Röteln-Fälle gewesen, 2015 noch 2.161 (European Centre for Disease Prevention and Control, 2018).
- Inzwischen werden nicht nur geringere Melderaten berichtet (s. Abbildung 3 und 4). Nach der Regionalen Verifizierungskommission für die Eliminierung von Masern und Röteln (RVC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben auch mehr Länder den Status der Eliminierung der endemischen Transmission erreicht. Dafür sind u. a. konstante Impfquoten von über 95 % notwendig und Häufigkeiten von CRS <1 Fall pro 100.000 Lebendgeborenen notwendig. 2016 waren es 33 europäische Staaten (zu dem Zeitpunkt in Deutschland endemisch), 2023 mit 50 Staaten 17 mehr – darunter auch Deutschland (Matysiak-Klose, 2013; World Health Organization, 2017, 2024b).

Abbildung 3: Melderate von Röteln pro Million Einwohner nach Land in Europa (EU/EEA) im Jahr 2017 (European Centre for Disease Prevention and Control, 2018).

Abbildung 4: Melderate von Röteln pro Million Einwohner nach Land in Europa im Jahr 2023 (European Centre for Disease Prevention and Control, 2024b).
Deutschland:
- Deutschland wurde erst im Jahr 2020 durch die Regionale Verifizierungskommission der Status der Röteln-Eliminierung zugesprochen (World Health Organization, 2019).
- Durch die Kombination an hohen Impfquoten, die bereits erworbene Immunität bei älteren Personen und dem häufig unspezifischen Krankheitsbild werden nur noch selten Röteln-Fälle an das Robert Koch-Institut gemeldet – 2019 waren es insgesamt 149, von denen aber nur 18 (12 %) die Referenzdefinition erfüllten (Robert Koch-Institut, 2021).
Kategorie 2018
2018
2019
2019
Anzahl
Anteil
Anzahl
Anteil
nur klinisch (A) 42
26 %
40
27 %
klinisch-epidemiologisch (B) 0
0 %
3
2 %
klinisch-labordiagnostisch (C) 16
10 %
15
10 %
labordiagnostisch bei nicht erfülltem klinischen Bild (D) 56
34 %
42
28 %
labordiagnostisch bei unbekanntem klinischen Bild (E) 50
30 %
49
33 %
Alle 164
100 %
149
100 %
Referenzdefinition (B+C) 16
10 %
18
12 %
Tabelle 2: Übermittelte Röteln-Fälle nach Kategorie der Falldefinition in Deutschland in den Jahren 2018 und 2019 (Robert Koch-Institut, 2019).
Abbildung 5: Konnatale und postnatale Röteln-Fälle in Deutschland von 2013 bis 2024 nach IfSG-Meldepflicht laut SurvStat@RKI2.0 (Robert Koch-Institut, 2025b). Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.
Zugelassene Impfstoffe
- Derzeit stehen vier Impfstoffe zur Verfügung, die eine Komponente gegen Röteln enthalten, davon zwei mit und zwei ohne Windpocken-Komponente (s. Tabelle 2). Es gibt keinen Einzelimpfstoff gegen Röteln.
- Da es sich bei der Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) um einen Lebend-attenuierten Impfstoff handelt, werden keine Adjuvantien als Wirkverstärker benötigt.
- Zur Geschichte der Impfung: Erstmals wurde die Röteln-Impfung in der BRD 1976 für jugendliche Mädchen (als Risikogruppen) eingeführt. 1980 wurde die Impfempfehlung mit einer Impfdosis des MMR-Impfstoffes für alle Kleinkinder im zweiten Lebensjahr eingeführt, jugendliche Mädchen sollten aber weiterhin unabhängig davon eine Röteln-Impfung erhalten. In der DDR war die Röteln-Impfung nicht allgemein erhältlich. Seit 1991 wird die MMR-Impfung (und damit auch Röteln) für ganz Deutschland durch die STIKO empfohlen – ergänzt wurde diese Empfehlung durch eine zweite MMR-Impfdosis, die alle Kinder im Alter von 5 Jahren erhalten sollten. Erst 2004 wurde diese zweite Impfdosis auf das zweite Lebensjahr vorverlegt (Poethko-Müller & Mankertz, 2012; Friedrich et al., 2021).
Impfstoffname Komponenten Zugelassen ab (Alter) Inhaltsstoffe M-M-RVAXPRO® Masern, Mumps, Röteln 12 Monaten Eine Dosis (0,5 ml) enthält nach Rekonstitution: Masern-Virus Stamm Enders’ Edmonston (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 12,5 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Lungenfibroblasten WI-38); sonstige Bestandteile: Pulver – Sorbitol (E 420), Natriumphosphat (NaH2PO4/Na2HPO4), Kaliumphosphat (KH2PO4/K2HPO4), Sucrose, hydrolysierte Gelatine, Medium 199 mit Hanks’ Salzen, Minimum Essential Medium / Eagle (MEM), Natriumglutamat, Neomycin, Phenolrot, Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), Salzsäure (HCl, zur PH-Einstellung), Natriumhydroxid (NaOH, zur PH-Einstellung); Lösungsmittel – Wasser für Injektionszwecke Priorix® Masern, Mumps, Röteln 9 Monaten Eine Dosis (0,5 ml) enthält: Masern-Virus Stamm Schwarz (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus Stamm RIT 4385 abgeleitet vom Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 103,7 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen) Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5); sonstige Bestandteile:Aminosäuren, Lactose (wasserfrei), Mannitol, Neomycinsulfat, Sorbitol, Phenolrot, Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumsulfat, Calciumchlorid, Kaliumhydrogenphosphat, Dinatriumhydrogenphosphat, Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke Priorix-Tetra® Masern, Mumps, Röteln, Windpocken 11 Monaten Eine Dosis (0,5 ml) enthält nach Rekonstitution: Masern-Virus Stamm Schwarz (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus Stamm RIT 4385 abgeleitet vom Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 104,4 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen) Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5), Varicella-Viren Stamm OKA (lebend, attenuiert, mind. 103,7 PBE – Plaque-bildende Einheiten, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5); sonstige Bestandteile: 14 mg Sorbitol, Aminosäuren, Lactose (wasserfrei), Mannitol, Sorbitol, Medium 199, Wasser für Injektionszwecke ProQuad® Masern, Mumps, Röteln, Windpocken 12 Monaten Eine Dosis (0,5 ml) enthält nach Rekonstitution: Masern-Virus Stamm Schwarz (lebend, attenuiert, mind. 1 x 103 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen), Mumps-Virus Stamm RIT 4385 abgeleitet vom Stamm Jeryl-Lynn (Level B, lebend, attenuiert, mind. 104,3 ZKID50, gezüchtet in Hühnerembryozellen) Röteln-Virus Stamm Wistar RA 27/3 (lebend, attenuiert, mind. 103 ZKID50, gezüchtet in humanen diploiden Lungenfibroblasten WI-38), Varicella-Viren Stamm OKA (lebend, attenuiert, mind. 103,99 PBE – Plaque-bildende Einheiten, gezüchtet in humanen diploiden Zellen MRC-5); sonstige Bestandteile: Saccharose, Hydrolysierte Gelatine, Natriumchlorid, 16 mg Sorbitol (E 420), Natriumglutamat, Natriumphosphat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumphosphat, Kaliumchlorid, Medium 199 mit Hanks' Salzen, Minimum Essential Medium, Eagle (MEM), Neomycin, Phenolrot, Salzsäure (zur pH-Einstellung), Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung), Harnstoff, rekombinantes Humanalbumin (Spuren), Wasser für Injektionszwecke Tabelle 2: In Deutschland zugelassene Kombinationsimpfstoffe, die eine Komponente gegen Röteln enthalten, und ihre Inhaltsstoffe (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2009, 2019; European Medicines Agency, 2025b, 2025c)
Zulassungsstudien:
Es gibt keinen klinischen Wirksamkeitsnachweis für die vorhandenen MMR(V)-Impfstoffe hinsichtlich der Verhinderung von Masern-, Mumps- oder Röteln-Erkrankungen, Hospitalisierungen oder Todesfällen. Die Zulassungsstudien haben lediglich die Immunogenität gegen Röteln nachgewiesen. Der Schwellenwert für das mittels ELISA gemessene Korrelat an Immunität unterschied sich je nach Impfstoff.
- M-M-RVAXPRO®: Es wurden einerseits vergleichende Studien durchgeführt (eine erste Studie mit 1.279 Personen, die eine ähnliche Immunogenität von M-M-RVAXPRO® und einer früheren Formulierung des MMR-Impfstoffs von MSD aufzeigt und eine zweite Studie, die auf ein ähnliches Immunogenitätsprofil je nach intramuskulärer oder subkutaner Anwendung schließen lässt). Außerdem wird in der Fachinformation eine Studie angegeben, in der 1.620 gesunde Personen im Alter von 9-12 Monaten in drei verschiedenen Impfschemata (Impfung im Alter von 9 und 12 Monaten, 11 und 14 Monaten sowie 12 und 15 Monaten) mit einem ähnlichen Impfstoff, dem tetravalenten Impfstoff von MSD (ProQuad®), der anders als M-M-RVAXPRO® noch eine Windpocken-Komponente enthält, geimpft wurden. Abhängig vom Impfschema wurden Antikörperkonzentrationen von ≥ 10 I.E./ml bei 97,3 %, 98,7 % bzw. 97,8 % der Probanden 6 Wochen nach der 1. Impfdosis und bei 99,4 %, 99,4 % bzw. 99,6 % nach der 2. Impfdosis erreicht. Wie lange die Antikörper gebildet werden (Antikörperpersistenz), darüber werden in der Fachinformation keine Angaben gemacht (European Medicines Agency, 2025a).
- Priorix®: Es wird über klinische Studien bei Kindern im Alter von über 12 Monaten und bei Kindern im Alter von 9 bis 10 Monaten berichtet. Bei 100 % der ursprünglich seronegativen Kinder über 12 Monaten wurden nach der ersten Impfung Antikörper gemessen. Diese spezifischen Antikörper waren auch nach 2 Jahren noch bei 100 % der Probanden nachweisbar. Bei Kindern im Alter von 9 bis 10 Monaten wird über eine klinische Studie mit 300 gesunden Säuglingen berichtet. 147 Kinder erhielten Priorix® gleichzeitig mit dem Windpocken-Einzelimpfstoff Varilrix®. Hier betrugen die Serokonversionsraten für Röteln nach der ersten und zweiten Impfung, die im Abstand von 3 Monaten durchgeführt wurden, jeweils 100 %. Weitere und genauere Angaben, z. B. zu den geometrischen Mittelwerten der Titer (GMT) oder zur Antikörperpersistenz über 5 und 10 Jahre sind der Fachinformation nicht zu entnehmen (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2022).
- Priorix-Tetra®: Ungefähr 2.000 zuvor ungeimpfte Kinder im Alter von 11 bis 23 Monaten wurden in drei klinischen Studien (insgesamt fünf europäische Länder: Österreich, Finnland, Deutschland, Griechenland, Polen) auf die Serokonversionsraten (ELISA 4 I. E./ml) nach der Verabreichung von zwei Dosen Priorix-Tetra® untersucht. Bei 99,7 % (nach der ersten Impfung) bzw. 99,9 % (nach der zweiten Impfung) der Kinder wurden ausreichende Antikörperwerte festgestellt. Die geometrischen Mittelwerte der Titer (GMC/GMT) lagen bei 62,2 bzw. 119,7. Des Weiteren wurden Kinder im Alter von 24 Monaten bis 6 Jahren in 2 klinischen Studien auf die Serokonversionsrate untersucht, entweder durch einen MMR-Impfstoff separat oder zusammen mit dem Windpocken-Einzelimpfstoff (Varilrix®). 100 % der Probanden entwickelten ausreichende Antikörperwerte. Keine klinischen Studien wurden zu Kindern im Alter von über 6 Jahren durchgeführt – laut Fachinformation wird die Immunogenität bei dieser Bevölkerungsgruppe „extrapoliert“ (vorhergesagt). Die Antikörperpersistenz wurde in einer klinischen Studie mit 2.489 Kindern im Alter von 12 bis 22 Monaten geprüft. Nach 2, 6 und 10 Jahren lagen die Serokonversionsraten (ELISA 4 I. E./ml) bei 100 %, 99,8 % und 97,7 % (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2019).
- ProQuad®: s. M-M-RVAXPRO® – außerdem wird in der Fachinformation eine klinische Studie mit 6.987 Probanden genannt, die eine Serokonversionsrate gegen Röteln von 98,8 % ermittelt hat (European Medicines Agency, 2025c).
Impfquote
- Die weltweite durchschnittliche Impfquote betrug 2020 etwa 70 % (Winter & Moss, 2022).
- 10 EU/EEA-Staaten haben 2024 Impfraten (1 Impfdosis) von > 95 % gemeldet (European Centre for Disease Prevention and Control, 2025b). 2023 waren es noch 15 EU/EEA-Staaten gewesen (European Centre for Disease Prevention and Control, 2025a). Die durchschnittlichen Impfquoten in Europa und Zentralasien liegen 2024 bei 91 % (World Health Organization, 2025).
- Die Impfquoten gegen Röteln in Deutschland haben sich von 1998 bis 2020 laut Schuleingangsuntersuchungen (4-7-jährige Kinder) konstant gesteigert. 2020 lag die Impfquote der Erstimpfung bei 97,2 %, die der Zweitimpfung bei 93,2 % (Robert Koch-Institut, 2024a).
- Das Masernschutzgesetz, das in Deutschland durch das Fehlen von Einzelimpfstoffen auch zu einer Mumps- und Röteln-Impfpflicht für Kinder führt, hat wahrscheinlich mit dafür gesorgt, dass die Impfquoten zu Masern, Mumps und Röteln im Zuge der COVID-19-Pandemie nicht gesunken sind (DAK, 2022). Die COVID-19-Pandemie hatte aber auch generell eher einen leichten bzw. temporären Einfluss auf die Inanspruchnahme von Routineuntersuchungen und Impfungen bei Kindern in Deutschland (Schmid-Küpke et al., 2021; Lindinger et al., 2023).
- Auf europäischer Ebene ist ein leichter Rückgang der Impfquoten während der Pandemiejahre zu verzeichnen (World Health Organization, 2025).

Abbildung 6: Impfquote (eine Impfdosis) gegen Röteln in Europa 2022 (European Centre for Disease Prevention and Control, 2024a).
Effektivität und Impfstrategie
Auch wenn aus den Zulassungsstudien kein klinischer Wirksamkeitsnachweis hervorgeht, so wird der Nachweis von IgG-Antikörpern nach Impfung theoretisch als zuverlässiger Marker für den Schutz vor einer Röteln-Infektion angesehen.
- 1985 legte der Unterausschuss für Röteln des National Committee on Clinical Laboratory Standards (NCCLS) in den USA einen Wert von >15 IU/ml für Röteln-IgG-Antikörper als Indikator für Immunität fest. Da weitere epidemiologische Studien aufzeigten, dass auch Personen mit niedrigeren Antikörper-Titern einen guten Schutz aufweisen, wurde 1992 der Grenzwert auf 10 IU/ml gesenkt. Seitdem wurde der Grenzwert nicht mehr angepasst (Charlton et al., 2016).
- Obwohl in Bevölkerungen mit universeller Röteln-Impfung im Kindesalter sinkende IgG-Antikörper-Spiegel beobachtet wurden (wahrscheinlich aufgrund der geringeren Zirkulation des Wild-Virus), folgten keine Ausbrüche oder höhere Fallzahlen (Charlton et al., 2016).
- Dies wird einerseits darauf zurückgeführt, dass auch eine geringe Anzahl an IgG-Antikörpern nach Impfung wirksam gegen Infektion und Erkrankung schützt (z. B. über eine sich mit der Zeit aufbauende hohe Avidität der Antikörper, darüber kann auch die Seropositivität durch Impfung und Infektion unterschieden werden) (Hedman et al., 1989; Hedman & Rousseau, 1989; Nedeljkovic et al., 2001).
- Andererseits trägt nicht nur die humorale, sondern auch die zellvermittelte Immunantwort zum Schutz bei. Deshalb wird vermutet, dass die Immunität in bestimmten Populationen eher unterschätzt wird (Charlton et al., 2016).
- Auch wenn IgG-Antikörper-Spiegel von > 2 IU/ml bereits als schützend in der Literatur vorgeschlagen werden, so gilt dennoch, dass die Messung von neutralisierenden Antikörpern genauer ist. Alle derzeit verfügbaren kommerziellen Tests messen jedoch nur die IgG-Antikörper > 10 IU/ml (Charlton et al., 2016; Dimech et al., 2016).
- Ein großes und in Studien immer wieder festgestelltes Problem ist jedoch die Diskrepanz zwischen den verfügbaren kommerziellen Tests (Essays) aufgrund fehlender Standardisierung (bezüglich der verwendeten Antigene, dem Konjugat und dem Testformat). So können durchaus unterschiedliche bzw. widersprüchliche Ergebnisse zwischen den Tests die Folge sein (Dimech et al., 2016).
- Das Robert Koch-Institut gibt ebenfalls an, dass ein Röteln-IgG-Befund von 10 bis 15 IU/ml international als schützend angesehen wird, hält dieses Vorgehen aufgrund der fehlenden Standardisierung und der nicht erfassten zellulären Immunität jedoch wie Dimech et al. für wenig belastbar. Darum sei laut Mutterschutzverordnung zur Feststellung der Immunität die Kontrolle des Impfausweises notwendig (Robert Koch-Institut, 2014b).
Die meisten weiteren Studien haben die Serokonversionsrate nach der Röteln-Impfung untersucht und nur selten wurde die klinische Wirksamkeit untersucht.
- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht in ihrem Positionspapier von 2020 von einer hohen Effektivität von > 95 % bei einer Impfdosis ab dem Alter von 9 Monaten aus (World Health Organization, 2020).
- Das einzige Cochrane-Review zur Impfstoffeffektivität der Röteln-Komponente im MMR-Impfstoff inkludierte nur eine einzige Studie (eine Beobachtungsstudie) mit moderater Vertrauenswürdigkeit, die jedoch aus China stammt und somit einen anderen Impfstamm betrifft (Pietrantonj et al., 2021).
- Ein systematisches Review mit Meta-Analyse, das 36 Studien (32 RCTs und 4 Beobachtungsstudien) zur Immunogenität des Röteln-Impfstoffes mit dem Impfstamm Wistar RA 27/3 (auch in Deutschland verwendet) und 15 Studien (5 RCTs und 9 Beobachtungsstudien) zur Schutzdauer inkludiert hat, zeigt eine Serokonversionsrate von 99 % schon nach einer Impfdosis und eine Seropositivität von 88 bis 100 % nach 1 bis 20 Jahren für 1 oder 2 Impfdosen auf.
- Eine ältere Fall-Kontroll-Studie anhand eines Röteln-Ausbruchs bei Studenten an einer Universität in Los Angeles (USA) ergab eine relative Impfstoffeffektivität von 97 % (95 % KI, 82 bis 100 %) (Strassburg et al., 1985).
- Eine Längsschnitt-Kohortenstudie, die retrospektiv Daten von 44.145 ungeimpften und 33.839 einfach MMR-geimpften Kindern analysiert hat (im Zeitraum 1990 bis 2009, eingeschrieben bei Medicaid in den USA), ergab dagegen eine niedrigere unbereinigte relative Impfstoffeffektivität von 80,7 % (95 % KI, 73,7 bis 85,8 %) bei einer Nachbeobachtung von 10 Jahren. Nach Adjustierung lag die Impfstoffeffektivität bei nur 78,6 % (95 % KI, 70,8 bis 84,3 %) (Geier & Geier, 2022).
- Zu ähnlichen Ergebnissen kommt ein systematisches Review mit Meta-Analyse. Die Serokonversionsrate für Röteln betrug zwar 98,3 % unmittelbar nach Impfung, aber der geschätzte Anteil der seronegativen Personen aufgrund der schwindenden Immunität (IgG-Antikörper) lag nach 35 Jahren bei 35 %. Die Autoren folgern, dass Röteln wahrscheinlich besser als Mumps oder Masern kontrolliert werden können aufgrund der Kombination aus geringerer Übertragbarkeit und hoher Serokonversionsrate, primäres und sekundäres Impfversagen der MMR-Impfstoffe jedoch ein reales Problem darstellen (Schenk et al., 2021). Außerdem muss, wie bereits zuvor ausgeführt, beachtet werden, dass nicht nur die humorale Immunität, sondern auch die zelluläre Immunität bei der Röteln-Immunität eine Rolle spielt.
Auch wenn wenig Daten zur klinischen Wirksamkeit vorhanden sind, so muss dennoch betont werden, dass in Industrieländern eine hohe Impfquote (> 80 %) zur Eliminierung von Röteln (definiert als Unterbrechung der endemischen Transmission) führt und die Immunogenität als guter Marker für die Effektivität bekannt ist.
Das Ziel der Röteln-Eliminierung wird von der WHO vorgegeben und von ihren Mitgliedstaaten verfolgt. Dafür gibt es nationale Verifizierungskommissionen in den Mitgliedstaaten (in Deutschland das National Verification Committee for Measles and Rubella elimination in Germany), die an die WHO berichten.
- Bis Ende 2019 haben 81 Länder weltweit Röteln eliminiert (World Health Organization, 2020).
- 2020 ist Deutschland zu dieser Liste hinzugekommen (World Health Organization, 2019).
- Die europäische Region der WHO hatte eine Eliminierung bis 2015 angestrebt, 2019 waren jedoch noch 21 % (11 von 53 Ländern) endemisch (World Health Organization, 2020).
Da durch die Röteln-Impfung bzw. eine hohe Impfquote von deutlich > 80 % die endemische Transmission (im Gegensatz zum Beispiel zur Mumps-Impfung) unterbrochen werden kann, ist eine Herdenimmunität im Sinne des indirekten Schutzes vulnerabler und ungeimpfter Personen möglich (World Health Organization, 2020; Otani et al., 2023; Graf et al., 2024; Popova et al., 2025).
Nebenwirkungen
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Impfstoff Sehr häufig (>1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Unbekannt / weitere mögliche Nebenwirkungen / Post-Marketing-Surveillance M-M-RVAXPRO® Fieber (38,5 °C oder höher), Erythem an der Injektionsstelle, Schmerz an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle Morbilliformes Exanthem oder anderes Exanthem, Hämatom an der Injektionsstelle Nasopharyngitis, Infektionen der oberen Atemwege oder virale Infekte, Weinen, Rhinorrhoe, Durchfall oder Erbrechen, Urtikaria, Exanthem an der Injektionsstelle aaseptische Meningitis, atypische Masern, Epididymitis, Orchitis, Otitis media, Parotitis, Rhinitis, subakute sklerosierende Panenzephalitis, regionale Lymphadenopathie, Thrombozytopenie, anaphylaktoide Reaktionen, Anaphylaxie und assoziierte Symptome wie angioneurotisches Ödem, Gesichtsödem und periphere Ödeme, Reizbarkeit, Afebrile Krämpfe oder Anfälle, Ataxie, Schwindel, Enzephalitis, Enzephalopathie, Fieberkrämpfe (bei Kindern), Guillain-Barré-Syndrom, Kopfschmerzen, Masern-Einschlusskörperchen-Enzephalitis (MIBE), Augenmuskellähmungen, Optikusneuritis, Parästhesien, Polyneuritis, Polyneuropathie, Retrobulbärneuritis, Synkopen, Konjunktivitis, Retinitis, Retrocochleäre Taubheit, Bronchospasmus, Husten, Pneumonie, Pneumonitis, Halsschmerzen, Übelkeit, Panniculitis, Pruritus, Purpura, Verhärtung der Haut, Stevens-Johnson-Syndrom, Arthritis und/oder Arthralgien (in der Regel vorübergehend und selten chronisch), Myalgien, Brennen und/oder Stechen von kurzer Dauer an der Injektionsstelle, Unwohlsein, Papillitis, periphere Ödeme, Schwellung, Schmerzhaftigkeit, Bläschen an der Injektionsstelle, Quaddeln und Entzündungen an der Injektionsstelle, Vaskulitis Priorix® Rötung an der Injektionsstelle, Fieber 38,5°C oder höher (rektal) oder 37,5°C oder höher (axillar/oral) Hautausschlag, Infektionen der oberen Atemwege, Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber >39,5°C (rektal) oder >39°C (axillar/oral) Lymphadenopathie, Konjunktivitis, Bronchitis, Husten, Parotisvergrößerung, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Mittelohrentzündung, Nervosität, ungewöhnliches Schreien, Schlaflosigkeit Fieberkrämpfe, allergische Reaktionen Thrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura, transverse Myelitis, Guillain-Barré-Syndrom, periphere Neuritis, Enzephalitis, Erythema exsudativum multiforme, Arthralgie, Arthritis, Meningitis, Kawasaki-Syndrom, Anaphylaktische Reaktionen Priorix-Tetra® Schmerzen und Rötung an der Injektionsstelle, Fieber (rektal: ≥ 38°C bis ≤ 39,5°C; axillar/oral: ≥ 37,5°C bis ≤ 39°C) Reizbarkeit, Hautausschlag, Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber (rektal: > 39,5°C; axillar/oral: > 39°C) Infektion der oberen Atemwege, Lymphadenopathie, Appetitlosigkeit, Schreien, Unruhe, Schlaflosigkeit, Schnupfen, Parotisvergrößerung, Durchfall, Erbrechen, Lethargie, Unwohlsein, Müdigkeit Mittelohrentzündung, Fieberkrämpfe, Husten, Bronchitis, Leukozytose, Lymphadenopathie Meningitis, Herpes Zoster*, Masern-ähnliches Syndrom, Mumps-ähnliches Syndrom (einschließlich Orchitis, Epididymitis und Parotitis), Thrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura, allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen, Enzephalitis, Zerebellitis, Schlaganfall, GuillainBarré-Syndrom, transverse Myelitis, periphere Neuritis, Zerebellitis-ähnliche Symptome (einschließlich vorübergehende Gangstörungen und vorübergehende Ataxie), Vaskulitis, Erythema exsudativum multiforme, windpockenähnlicher Hautausschlag, Arthralgie, Arthritis, Lymphadenitis, Thrombozytopenie ProQuad® Fieber, Erythem oder Schmerz/ Druckschmerz/ Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle Reizbarkeit, Diarrhoe, Erbrechen, masernartiger Ausschlag, Ausschlag, windpockenartiger Ausschlag, Ekchymose oder Schwellung an der Injektionsstelle, Ausschlag an der Injektionsstelle Ohreninfektion, Gastroenteritis, Otitis media, Pharyngitis, Virusinfektion, viraler Hautausschlag, verminderter Appetit, Weinen, Schlafstörung, Fieberkrampf*, Somnolenz, Husten, Atemwegkongestion, Rhinorrhoe, Dermatitis (einschließlich Kontaktdermatitis und atopischer Dermatitis), rötelnartiger Ausschlag, Urtikaria, Erythem, Asthenie, Ermüdung, Blutung an der Injektionsstelle, Verhärtung an der Injektionsstelle, Raumforderung an der Injektionsstelle, Unwohlsein Cellulitis, Atemwegsinfektion, Hautinfektion, Tonsillitis, Windpocken, virale Konjunktivitis, Leukozytose, Lymphadenopathie, Überempfindlichkeit, Dehydratation, Apathie, Anhänglichkeit, Unruhe, Ataxie, Krampfanfall, Kopfschmerzen, Hyperkinesie, Hypersomnie, Lethargie, Tremor, Konjunktivitis, Augenfluss, Blepharitis, Augenreizung, Schwellung des Auges, okuläre Hyperämie, verstärkte Tränensekretion, Augenbeschwerden, Ohrenschmerzen, Flush, Blässe, Erkrankung eines Sinus, Niesen, Giemen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Stomatitis, kalter Schweiß, exfoliative Dermatitis, Medikamentenausschlag, Henoch-Schönlein-Purpura, papulöser Ausschlag, Pruritus, Hautverfärbung, Hautläsion, zosterartiger Ausschlag, Schmerz im Arm, muskuloskelettale Steifigkeit, grippeähnliche Erkrankung, Exfoliation an der Injektionsstelle, Verfärbung an der Injektionsstelle, Jucken an der Injektionsstelle, Reaktion an der Injektionsstelle, Narbenbildung an der Injektionsstelle, Hyperthermie, Schmerz, Gewichtsverlust, Kontusion, eingeschränkte Alltagsaktivitäten aseptische Meningitis, Enzephalitis, Epididymitis, Herpes Zoster, Infektion, Masern, Orchitis, Parotitis, anaphylaktoide/anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Gesichtsödem, peripheres Ödem, Bell-Parese, apoplektischer Insult, Schwindelgefühl, Enzephalopathie, Guillain-Barré-Syndrom, Masern-Einschlusskörperchen-Enzephalitis (MIBE) Augenmuskellähmungen, Parästhesie, Polyneuropathie, subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), Synkope, Myelitis Transversa, Augenlidödem, Optikusneuritis, Retinitis, retrobulbäre Neuritis, Schallempfindungsschwerhörigkeit, Extravasat, Bronchospasmus, Bronchitis, Pneumonitis, Pneumonie, Rhinitis, Sinusitis, Schmerzen im Oropharynx, Abdominalschmerz, Hämatochezie, Erythema multiforme, Panniculitis, Purpura, Hautinduration, Stevens-Johnson-Syndrom, Arthritis, Arthralgie, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Myalgie, Schwellung, Beschwerden an der Injektionsstelle (Schmerz, Ödem, Urtikaria, Hämatom, Induration, Raumforderungen, Bläschen), Entzündung, Papillitis Tabelle 3: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe gegen Röteln (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2009, 2019; European Medicines Agency, 2025b, 2025c)
Weitere Studien zu Nebenwirkungen
- Wie unter Röteln: Die Erkrankung > Komplikationen aufgezeigt, ist eine primäre Nebenwirkung der Impfung (laut dem US-amerikanischen Institute of Medicine kausal) bei postpubertären Frauen die Entwicklung von Gelenkproblemen wie Polyarthralgie und Arthritis (akut wie chronisch). Diese treten aber kürzer, weniger schwer und seltener nach der Impfung (8-40 %) als nach der Infektion (> 50 %) auf. Bei Kindern sind Gelenkprobleme nach Impfung und Infektion selten (Tingle et al., 1986; Howson et al., 1991, 1992; Bosma et al., 1998).
- Ein Fallbericht zeigt die extrem seltene Möglichkeit der Entwicklung einer Röteln-Infektion durch die Impfung auf (Kamada & Kenzaka, 2021).
- Da inzwischen standardmäßig Kombinationsimpfstoffe verabreicht werden, die mindestens auch eine Komponente gegen Masern und Mumps enthalten, gestaltet sich eine Differenzierung der Impfnebenwirkungen nach Impfstamm schwierig. Zu diesem Ergebnis kommt auch ein systematisches Review der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Sicherheit von Impfstoffen mit einer Röteln-Komponente. So lässt sich laut den Autoren einzig auf einen Zusammenhang zwischen der Röteln-Komponene in MMR-Impfstoffen und Enzephalitis schließen (van den Boogaard et al., 2021).
- Zu den häufigsten Nebenwirkungen nach MMR-Impfung, die in der Regel 2 bis 3 Tage anhalten, zählt der britische National Health Service einen fleckigen Ausschlag (ähnlich dem Masernausschlag), Unwohlsein, hohes Fieber etwa 7 bis 10 Tage nach Impfung, geschwollene Drüsen im Bereich der Wangen, des Halses und Kiefers sowie Gelenkschmerzen (ähnlich einer milden Form von Mumps) etwa 2 bis 3 Wochen nach Impfung (National Health Service, 2024).
- Eine prospektive Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Teilnehmern (fast 3 Millionen Impfdosen) und 14-jährigem Follow-up aus Finnland (1982-1996) konnte eine Inzidenz schwerer kausaler Impfnebenwirkungen von 5,3 pro 100.000 MMR-Geimpfte oder 3,2 pro 100.000 MMR-Impfdosen berechnen (Patja et al., 2000).
Non-spezifische Effekte
- Seit Mitte/Ende des 20. Jahrhunderts wurden vermehrt Studien veröffentlicht, die non-spezifische Effekte (NSE) von Impfungen nachweisen. Zu NSE zählen beispielsweise Einflüsse auf die Infektanfälligkeit (Suszeptibilität) gegenüber Erregern, gegen welche die Impfung nicht gerichtet ist, sowie generelle Auswirkungen auf die Mortalität. Non-spezifisch meint somit nicht-erreger spezifisch. Insbesondere für Lebend-Impfstoffe wurden positive NSE beobachtet (für Tot-Impfstoffe wie DTP das Gegenteil, wobei das Timing von Bedeutung ist). Frühe Studien dazu haben sich vor allem auf Länder mit niedrigem Einkommen bezogen, inzwischen gibt es aber gute Nachweise, dass NSE auch in Ländern mit hohen Einkommen existieren (Aaby et al., 2020).
- Die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) ist ein Muster-Beispiel für die non-spezifischen Effekte. Studien (primär in einkommensschwachen Ländern) konnten eine verbesserte allgemeine Überlebensrate von Kindern (All-Cause-Mortality) nach masernhaltigen Impfstoffen (MCV) bestätigen (Benn et al., 2023). Amerikanische (Bardenheier et al., 2017) und dänische Studien (Sørup et al., 2014)sowie Registerstudien in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden (Gehrt et al., 2025) fanden zudem eine niedrigere Rate an Hospitalisierungen wegen Infektionen aller Art bei MMR- bzw. mit Lebend-Impfstoffen geimpften Kindern (letztgenannte Studie berichtete bis zu 25 % niedrigere Hospitalisierungen wegen Infektionserkrankungen).
- Auch geschlechtsspezifische non-spezifische Unterschiede in der Wirkung von Impfungen wurden beobachtet. Die WHO schreibt in einem systematischen Review von 2016 zu den NSE:
„Der Erhalt eines Standard-MCV-Titers war mit einer Verringerung der Gesamtmortalität verbunden (relatives Risiko 0,74 (0,51 bis 1,07) aus vier klinischen Studien und 0,51 (0,42 bis 0,63) aus 18 Beobachtungsstudien mit hohem Verzerrungspotenzial); dieser Effekt schien bei Mädchen stärker zu sein als bei Jungen. […] Obwohl nur begrenzte klinische Studienergebnisse für BCG und MCV vorlagen, stimmten diese weitgehend mit den umfangreicheren Erkenntnissen aus Beobachtungsstudien überein. […] Auf Grundlage der wenigen Studien, in denen versucht wurde, Masern-Todesfälle aus den Berechnungen herauszunehmen, scheint es unwahrscheinlich, dass sich die Auswirkungen der MCV auf die Gesamtsterblichkeit vollständig durch Masern-Todesfälle erklären lassen“ (Higgins et al., 2016).
- Da alle Studien entweder den MMR-Impfstoff als Ganzes oder Masern-Einzelimpfstoffe untersucht haben, ist bisher weniger geklärt, welchen Einfluss die Röteln- und Mumps-Komponente auf die NSE haben. Da auch zu MMR-Impfstoffen NSE festgestellt wurden, ist zumindest davon auszugehen, dass diese beiden Komponenten die Effekte nicht aufheben.
Die Empfehlungen
Bei der Röteln-Impfung gilt dasselbe wie bei der Mumps-Impfung: Es gibt zwar eine Empfehlung von der STIKO zur Impfung gegen Röteln, ihr freiwilliger Charakter wird durch das Masernschutzgesetz und die aktuelle Verfügbarkeit von Impfstoffen jedoch konterkariert. In Deutschland gibt es aktuell keinen Einzelimpfstoff gegen Röteln. Stattdessen sind nur Kombinationsimpfstoffe verfügbar, die mindestens auch die Komponenten gegen Röteln und Masern enthalten. Da das Masernschutzgesetz eine Immunitätsnachweispflicht gegen Masern vorsieht, kommt es de facto auch zu einer Pflicht zur Impfung gegen Mumps und Röteln. Das Bundesverfassungsgericht hat die Klagen der Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI) gegen dieses Gesetz abgewiesen und explizit diesen Zwang zu Kombinationsimpfstoffen gebilligt. Der Unterschied zur Masern-Impfung besteht nur darin, dass die Immunität nicht durch Impfung oder Titer-Nachweis erbracht werden muss. Für weitere Informationen siehe hier und hier. Der Vollständigkeit halber seien jedoch die Empfehlungen der STIKO genannt:
- Die STIKO empfiehlt Kindern allgemein eine Röteln-Impfung mittels zwei Impfstoffdosen der verfügbaren Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffe (MMR) im Alter von 11 und 15 Monaten.
- Die Impfungen können bis zum Alter von 18 Jahren nachgeholt werden. Speziell ungeimpfte Frauen im gebärfähigen Alter bzw. mit unklarem Impfstatus sollen für den Schutz gegen Röteln, aber auch im Erwachsenenalter zwei MMR-Impfungen erhalten bzw. wenn eine Impfung nachgewiesen ist, soll nur eine MMR-Impfung nachgeholt werden.
- Außerdem sollen nach 1970 geborene Personen in medizinischen Einrichtungen, bei Tätigkeiten mit Kontakt zu potentiell infektiösem Material, in Einrichtungen der Pflege, in Gemeinschaftseinrichtungen, in Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylsuchenden, Ausreisepflichtigen, Geflüchteten und Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sowie Personen in Fach-, Berufs- und Hochschulen eine 2-malige MMR-Impfung erhalten.
(Robert Koch-Institut, 2025a)
Kritik an den STIKO-Empfehlungen
- Die STIKO empfiehlt die Nutzung von Kombinations-Impfstoffen, um die Anzahl der Injektionen gering zu halten. Das ist aus Public-Health-Sicht nachvollziehbar, untergräbt jedoch die evidenzbasierte Medizin (im Sinne der Säule der Patientenpräferenz) und die Möglichkeit der freien Impfentscheidung (z. B. zur Verschiebung von Impfterminen). Insbesondere auch im Zuge des Masernschutzgesetzes, nach dem Eltern durch das Fehlen von Einzel-Impfstoffen automatisch auch zur Verabreichung einer Mumps- und Röteln-Impfung gedrängt werden.
- Die STIKO unterstützt das Ziel der WHO, Röteln zu eliminieren, und verfolgt dafür eine Impfquote von > 95 % bei Kindern (Robert Koch-Institut, 2024b). Auch hier ist eine Nachvollziehbarkeit im Sinne der Bevölkerungsgesundheit gegeben. Im Gegensatz dazu ergibt sich die Notwendigkeit für den Einzelnen nicht unbedingt. Röteln sind eine absolut harmlose Erkrankung (wahrscheinlich harmloser als Mumps oder Masern und vergleichbar mit Windpocken), die nur in der Schwangerschaft relevant zu Komplikationen für den Nachwuchs führt. Bei einem Impfstoff, der schon bei einer Dosis so effektiv ist (hinsichtlich der Immunogenität), ist zu hinterfragen, ob eine Impfung für Frauen im gebährfähigen Alter nicht vollkommen ausreichend ist. Dies hätte den Nachteil, dass die endemische Transmission nicht unterbrochen wäre, aber Risikogruppen wären geschützt. Der Vorteil wäre zudem, dass Personen, die kein Risiko für die Krankheit haben, nicht den sehr seltenen Komplikationen (und Todesfällen), die durch die Impfung bedingt werden, ausgesetzt würden.
- Berücksichtigt werden müssen jedoch auch die positiven non-spezifischen Effekte von Lebend-Impfstoffen sowie negativen non-spezifischen Effekte von Tot-Impfstoffen auf die Mortalität. Die STIKO sollte hier weitere Studien fordern (insbesondere auch hinsichtlich neuer Regelungen von Zulassungsstudien in der EU) und den Nutzen des Timings von Impfstoffen in ihren wissenschaftlichen Begründungen stärker fokussieren. Es gibt nämlich Hinweise darauf, dass es hinsichtlich der Kindersterblichkeit sinnvoller ist, erst Tot-Impfstoffe und anschließend Lebend-Impfstoffe zu verimpfen.
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Stand: 21. Nov. 2025
Nächste Aktualisierung: 15. Okt. 2026
Erstveröffentlichung: 18. Okt. 2022



