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Gürtelrose
(Herpes Zoster)
Welcher Erreger verursacht Gürtelrose bzw. Herpes Zoster? Welche Symptome treten bei einer Gürtelrose auf? Welche epidemiologische Bedeutung hat die Erkrankung? Wie effektiv ist die Impfung? Und wie lauten die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie im nachfolgenden Fachbeitrag.
Vorbemerkung:
Die folgenden Ausführungen dienen der Information und ersetzen keinesfalls das Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin. Hier werden Fakten präsentiert, die Eltern wie auch Ärztinnen und Ärzten in einem Aufklärungsgespräch helfen können. Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI) übernimmt keine Garantie für Vollständigkeit, hat die hier verfügbaren Inhalte jedoch nach bestem Wissen und Gewissen am aktuellen Fach- und Sachstand zusammengetragen. Über die wissenschaftliche Arbeit des Vereins erfahren Sie hier mehr. Der Fachbeitrag wird jährlich aktualisiert. Das dargelegte Wissen entspricht dem Kenntnisstand zum angegebenen Veröffentlichungsdatum. Der Fachbeitrag findet sich unterhalb der Zusammenfassung („Auf einen Blick“) über die aufklappbaren grünen +-Elemente („Akkordeons“).
Auf einen Blick:
Epidemiologie
Mehr als 300.000 Personen über 50 Jahren erkranken jährlich in Deutschland, Inzidenz von 390 bis 1180 pro 100.000 Über-65-Jährige
Todesfälle
Es gibt keine offiziellen Daten zu den ursächlichen Gürtelrose-Todesfällen in Deutschland
Studienlage
Nur drei Placebo-kontrollierte Studien, keine Post-Marketing RCTs, nur Beobachtungsstudien vorhanden, hohe Drop-Out-Rate bei Shingrix® (womöglich wegen Nebenwirkungen)
Mögliche Adjuvantien
AS01
STIKO-Empfehlung
Shingrix® als Standardimpfung für Über-60-Jährige mit zwei Impfdosen im Abstand von 2 bis 6 Monaten empfohlen
Kritik an der STIKO-Empfehlung
In anderen Ländern ist Zostavax wegen geringer und schnell nachlassender Wirksamkeit gar nicht mehr empfohlen; durch häufigeres Auftreten von Gürtelrose nach Windpocken-Impfung müssen beide Impfempfehlungen erneut evaluiert werden
Stand: 17. Feb. 2026
Fachbeitrag:
Erreger
- Bei Herpes Zoster (HZ) handelt es sich um eine Erkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV), ein humanes Herpesvirus (HHV3), hervorgerufen wird.
- Das Virus gehört zur Familie Orthoherpesviridae bzw. zur Gruppe der Herpes-Viren, ist etwa 150–200nm groß, umhüllt und enthält eine doppelsträngige DNA.
- VZV rufen zwei unterschiedliche klinische Krankheitsbilder hervor: Bei Erstkontakt (meist im Kindesalter) kommt es zur Ausbildung der Windpocken/Varizellen (s. entsprechender ÄFI-Fachbeitrag), bei Reaktivierung (vor allem im höheren Alter) zum Herpes Zoster (Gürtelrose).
- Abhängig von der Umgebung können VZV einige Tage überleben und infektiös bleiben (Robert Koch-Institut, 2017a).

Abbildung 1: Varizella-Zoster-Virus / Human Herpes Virus-3 (HHV-3), Elektronenmikroskopie mit 160.000-facher Vergrößerung (Robert Koch-Institut, 2023).
Infektionsmodus
- Varizella-Zoster-Viren werden sowohl aerogen (in der wissenschaftlichen Literatur wird sowohl von Tröpfchen als auch von Aerosolen gesprochen) als auch durch direkten Kontakt (Schmierinfektionen) mittels Exsudat aus Bläschen übertragen (Ayoade & Kumar, 2024; Nair & Patel, 2024).
- Das Virus ist hochansteckend – es kann Infektionen über Distanzen von bis zu 10 Metern in einem Haushalt oder zwischen verschiedenen Zimmern in Klinikstationen hervorrufen (Tellier et al., 2019).
- Herpes Zoster ist allerdings viel weniger ansteckend als Varizellen (Windpocken): Nur 20% der für VZV empfänglichen Personen entwickeln Varizellen nach Kontakt zu einem Herpes-Zoster-Fall im Haushalt. An einer Person mit Varizellen im gleichen Haushalt steckten sich andere Personen allerdings in 61-100% der Fälle an (STIKO, 2017). Möglicherweise könnte der Grund für die verminderte Ansteckung durch Herpes Zoster darin liegen, dass die Erkrankung sich innerhalb des Nervensystems ausbreitet, bis es zur Bläschenbildung kommt. Bei Varizellen dagegen besteht die größte Ansteckungsgefahr vor Auftreten des Ausschlags und dies wahrscheinlich wegen der Übertragung als Aerosol über die Atemwege (Cohen et al., 1999).
- Nach erfolgter Verkrustung der Bläschen erfolgt keine Übertragung mehr (STIKO, 2017).
- Die durchschnittliche Inkubationszeit liegt bei 14 bis 16 Tagen, kann aber auch bis 8-21 Tage betragen (Robert Koch-Institut, 2017a).
Infektionsverlauf
Wie bei allen Herpes-Viren können auch bei Varizella-Zoster-Viren asymptomatische, aber infektiöse Verläufe vorkommen (Miller & Dummer, 2007). Eine solche unbemerkte Reaktivierung und Weiterverbreitung des VZV konnte in einer kleinen Studie mit Astronauten bestätigt werden (Cohrs et al., 2010). Die Häufigkeit ist jedoch bisher nicht ausreichend erforscht worden.
Hinsichtlich symptomatischer Verläufe gibt es drei klinische Stadien:
- präeruptiv
- akut exsudativ
- chronisch
Das präeruptive Stadium ist durch teils spezifische Symptome (Brennen im betroffenen Dermatom), teils unspezifische Symptome (Kopfschmerzen, Unwohlsein, Photophobie, Fieber, Müdigkeit) mindestens zwei Tage vor dem Hautausschlag gekennzeichnet.
Im akut exsudativen Stadium bildet sich schließlich der charakteristische, meist einseitige bläschenförmige Ausschlag aus, der auf ein Dermatom begrenzt ist. Die Bläschen platzen oft, eitern und trocknen dann aus. Auch das zweite Stadium geht häufig im betroffenen Bereich mit Nervenschmerzen einher, die jedoch eher stärker sind als im ersten Stadium (Patil et al., 2022).
Das chronische Stadium wird von starken und beeinträchtigenden Schmerzen begleitet, die über mindestens 4 Wochen bis mehrere Monate anhalten. Teils treten Dysästhesien, Parästhesien und schockähnliche Zustände auf (Patil et al., 2022).
Bei Patienten wird die Diagnose in der Regel klinisch gestellt. In der Mehrzahl der Fälle ist HZ gut zu erkennen – es gibt jedoch auch unterschiedliche Erscheinungsformen und atypische Verläufe (z. B. dass nur die Nerven entzündet sind und sich kein Ausschlag bildet), was eine korrekte Identifikation der Krankheit erschwert (Wollina, 2017).
Komplikationen
Herpes Zoster Ophthalmicus (HZO)
Hier ist der Teil des N. trigeminus betroffen, der das Auge versorgt. Es treten Entzündungen verschiedener Bereiche des Auges auf. Der Herpes Zoster Ophthalmicus ist ein ophthalmologischer Notfall. Es muss unbedingt zügig ein Augenarzt aufgesucht werden, weil das Risiko der Erblindung besteht. In der Folge des Herpes Zoster Ophthalmicus besteht ein 1,3- bis 4-fach erhöhtes Risiko für Schlaganfälle - auch bei jungen Menschen.
Die relative Inzidenz von HZO in der Allgemeinbevölkerung wird mit 1,4–15,9 % (0,31-0,35 pro 1000 Personenjahre) angegeben.*
Disseminierter Herpes Zoster (DHZ)
Hier streut der Herpes Zoster über das Blut. Diese Form tritt seltener bei immungeschwächten Patienten (0–0,5 %) als in der Allgemeinbevölkerung (0,3–8,2 %) oder bei Patienten mit Komorbiditäten (0–20,6 %) auf.*
Ramsay-Hunt-Syndrom
Eine sehr selten vorkommende Komplikation – in einer dänischen Kohortenstudie wird die durchschnittliche jährliche Inzidenz mit 1,6 pro 1.000.000 Erwachsene angegeben (Petersen et al., 2023). Es kommt zu einer Neuralgie (Nervenschmerzen) und einer Fazialisparese (Gesichtslähmung).
Herpes Zoster des Zentralnervensystems
Diese Form tritt nur selten und bei immungeschwächten Patienten auf. Sie kann zu Schlaganfällen führen (Patil, Goldust & Wollina, 2022).
*Laut einem jüngst veröffentlichten systematischen Review, das 124 Studien größtenteils aus Europa, Asien und Nordamerika zu Herpes-Zoster-Komplikationen ausgewertet hat, sind mit Ausnahme der postherpetischen Neuralgie epidemiologische Daten zu Herpes-Zoster-Komplikationen jedoch sehr limitiert (Giannelos et al., 2024).
Pathogenese
- Die Herpes-Zoster-Erkrankung wird durch eine Reaktivierung latent vorliegender VZV hervorgerufen. Das bedeutet, dass bereits eine VZV-Infektion durchgemacht worden sein muss. Hierbei kann es sich um Varizellen (Windpocken) gehandelt haben oder auch um eine Impfung mit einem VZV-Lebendimpfstoff (STIKO, 2017).
- Bei Windpockengeimpften kann Herpes Zoster durch Impfviren oder Wildviren auftreten. Die Reaktivierung durch Impfviren gilt als seltener als die Reaktivierung durch Wildviren. Auch andere Impfstoffe (z. B. gegen COVID-19, Hepatitis A, Influenza, Tollwut) wurden in Einzelfällen als Auslöser festgestellt (Lladó et al., 2021).
- Bei der Reaktivierung scheinen immunkompetente Personen eine stärkere zelluläre Immunität aufzuweisen, da spezifische Antikörper wie IgG, IgM und IgA vermehrt und schneller auftreten (Nair & Patel, 2024).
- Die VZV (wie alle Herpesviren) persistieren nach der akuten Infektion in sensorischen Spinalganglien oder in den Hirnnerven. Sobald die VZV nicht mehr durch T-Zellen (insbesondere CD4-Zellen) in Persistenz gehalten werden können, findet eine Reaktivierung statt (Cohen et al., 1999). Die Spinalganglien entzünden sich, die Viren wandern entlang sensorischer Nerven zu einem Dermatom und lösen dort einen blasigen Hautausschlag aus. Meist findet man diesen nur auf einer Seite des Körpers. Am häufigsten sind Dermatome im Bereich des Brustkorbs und des Kopfes betroffen.
- Die Schmerzen, die durch Herpes Zoster ausgelöst werden, sind auf die Entzündung der betroffenen Nerven zurückzuführen (Patil et al., 2022).
- Interferon alfa wird mit dem Rückgang des Herpes Zoster in Verbindung gebracht (Nair & Patel, 2024).
Prognose
Laut der Datenbank Global Burden of Disease wird die Mortalität durch HZ bei Patienten über 65 Jahren mit 0,0022 bis 82,21 pro 100.000 Einwohnern sehr unterschiedlich angegeben (Patil et al., 2022).
Laut einem systematischen Review zur Herpes-Zoster-assoziierten Sterblichkeit in Europa liegt die Gesamtmortalität bei 0 bis > 0,07 / 100.000 Einwohner. Im Alter von 45 bis 65 ist die Sterblichkeit mit 2 pro 100.000 Einwohner (0,00002 %) deutlich geringer als im Alter von über 65 Jahren mit 61 pro 100.000 (0,00061 %), wobei sie insgesamt als sehr gering einzuschätzen ist. Frauen sind häufiger im hohen Alter betroffen als Männer (Bricout et al., 2015).
Risikofaktoren für ältere Menschen:
- fortgeschritteneres Alter
- weibliches Geschlecht
- ethnische Gruppe (Kaukasier)
- Immunsuppression
- Depressionen und körperliche Traumata
- Gewichtsverlust
- Diabetes mellitus
- Schlafstörungen
- (familiäre) Vorgeschichte mit Herpes Zoster
(John & Canaday, 2017; Kawai & Yawn, 2017)
Allgemeine Risikofaktoren:
- Rheumatoide Arthritis
- COPD
- Asthma bronchiale
- entzündliche Darmerkrankungen
- Niereninsuffizienz
- Diabetes Typ I
(STIKO, 2017)
Zudem werden bestimmte Infektionen z. B. durch HIV oder COVID-19 mit einem höheren Risiko für Herpes Zoster in Verbindung gebracht (s. ÄFI-Hintergrundpapier zu COVID-19 von September 2025).
Prävention
- Nach § 7 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) muss der direkte oder indirekte Nachweis von Varizella-Zoster-Viren durch die Untersuchungsstelle (Labore) namentlich innerhalb von 24 Stunden an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Für Erkrankungen und Todesfälle durch Herpes Zoster gibt es nur in Sachsen und Brandenburg eine Meldepflicht (Robert Koch-Institut, 2017b).
- Seit Dezember 2018 ist durch die STIKO zum Schutz vor Herpes-Zoster-Infektionen, Komplikationen und Spätfolgen ein Totimpfstoff empfohlen, bestehend aus zwei Impfdosen, die im Abstand von 2 bis 6 Monaten verabreicht werden sollen (Robert Koch-Institut, 2018b) (für weitere Informationen s. Gürtelrose: Die Impfung).
- Überdies empfiehlt das RKI keine spezifischen Maßnahmen für Patienten und Kontaktpersonen im häuslichen Umfeld. Nur vorerkrankte/immunsupprimierte Personen sollen keinen Kontakt zur Erkrankten haben (Robert Koch-Institut, 2017a).
- In Kliniken soll die Basishygiene eingehalten, außerdem sollen die Läsionen bzw. betroffenen Hautstellen abgedeckt werden, um das Übertragungsrisiko zu verringern. Die Kommission für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene (KRINKO) empfiehlt eine Isolierung von Patienten bis zur vollständigen Verkrustung der Bläschen (Robert Koch-Institut, 2017a).
- Es sollen Desinfektionsmittel mit begrenzt viruzider (wirksam gegen behüllte Viren) oder viruzider Wirkung eingesetzt werden (Robert Koch-Institut, 2017a).
- Gürtelrose ist nicht im § 34 des Infektionsschutzgesetzes gelistet, wodurch keine gesetzlichen Kriterien zum Umgang mit Erkrankten in Gemeinschaftseinrichtungen (Nicht-Zulassung, Schutzmaßnahmen etc.) definiert sind.
Epidemiologie
- Herpes Zoster tritt weltweit unabhängig von den Jahreszeiten auf (Nair & Patel, 2024).
- Die Inzidenz ist altersabhängig und reicht von 1,2 bis 3,4 auf 1000 Personen pro Jahr bei jüngeren Erwachsenen bis zu 3,9 bis 11,8 auf 1000 Personen pro Jahr bei über 65-jährigen Personen.
- Überwiegend sind Frauen betroffen (Patil et al., 2022).
- Mehr als 300.000 Personen über 50 Jahren erkranken in Deutschland jährlich an Herpes Zoster.
- Bis zur Einführung der allgemeinen Varizellen-Impfempfehlung (Windpocken) im Jahr 2004 in Deutschland war der natürliche Kontakt mit Varizellen sehr häufig. 95% der Personen, die älter als 14 Jahre waren, wiesen IgG-Antikörper gegen VZV auf (Robert Koch-Institut, 2017a).
Inzidenzen:
- Die Inzidenz ist in verschiedenen europäischen Ländern relativ ähnlich (Pinchinat et al., 2013).

Abbildung 2: Jährliche Gesamtinzidenzrate von Herpes Zoster (HZ) in Europa (pro 1.000 Personenjahre) (Pinchinat et al., 2013).

Abbildung 3: Herpes-Zoster-Inzidenz nach Alter in Europa (Pinchinat et al., 2013).
- In Deutschland sind etwa 2-5,8 von 1000 Personen im Jahr (PJ) betroffen (Pinchinat et al., 2013; Ultsch et al., 2013).
- Bei Personen ab dem Alter von 50 Jahren ist die Inzidenz mit 3,4-9,6 von 1.000 PJ höher (Ultsch et al., 2013).
Hospitalisierung:
- Der Anteil der HZ-bedingten Krankenhausaufenthalte an allen HZ-Fällen in Deutschland liegt bei 0,8 % in der jüngsten Altersgruppe (0–9 Jahre) und steigt auf etwa 5 % in der ältesten Altersgruppe (80 Jahre und älter). Bei Personen ab 50 Jahren liegt der Anteil gemittelt bei 3,2 % (Ultsch et al., 2013).
- Der gewichtete jährliche Durchschnitt lag 2007/2008 in Deutschland bei 0,45 pro 1.000 PJ ab 50 Jahren, wobei dieser bei Frauen (0,51 pro 1.000 PJ) höher war als bei Männern (0,38 pro 1.000 PJ) (Ultsch et al., 2011).
Mortalität:
- Die Mortalität für Deutschland 2007/2008 wurde mit 0,0029 pro 1.000 PJ bei Frauen (n=69 Todesfälle) und 0,0010 pro 1.000 PJ bei Männern (n=56 Todesfälle) berechnet (Ultsch et al., 2011).
- 73 % der Todesfälle traten bei Patienten ab dem Alter von 80 Jahren auf. In der Altersgruppe ab 90 Jahren (0,0386 pro 1.000 PJ) ist die Tödlichkeit von HZ deutlich höher als in der Altersgruppe 50-54 Jahre (0,0002 pro 1.000 PJ) (Ultsch et al., 2011).
Anstieg über die Zeit:
Eine Kohortenstudie aus Olmsted County (Minnesota, USA) konnte einen vierfachen Anstieg der Herpes-Zoster-Inzidenz über Jahrzehnte hinweg feststellen:
Jahr Herpes-Zoster-Fälle (%) 1945–1949 144 (1,8) 1950–1960 503 (6,3) 1980–1989 1701 (21,2) 1990–1999 2465 (30,7) 2000–2007 3204 (40,0) Tabelle 1: Absolute Fälle je nach Periode in Olmsted County (Kawai et al., 2016)
Laut den Autoren der Studie sei der Anstieg nicht auf die Einführung der Varizellenimpfung, antivirale Therapien oder immunsuppressive Medikamente zurückzuführen (Kawai et al., 2016).
Weitere Studien stützen diesen Befund – nicht nur in den USA, sondern auch global sind die Inzidenzen in den letzten Jahrzehnten durch Herpes Zoster gestiegen. Gleichzeitig ist die altersstandardisierte Sterberate (ASDR) gesunken. Als Grund für den Anstieg der Inzidenz wird vor allem die immer älter werdende Bevölkerung gesehen (Pan et al., 2022; Li et al., 2025; Yang et al., 2025).
Zugelassene Impfstoffe
- Der Lebendimpfstoff Zostavax® war in Deutschland von 2013 bis 2025 für Personen ab 50 Jahren zugelassen. Aufgrund der eingeschränkten Wirkung und Schutzdauer war der Impfstoff nicht von der STIKO empfohlen worden. Auf Wunsch des Zulassungsinhabers Merck Sharp & Dohme hat die EU-Kommission die Marktzulassung am 1. Juni 2025 widerrufen (European Medicines Agency, 2025a).
- Der Totimpfstoff Shingrix® ist seit 2018 für Personen ab 60 Jahren, bei erhöhtem gesundheitlichen Risiko ab 50 Jahren und für Personen ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko zugelassen. Die Zulassung gilt nicht für den Schutz vor Varizellenerkrankungen.
- Der Tot-Impfstoff wird zweimal intramuskulär im Abstand von zwei bis sechs Monaten verabreicht (Robert Koch-Institut, 2020).
- Es wird davon ausgegangen, dass der Schutz, der durch die doppelte Impfung aufgebaut wird, 7 Jahre lang bestehen bleibt (Boutry et al., 2021).
Impfstoffart Zugelassen ab (Alter) Inhaltsstoffe Shingrix® Rekombinanter Totimpfstoff, Mono 50 Jahren Eine Dosis (0,5ml) enthält 50 μg Varicella-Zoster-Virus1-Glykoprotein-E-Antigen; adjuvantiert mit 50 μg Pflanzenextrakt aus Quillaja saponaria Molina, Fraktion 21 (QS-21) & 50 μg 3-O-Desacyl-4’-monophosphoryl-Lipid A (MPL) aus Salmonella minnesota; sonstige Bestandteile – Pulver: Saccharose, Polysorbat 80, Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Kaliummonohydrogenphosphat; Suspension AS01B-Adjuvanssystem: Colfosceriloleat (DOPC), Cholesterol, Natriumchlorid, Wasserfreies Natriummonohydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat, Wasser für Injektionszwecke Tabelle 2: Der in Deutschland zugelassene Impfstoff gegen Gürtelrose sowie die Inhaltsstoffe laut Fachinformation der Hersteller (GlaxoSmithKline Biologicals s.a., 2018).
Impfquote
- Die Impfquote liegt bei Über-60-Jährigen in Deutschland wahrscheinlich bei 0,8–7,2 %, wobei unveröffentlichte Daten eher auf eine Impfquote von unter 1 % hindeuten. Während der Pandemiejahre 2020–2023 hat die Impfquote (wahrscheinlich aufgrund der erhöhten Aufmerksamkeit für Impfstoffe) zu Beginn zugenommen, insgesamt aber abgenommen (Curran et al., 2021; Baffour Awuah et al., 2024).
Geschichte der Impfstoffe
- In den 1970er-Jahren wurde in den USA ein Windpockenimpfstoff entwickelt und 1995 lizenziert (Varivax, Merck varicella vaccine). Er enthielt, wie fast alle Windpockenimpfstoffe (bis auf einen Windpockenimpfstoff aus Korea), den Oka-Stamm. (Marin, Leung & Gershon, 2019). Der Oka-Stamm wurde in den 1970er-Jahren aus dem Probenmaterial eines 3-jährigen Jungen gewonnen, der an Windpocken erkrankt war.
- Der erste zugelassene Herpes-Zoster-Impfstoff, Zostavax® von Merck, wurde 2006 in den USA und Europa lizenziert. Er basierte wie die Windpocken-Impfstoffe auf dem Oka-Stamm, die Konzentration der attenuierten Viren ist allerdings 14-mal so hoch wie bei den Windpockenimpfstoffen (STIKO, 2017).
- Zostavax® wurde in den USA 2020 vom Markt genommen (The Medical Letter, 2021), in Europa erst 5 Jahre später (European Medicines Agency, 2025a).
- Shingrix® von GSK wurde 2017 durch die FDA lizenziert. Shingrix® enthält das Adjuvans AS01, an das das Antigen Glykoprotein E (gE) (ein Eiweiß des Varizella-Zoster-Virus) gebunden ist (Lacaille-Dubois, 2019).
Effektivität und Impfstrategie
- Das industrieunabhängige arznei-telegramm rät bei Patienten, die bereits einen Herpes Zoster erlitten haben, zur Zurückhaltung und individuellen Nutzen-Schaden-Abwägung bei der Verwendung von Shingrix® als Indikationsimpfstoff (arznei-telegramm, 2022).
- Bisher gibt es keine Post-Marketing RCTs zu Shingrix®, sodass systematische Reviews nur auf Beobachtungsstudien bei der Bewertung des Nutzen-Schaden-Profils eingehen können. Insbesondere Selektionsbias und Störfaktoren im Sinne nicht berücksichtigter oder gemessener Variablen stellen dabei große Probleme dar, um die Impfeffektivität nach der Zulassung evidenzbasiert zu beurteilen (Mbinta et al., 2022).
Zulassungsstudien
- Es wurden zwei Placebo-kontrollierte (Kochsalz), einfach verblindete Wirksamkeitsstudien (Phase-III-RCTs) mit Erwachsenen im Alter ab 50 Jahren (ZOE-50) und älteren Erwachsenen im Alter ab 70 Jahren (ZOE-70) vor der Zulassung von Shingrix® durchgeführt. Die Studienteilnehmer erhielten zwei Impfdosen im Abstand von zwei Monaten. In den Studien wurden keine Subgruppenanalysen durchgeführt hinsichtlich der Wirksamkeit bei gebrechlichen Personen und Patienten mit multiplen Komorbiditäten. Die Nachbeobachtungszeit war 3,1 (ZOE-50) bis 4 Jahre (ZOE-50 und ZOE-70).
- An der ZOE-50-Studie nahmen insgesamt 15.405 Probanden teil (7.695 erhielten mindestens eine Impfdosis Shingrix®, 7.710 ein Placebo). Die Häufigkeit von Herpes Zoster in der Impfstoffgruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe betrug 6 Fälle gegenüber 210 Fällen. Das absolute Risiko in der Placebo-Gruppe betrug demnach ca. 2,72 %, in der Impfstoffgruppe 0,078 %. Die absolute Risikoreduktion lag somit bei ca. 2,64 %. Die relative Risikoreduktion lag je nach Altersgruppe (≥ 50, 50-59, ≥ 60, 60-69) bei 96,6- 97,6 % (gemittelt 97,14 %). Die number needed to vaccinate ist ca. 38.
- An der ZOE-70-Studie nahmen insgesamt 13.900 Probanden teil (6.950 erhielten mindestens eine Impfdosis Shingrix®, 6.950 ein Placebo). Die gepoolte Analyse von ZOE-50 und ZOE-70 ergab eine Häufigkeit von Herpes Zoster bei Erwachsenen im Alter von 70 Jahren und älter von 25 Fällen in der Impfstoff-Gruppe (8.250 Personen) und 284 Fällen in der Placebo-Gruppe 8.346 Personen). Das absolute Risiko für Herpes Zoster lag in der Placebo-Gruppe bei ca. 3,4 %, in der Impfstoffgruppe bei ca. 0,3 %. Daraus ergibt sich eine absolute Risikoreduktion von 3,1 %. Die relative Risikoreduktion lag gemittelt bei 91,3 %, die number needed to vaccinate bei ca. 32.
- Die Wirksamkeit gegen Herpes-Zoster-bedingte Komplikationen wurde durch eine gepoolte Analyse der Studienergebnisse von ZOE-50 (13.885 Personen in der Impfstoffgruppe und 14.037 in der Placebo-Gruppe) und ZOE-70 (8.250 Personen in der Impfstoffgruppe und 8.346 Personen in der Placebo-Gruppe) ermittelt. Das Risiko für Vaskulitis, Dissemination, Augenerkrankung, neurologische Erkrankung (inkl. Schlaganfall) und viszerale Erkrankung wurde bei Personen ab 50 Jahren relativ um 93,7 % reduziert, aber absolut nur um 0,11 % (1 Fall in der Impfstoffgruppe und 16 in der Placebo-Gruppe ergeben einen Schutz für 11 von 10.000 geimpften Personen ab 50 Jahren, die NNV lag bei 935). Bei Erwachsenen ab 70 Jahren reduzierte sich das relative Risiko um 91,6 %, das absolute Risiko jedoch um nur 0,13 % (1 Fall in der Impfstoffgruppe und 12 in der Placebo-Gruppe ergeben einen Schutz für 13 von 10.000 geimpften Personen ab 50 Jahren, die NNV lag bei 759).
(European Medicines Agency, 2025b)
Systematische Reviews
- Im Oktober 2023 ist das aktualisierte systematische Review der renommierten Cochrane-Gesellschaft zu den beiden Herpes-Zoster-Impfungen bei älteren Menschen erschienen. Insgesamt wurden 26 Studien mit 90.259 gesunden älteren Erwachsenen (Durchschnitt: 63,7 Jahre) eingeschlossen, wovon nur drei Studien Placebo-kontrolliert waren. Die Gesamtsicherheit der Evidenz wurde als „moderat“ angegeben, was bedeutet, dass die meisten Studien eher ein geringes Verzerrungsrisiko (Bias) aufwiesen. Es müssen den Ergebnissen nach etwa 50 gesunde ältere Erwachsene mit dem Lebendimpfstoff Zostavax® geimpft werden, um eine Erkrankung zu verhindern (number needed to vaccinate, NNV), beim Totimpfstoff Shingrix® sind es etwa 33 gesunde ältere Erwachsene. Allerdings betrug die Drop-Out-Rate, also die Anzahl der Teilnehmer, die während der Studie ausgeschieden sind, beim zweimalig zu verabreichenden Totimpfstoff Shingrix® nach der ersten Dosis ca. 1:100 – im Gegensatz zur Placebogruppe. Das könnte, wie Cochrane schreibt, z. B. an den Nebenwirkungen gelegen haben (Gomes et al., 2023).
- Ein weiteres systematisches Review mit Meta-Analyse zur NNV bei den Herpes-Zoster-Impfungen kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass der Totimpfstoff Shingrix® effektiver ist (Okoli et al., 2022).
Beobachtungsstudien
- Eine 2025 veröffentlichte australische Beobachtungsstudie (selbstkontrollierte Fallserienanalyse) mit Daten von Erwachsenen ab 65 Jahren, die den Impfstoff Shingrix® erhalten haben, kommt zu dem Ergebnis, dass ein etwa 11-fach erhöhtes Risiko für eine Gürtelrose-Diagnose innerhalb von 21 Tagen nach der ersten Impfdosis (relative Inzidenz 10,96; 95%-KI 10,34–11,62) besteht. Dieses Ergebnis gilt für die Daten der analysierten Primärversorgungs-Datenbank, nicht jedoch für die Daten, die aus einer Krankenhaus-/Labordatenbank analysiert wurden. Dies deutet darauf hin, dass die Fälle wahrscheinlich mild waren und vom Hausarzt behandelt wurden. Nach der zweiten Dosis sank das Gürtelrose-Risiko signifikant, mit einer Gesamtwirksamkeit von 73 % nach Abschluss der Zweidosen-Impfserie. Das Risiko für postherpetische Neuralgie (PHN) war weder kurzfristig erhöht noch insgesamt; im Gegenteil zeigte sich eine deutliche Reduktion bei Geimpften. Zu den Stärken der Studie zählen die Minimierung von Störfaktoren durch die Analyse unabhängiger Datensätze sowie die Durchführung von Sensitivitätsanalysen, zu den Limitationen die mögliche Untererfassung von durchgeführten Impfungen, Diskrepanzen zwischen den Datensätzen (z. B. zu den Hintergrundinzidenzen) sowie Fehlklassifikationen in den Primärversorgungsdaten (Shetty et al., 2025).
- Eine retrospektive Kohortenstudie aus Schottland untersuchte den Einfluss der Gürtelrose-Impfstoffe (2013 in Schottland eingeführt) auf stationäre Aufnahmen wegen Herpes Zoster bei Personen im Alter von 70–79 Jahren von 2000 bis 2023 anhand verknüpfter Krankenhaus- und nationalen Impfdaten. Insgesamt gab es 3.418 hospitalisierte Fälle, wobei die jährlichen Raten nach Einführung des Impfprogramms deutlich abnahmen. Vollständig Geimpfte hatten ein um 74 % reduziertes relatives Risiko für eine Hospitalisierung (adjustiertes Hazard Ratio [aHR] 0,26; 95%-KI 0,23–0,29) im Vergleich zu Ungeimpften, adjustiert für Alter, Geschlecht, Deprivation, Komorbiditäten und frühere Hospitalisierungen. Höhere Hospitalisierungsraten zeigten sich bei Frauen, Älteren und in benachteiligten Regionen, unabhängig von der Impfung (aHR 1,48 für die am stärksten Deprivierten). Der große Datensatz sowie die Kontrolle von Störfaktoren sprechen für die Studie, jedoch müssen bei retrospektiven Kohortenstudien die immanenten Limitierungen beachtet werden. Es können nicht alle Variablen berücksichtigt werden (z. B. der Healthy Vaccinee Effect) und womöglich bestehen Probleme bei der Datenerfassung (Überarbeitung der ICD-Codes, Änderungen der Dokumentation, fehlende Daten). Außerdem war die Analyse auf 70-79 Jahre alte Personen und Hospitalisierungen beschränkt, was insgesamt eine Generalisierbarkeit der Ergebnisse hinsichtlich des Infektions- und Erkrankungsgeschehens (gerade auch in Bezug auf andere Länder) einschränkt (Kouzeli et al., 2025).
- Eine weitere retrospektive Kohortenstudie aus den USA (für welche die zuvor genannten Limitationen ebenfalls gelten) untersuchte anhand von medizinischen und ambulanten Apothekenabrechnungsdaten (Optum Labs Data Warehouse) das Risiko für das Wiederauftreten oder eine Verschlimmerung von Herpes Zoster Ophthalmicus (HZO) nach Verabreichung von Shingrix® bei Patienten, die bereits an HZO erkrankt waren. In der gematchten Kohorte von 16.408 Patienten (3.646 geimpft, 12.762 ungeimpft) zeigte sich innerhalb von 56 Tagen nach Verabreichung der Impfung ein höheres 1,6-faches Risiko für HZO-Reaktivierung (adjustiertes Hazard Ratio 1,64, 95%-KI 1,01–2,67). Die Inzidenz betrug 37,7 pro 1.000 Personenjahre bei den geimpften Personen versus 26,2 bei ungeimpften Personen. Die Studienautoren empfehlen eine ophthalmologische Überwachung nach Impfung bei Patienten mit HZO-Anamnese (Walia et al., 2024).
- Zu nennen ist noch eine retrospektive Kohortenstudie, die 2025 im Journal Clinical Infectious Diseases veröffentlicht wurde, mit Daten von 102.766 Shingrix®-geimpften und 411.064 ungeimpften Personen ab 50 Jahren (matched im Verhältnis 1:4) aus einem Gesundheitssystem in Kalifornien. Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen Shingrix® und dem Auftreten von Herpes Zoster Ophthalmicus (HZO, identifiziert durch natürliche Sprachverarbeitung klinischer Notizen) sowie hospitalisierter akuter Myokardinfarkte (AMI) und Schlaganfall (durch ICD-10-Codes). 121 HZO-Fälle bei den geimpften sowie 1334 bei den ungeimpften Personen wurden identifiziert, was einer Risikodifferenz von 1 Fall pro 1.000 Patientenjahren entspricht. Die number needed to vaccinated liegt demnach bei 1.000 Personen, um einen HZO-Fall pro Jahr zu verhindern, das adjustierte Hazard Ratio bei 0,271, die Impfstoffeffektivität bei 72,9 %. In der geimpften Gruppe wurden außerdem 153 AMI-Fälle und 989 Schlaganfälle festgestellt, im Vergleich dazu 619 AMI-Fälle bzw. 5.306 Schlaganfälle in der ungeimpften Gruppe. So ergibt sich durch die Impfung eine Verhinderung von 0,1 AMI-Fällen pro 1.000 Patientenjahren (NNV 10.000, um einen AMI-Fall pro Jahr zu verhindern) und 2,2 Schlaganfälle pro 1.000 Patientenjahre (NNV 455, um einen Schlaganfall pro Jahr zu verhindern). Die zuvor genannten Limitationen treffen auch bei dieser Studie zu.
Adjuvantien
- Shingrix® enthält Komponenten, die nicht so immunogen sind wie die älteren Impfstoffe. Deshalb hielt man es für notwendig, dass nicht nur genügend Antikörper infolge der Impfstoffgabe gebildet wurden, sondern dass man auch die Bildung von CD4+-T-Helferzellen und zytotoxischen CD8+-T-Lymphozyten provozieren konnte. Hierfür entwickelte man neue Adjuvantien.
- Shingrix® enthält die beiden neuen Adjuvantien QS-21 und AS01.
- QS-21, lizenziert durch GSK, wurde ursprünglich aus der Rinde des Baums Quillaja saponaria (QS) gewonnen und gehört zu den Triterpenglykosiden. Heute wird QS-21 chemisch synthetisiert.
- QS-21 stimuliert in vivo die Th2 vermittelte humorale und die Th1 vermittelte zelluläre Immunantwort durch seine Wirkung auf Antigen präsentierende Zellen (APCs). Dadurch werden Th1-Zytokine freigesetzt, die intrazelluläre Pathogene eliminieren.
- Im Mausmodelll aktiviert QS-21 das NLRP2-Inflammasom. In der Folge werden Caspase-1-abhängige Zytokine (IL-1ß und IL-18) freigesetzt, die für die Th-1-Antwort wichtig sind.
- QS-21 aktiviert also die Bildung von Antikörpern sowie die zelluläre Immunantwort.
- AS01 ist ein Liposom, das durch eine gemeinsame Formulierung von Monophospharyl lipid A (MPL A) und QS-21 entsteht. Liposomen sind synthetische Nanopartikel, die Antigene verkapseln und transportieren können. Dadurch, dass QS-21 in Liposomen transportiert wird, konnte man seine hämolytischen Eigenschaften unterbinden. So war es erst möglich QS-21 in Impfstoffen für Menschen einzusetzen.
- MPL wird aus Salmonella minnesota gewonnen und detoxifiziert. MPL induziert über TLR-4 das angeborene Immunsystem und stimuliert die Bildung von NF-kB. Es induziert die Antigen spezifische T-Zellbildung von IFN-gamma und IgG2A Antikörpern.
- MPL aktiviert also ebenso die Bildung von Antikörpern sowie die zelluläre Immunantwort.
- AS01 steigert die frühe IFN-gamma Antwort, wodurch die Immunogenität des Impfstoffs gefördert wird.
- Im Gegensatz zu anderen Adjuvantien hat AS01 keinen Einfluss auf die Antigenaufnahme der Zielzellen, sondern erhöht die Anzahl der Zellen, die das Antigen aufnehmen.
(Lacaille-Dubois, 2019; Wagner & Hildt, 2019)
Kontraindikationen
Shingrix® ist kontraindiziert bei
- Personen, die eine Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe der Impfung aufweisen
- Personen, die nach der ersten Impfung allergisch reagiert haben und
- akuten, schweren, fieberhaften Erkrankungen.
Eine Impfung mit Shingrix® sollte während der Schwangerschaft vermieden werden, weil hierzu noch keine Daten vorliegen (Robert Koch-Institut, 2018a). Die CDC empfiehlt ebenfalls keine Verwendung von Shingrix® während der Schwangerschaft (Centers for Disease Control and Prevention, 2022).
Nebenwirkungen
Impfstoff Sehr häufig (> 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis
< 1/10)Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000) Unbekannt / Post-Marketing-Surveillance Shingrix® Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden (einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und/oder Bauchschmerzen), Myalgie, Schmerzen, Rötung, Schwellung an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber Pruritus an der Injektionsstelle, Unwohlsein Lymphadenopathie, Arthralgie Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Hautausschlag / Urtikaria / Angioödem Tabelle 3: Nebenwirkungen der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe gegen Gürtelrose laut Fachinformation der Hersteller (European Medicines Agency, 2023).
Weitere Studien zu Nebenwirkungen
- Zwei italienische Kohortenstudien (eine retrospektive mit 538 Teilnehmern, eine prospektive mit 787 Teilnehmern) desselben Forschungsteams untersuchten das Sicherheitsprofil von Shingrix® in Hochrisiko-Patienten. Die prospektive Studie wies eine Nachbeobachtungszeit von bis zu 38 Monaten auf. Die Häufigkeit von Impfreaktionen war insgesamt ähnlich (42,77-44,15 %), ebenso die Häufigkeit an schweren Impfnebenwirkungen (0,22-0,38 %) und die Häufigkeit der Verschlimmerung bestehender Grunderkrankungen (2,23-2,37 %). In der prospektiven Studie entwickelten 3,3 % der geimpften Personen Herpes Zoster nach der Impfung, wobei die Inzidenz bei Patienten mit wiederkehrender bzw. schwerer Herpes-Zoster-Vorgeschichte besonders erhöht war (IRR: 14,35; 95 % KI: 5,64–34,04; p-Wert < 0,001). In der retrospektiven Studie hatten 2,43 % der Teilnehmer mindestens eine Herpes-Zoster-Episode (Stefanizzi et al., 2024, 2025).
- In einer 2025 veröffentlichten Studie wurden die Daten des amerikanischen Spontanmeldesystems VAERS von Oktober 2017 bis April 2024 zu Shingrix® ausgewertet. Von den insgesamt 1.279.596 Meldungen über Nebenwirkungen waren 66.849 zu Shingrix® (5,22 %). Nahezu alle Berichte wurden als nicht-schwerwiegend eingestuft (97,3 %). Die meisten Personen, zu denen Meldungen erstellt wurden, waren zwischen 50-79 Jahre alt (71,2 %) und weiblich (63,1 %). Es gab 86 Meldungen über Todesfälle nach Shingrix® (zeitlicher Zusammenhang, keine Kausalität), wobei Guillain-Barré-Syndrom als häufigste Todesursache angegeben wurde. Die Forscher folgern, dass der Impfstoff sicher ist und dass die VAERS-Daten mit den Beobachtungen in klinischen Studien übereinstimmen (Shu et al., 2025). Jedoch muss dabei auch beachtet werden (wie auch Stefanizzi et al., 2025, angeben), dass passive Meldesysteme wie VAERS durch die hohe Untererfassung stark limitiert sind. Studien schätzen die Untererfassung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) auf 94-99,7 %, die Untererfassung schwerer UAWs auf 85-99 % (Hazell & Shakir, 2006; U.S. Department of Health & Human Services, 2023).
Shingrix® als Auslöser für zosterähnliche Ausschläge?
- Das arznei-telegramm nennt Shingrix® insgesamt einen „schlecht verträglichen Impfstoff“ (arznei-telegramm, 2022).
Neben den im Beipackzettel erwähnten Nebenwirkungen sind im zeitlichen Zusammenhang nach der Impfung mit Shingrix® zosterähnliche Ausschläge beobachtet worden. Dies ist laut Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) umso überraschender, da allgemein angenommen wird, dass rekombinante Totimpfstoffe im Gegensatz zu Lebendimpfstoffen die Erkrankung, gegen die geimpft wird, nicht hervorrufen können. Laut AkdÄ (Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, 2020) gibt es drei mögliche Erklärungen für das Phänomen:
- Nach der ersten Impfung bestehe noch kein ausreichender Impfschutz, womit es sich um eine rein zufällige Herpes-Zoster-Erkrankung handele.
- Es handele sich lediglich um einen Herpes-Zoster-ähnlichen Ausschlag als Impfreaktion.
- Shingrix® verbrauche alle vorhandenen CD4+-T-Lymphozyten und hebe dadurch den Latenzzustand der VZV auf (Hüttemann, 2019).
Das Paul-Ehrlich-Institut hat zur Untersuchung des Phänomens, ob es sich bei den Ausschlägen um eine Reaktivierung des VZV handelt, eine Studie mit 72 Fällen durchgeführt und im Journal Eurosurveillance veröffentlicht. Mittels PCR-Technologie wurden 27 Proben positiv auf den Wildtyp des VZV getestet, 3 positiv auf das Herpes-simplex-Virus Typ 1 und 5 positiv auf Typ 2. Obwohl die meisten der untersuchten Fälle innerhalb weniger Wochen nach der ersten Impfung auftraten, standen sie nicht im Zusammenhang mit dem Impfstamm und nur etwa ein Drittel mit dem VZ-Wildvirus. Dementsprechend folgert die Behörde: „Derzeit sind keine Maßnahmen erforderlich, um das Risiko unerwünschter Ereignisse nach einer Immunisierung nach Verabreichung von Shingrix zu minimieren“ (Übersetzung des Verfassers) (Orru’ et al., 2023; Paul-Ehrlich-Institut, 2024).
Sonstiges
- BioNTech und Pfizer haben bereits angekündigt, einen auf der mRNA-Technologie basierenden Herpes-Zoster-Impfstoff herzustellen. Im Februar 2023 wurde gemeinsam von den beiden Unternehmen der Start der Studienphase -1/2- mit 900 gesunden Personen zwischen 50 und 69 Jahren angekündigt, um die Impfstoffkandidaten auf Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität zu testen (Pfizer, 2023).
- Es gibt widersprüchliche Hinweise hinsichtlich des erhöhten Risikos des Auftretens von Herpes Zoster nach COVID-19-Impfung, wobei die meisten großen Kohortenstudien und systematischen Reviews einen Zusammenhang (insbesondere bei mRNA-Impfstoffen und auch für Komplikationen wie postherpetische Neuralgie) nahelegen (Katsikas Triantafyllidis et al., 2021; Hertel et al., 2022; Chen & Chiu, 2023; Noushad et al., 2023; Ma et al., 2024; Pala et al., 2024; Parikh et al., 2024; Wang et al., 2024). Es wird vermutet, dass eine abgeschwächte zellvermittelte Immunität (Verschiebung von CD8+-T-Zellen und CD4+-Helfer-T-Zellen) der Auslöser für die vorübergehende Abschwächung der Unterdrückung des latenten VZV sein könnte (Chen & Chiu, 2023; Parikh et al., 2024). Die Datenlage ist insgesamt aber limitiert – auch, weil Herpes Zoster in den Zulassungsstudien nicht als mögliche Nebenwirkung erfragt wurde.
Die Empfehlungen
- Der Totimpfstoff Shingrix® zu den von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen.
- Alle Personen im Alter von über 60 Jahren sollen eine Impfung bestehend aus zwei Impfdosen im Abstand von 2 bis 6 Monaten erhalten.
- Am 6. November 2025 hat die STIKO eine Erweiterung der Indikations-Impfung vorgenommen: Fortan sollen Personen ab einem Alter von 18 Jahren (vorher waren es Personen ab 50 Jahren) eine Shingrix®-Impfung erhalten, sofern ein erhöhtes Risiko für eine Herpes-Zoster-Erkrankung besteht (z. B. durch Grundkrankheiten wie HIV-Infektion, rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma bronchiale, chronischer Niereninsuffizienz und Diabetes mellitus) (Robert Koch-Institut, 2025a).
Laut STIKO gibt es bisher keine Daten zur Notwendigkeit einer Auffrischimpfung (Robert Koch-Institut, 2024).
Die Argumente
Im Epidemiologischen Bulletin 80/2018 beschreibt die STIKO die wissenschaftliche Datenlage, die sie dazu geführt hat, die Gürtelrose-Impfempfehlung (Shingrix®) für Personen ab 60 Jahren (Standardimpfung) sowie für Personen ab 50 Jahren mit Immunsuppression oder schwerer Grundkrankheit (Indikationsimpfung) auszusprechen (Robert Koch-Institut, 2018b):
- Die STIKO beschreibt den Impfstoff ganz allgemein als effektiv gegen Herpes Zoster (HZ) und postherpetische Neuralgie (PHN), gleichzeitig aber als sehr reaktogen (deshalb erachtet das Gremium es für notwendig, dass Patientinnen und Patienten über das Reaktogenitätsprofil aufgeklärt werden).
- Die STIKO geht von einem mit dem Alter steigenden Risiko von Herpes-Zoster-Erkrankungen in Deutschland aus. Die Inzidenz wird mit 4/1.000 Patientenjahre im Alter von 10-44 Jahren angegeben, 6/1.000 Patientenjahre im Alter von 50 Jahren und 13/1.000 Patientenjahre ab dem Alter ab 70 Jahren angegeben. Die Analyse von Versichertendaten ergab eine Häufigkeit von PHN-Fällen an allen Herpes-Zoster-Fällen von 12 % im Alter von 50-54 Jahren und > 20 % im Alter von 80-84 Jahren.
- Die Notwendigkeit und der optimale Zeitraum für Auffrischimpfungen nach Grundimmunisierung sind laut STIKO nicht bekannt.
- Mittels ihrer Suchstrategie hat die STIKO zwei randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zur Wirksamkeit und drei RCTs zur Sicherheit von Shingrix® identifiziert. Beobachtungsstudien wurden nur zur Effektivität von Zostavax® gefunden (Ständige Impfkommission, 2018)
- Bei den beiden Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit handelt es sich um die ZOE-50- und ZOE-70-Zulassungsstudie, außerdem wurde eine weitere Studie von Chlibek et al. zur Sicherheit des Impfstoffes von 2013 ausgewertet (zur Auswertung von ZOE-50 und ZOE-70 durch ÄFI siehe im Fachbeitrag unter die Impfung > Effektivität und Impfstrategie). Die STIKO schätzte die Qualität der Evidenz von ZOE-50 und ZOE-70 durch eine GRADE-Analyse als hoch ein.
- Die Datenlage zur klinischen Wirksamkeit bei der Anwendung des Impfstoffes nach Herpes-Zoster-Erkrankung bezeichnet die STIKO als „begrenzt“. Bei immunsupprimierten Patienten rät die STIKO aufgrund von Erfahrungen mit anderen Impfstoffen, die keine ausreichende Immunantwort stimulieren, zur individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.
- Hinsichtlich der Akzeptanz der Herpes-Zoster-Impfung führt die STIKO eine italienische Studie an, die ergab, dass 83 % der Personen sich impfen lassen würden, wenn der Hausarzt dies raten würde, und ein systematisches Review, welches laut STIKO „ein ähnliches Ergebnis“ zeigte. Das systematische Review zeigte jedoch auch – was die STIKO nicht erwähnte –, dass die Herpes-Zoster-Impfung in der Zielgruppe und unter Ärzten als weniger wichtig erachtet wurde als die Pneumokokken- oder Influenza-Impfung (Damm et al., 2015). In der Saison 2017/2018 ließen sich nur 35,5 % der Personen ab 60 Jahren in Deutschland gegen Influenza impfen (Robert Koch-Institut, 2025b). Noch niedrigere Impfquoten stellte die STIKO durch die DEGS-Erhebung im Zeitraum 2008-2011 bei der Altersgruppe 65-79 Jahre gegen Pneumokokken mit 31,4 % fest. Die STIKO schließt mit dem Fazit, dass nicht klar ist, ob die Daten zur Inanspruchnahme auf die Herpes-Zoster-Impfung übertragbar ist.
Saison Impfquote (%) 2023/2024 38,2 2022/2023 40,4 2021/2022 44,1 2020/2021 47,3 2019/2020 38,8 2018/2019 38,3 2017/2018 35,5 2016/2017 36,5 2015/2016 37,0 2014/2015 38,4 Tabelle 4: Zeitverlauf der Impfquote gegen Influenza bei Personen ab 60 Jahren in Deutschland (Robert Koch-Institut, 2025b).
- Letztlich führt die STIKO noch eine Modellrechnung an (statisches Kohorten-Markov-Modell). Es wurden Immunisierungskosten von 182 € pro geimpfter Person (84 € pro Impfdosis + 7 € Administration) und eine Impfquote von 35,5 % (Diskontierung jährlich 3 %) angenommen. Laut den Ergebnissen ist die Einführung der Impfung ab 65 Jahren am günstigsten, ab 60 Jahren können am meisten Herpes-Zoster-Fälle verhindert werden und ab 70 Jahren am meisten PHN-Fälle. Die niedrigste number needed to vaccinate wurde in der Altersgruppe 60-65 Jahren ermittelt. Da die Daten zur Verhinderung der PHN-Fälle laut STIKO limitiert war, zeigte das Modell einen epidemiologischen Nutzen insbesondere für die Einführung einer allgemeinen Impfempfehlung ab 60 Jahren.
Kritik an den STIKO-Empfehlungen
- ÄFI hat bereits seit Längerem angeregt, dass die STIKO den Nutzen von Zostavax® als Indikationsimpfung erneut überprüft. Hintergrund war, dass die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Zostavax® nicht mehr empfohlen haben und der Impfstoff ab 2020 auch nicht mehr marktverfügbar war. Auch in anderen Ländern wie Österreich wurde der Impfstoff nicht mehr empfohlen oder wie in der Schweiz nur noch bei Bevorzugung durch den Patienten verwendet (Centers for Disease Control and Prevention, 2020; Bundesamt für Gesundheit, 2023; Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, 2023). Die STIKO hielt jedoch bis zur Rücknahme der Marktzulassung am 1. Juni 2025 an der Indikationsempfehlung des Impfstoffes fest.
- Hinsichtlich Shingrix® ist für ÄFI eine weitere Klärung des pathophysiologischen Mechanismus notwendig, über den der Impfstoff potentiell eine Herpes-Zoster-Erkrankung auslösen könnte. Die STIKO sollte hier neue Studien fordern, um mögliche Bedenken gegen eine Routine-Impfung aller über 50-jährigen Personen auszuräumen.
- Eng verbunden mit dem Auftreten von Herpes Zoster (und den möglichen negativen Auswirkungen auf die Sterblichkeit) ist auch die allgemeine Empfehlung der STIKO für die Impfung von Kindern gegen Varizellen (Windpocken). Das arznei-telegramm erachtet diese Empfehlung der STIKO weiterhin für falsch (s. hier). Beide Impfempfehlungen sollten gemeinsam in ihren epidemiologischen Auswirkungen betrachtet und mit dem Nutzen einer individuellen Nutzen-Schaden-Abwägung verglichen werden.
- Letztlich geht die STIKO auch selbst nicht von einer epidemiologisch relevanten Herdenimmunität bei (älteren) Erwachsenen aufgrund des geringen Übertragungsrisikos einer HZ-Infektion aus (Ärzteblatt, 2017).
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Das Hintergrundpapier zur Fachbeitragsaktualisierung gibt unter anderem Aufschluss über die angewandte Methodik von ÄFI zur Literatursuche und den Gründen für den Einschluss bzw. Ausschluss von Studien.
Wissenschaftliches Hintergrundpapier von Februar 2026 (Gürtelrose)
Stand: 16. Feb. 2026
Nächste Aktualisierung: 16. Jan. 2027
Erstveröffentlichung: 22. Nov. 2022

