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Glossar

Hier finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe aus unseren Fachbeiträgen zu Impfungen anschaulich erklärt und mit Beispielen untermauert. Die Beschreibungen werden auch in den jeweiligen Fachbeiträgen wie folgt angezeigt:

Die grüne Markierung und diese Sprechblase 💬 zeigen an, dass für diesen Fachbegriff eine Beschreibung verfügbar ist. Die Kurzbeschreibung erscheint in Form eines grünen Textfeldes beim Scrollen des Fachbegriffs (den Mauszeiger über den Begriff bewegen). Mit Klicken auf den Fachbegriff wird die Glossar-Seite geladen und die vollständige Beschreibung erscheint. Hier können dann auch andere Fachbegriffe durch Aufklappen des grünen Kastens mit dem Plus-Symbol nachgeschlagen werden. Die Sortierung ist automatisch alphabetisch und lässt sich nach Buchstaben filtern.

Glossar

Hier finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe aus unseren Fachbeiträgen zu Impfungen anschaulich erklärt und mit Beispielen untermauert. Die Beschreibungen werden auch in den jeweiligen Fachbeiträgen wie folgt angezeigt:

Die grüne Markierung und diese Sprechblase 💬 zeigen an, dass für diesen Fachbegriff eine Beschreibung verfügbar ist. Die Kurzbeschreibung erscheint in der mobilen Ansicht in Form eines grünen Textfeldes durch Klicken auf den jeweiligen Fachbegriff. Beim zweiten Klicken auf den Fachbegriff wird die Glossar-Seite geladen und die vollständige Beschreibung erscheint. Hier können dann auch andere Fachbegriffe durch Aufklappen des grünen Kastens mit dem Plus-Symbol nachgeschlagen werden. Die Sortierung ist automatisch alphabetisch und lässt sich nach Buchstaben filtern.

D-Dimer

Kleinere Eiweiße, die als Abbauprodukte des größeren Eiweißes Fibrin entstehen, das eine Rolle im Gerinnungssystem spielt.

Fibrin entsteht bei der Aktivierung der Blutgerinnung (z. B. durch eine Verletzung oder Entzündung). Es hilft dabei, Wunden zu schließen, indem es eine Netzstruktur (Fibrinfäden) bildet. D-Dimere werden beispielsweise bei vermuteter Lungenembolie, übermäßiger Blutgerinnung oder Beinvenenthrombose bestimmt.

Darminvagination

Eine Störung des Darms, bei der ein Darmabschnitt in einen anderen rutscht.

Dies kann zu einer Blockierung der Darmaktivität und des Blutflusses führen. Als Symptome werden Magenschmerzen, mehrmaliges, in Schüben kommendes Erbrechen pro Stunde und im weiteren Verlauf auch blutiger Stuhl genannt. In manchen Fällen kehren die Darmabschnitte (Einstülpungen) von alleine wieder an die richtige Position zurück, in anderen Fällen kann die Störung lebensbedrohlich verlaufen (z. B. durch eine Bauchfellentzündung) und/oder eine Operation erforderlich machen. Über 50 % der Invaginationen treten im Säuglingsalter auf. Die Inzidenz wird in Deutschland vom Paul-Ehrlich-Institut auf 60 bis 100 Fälle pro 100.000 Säuglingen innerhalb des ersten Lebensjahres geschätzt.

Data Mining

Ein Begriff aus der Informatik bzw. Statistik, der die Anwendung von statistischen Methoden und Algorithmen auf große Datenbestände beschreibt.

Das Ziel ist es, möglichst effizient und autonom neue Muster, Zusammenhänge und Trends zu generieren. Da gerade in der Forschung und im Gesundheitswesen große Datenmengen („Big Data“) generiert werden, kann das Data Mining hier sehr hilfreich sein. Meist kooperieren Experten aus der Informatik, Mathematik und Statistik mit Spezialisten aus den jeweiligen Anwendungsgebieten (Biologen, Pharmazeuten, Medizinern). Letztlich sind die Ergebnisse jedoch mit Vorsicht zu genießen – die Algorithmen sind abhängig von dem angewandten Verfahren und den eingegebenen Variablen und können so – beispielsweise bei der Impfstoffverteilung oder der Identifizierung unerwünschter Wirkungen – zu unsinnigen, unethischen und intransparenten Ergebnissen kommen (s. hier).

Demyelinisierende Erkrankung

Erkrankung, bei der der Körper seine eigenen Nervenscheidewände (Myelin) angreift und so Gehirn und/oder Rückenmark geschädigt werden.

Beispiele sind Disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM), Guillian-Barré-Syndrom, Multiple Sklerose (MS).

Dermatitis

Akute oder chronische Entzündung der obersten Schichten der Haut mit Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Eiter als Folge.

Als Ursachen kommen trockene Haut, Kontakt mit bestimmten Substanzen, bestimmte Arzneimittel oder Medikamente und Krampfadern infrage. Der Begriff wird teilweise auch für nicht-infektiöse Entzündungsreaktionen der Haut (wie z. B. Exantheme) verwendet.

Dermatom

Ein Hautbereich, der von Reiz empfangenden (sensorischen) Nervenfasern eines Nervs, der aus dem Rückenmark entspringt, versorgt wird.

Das Dermatom korrespondiert also mit dem Abschnitt des Rückenmarks, aus dem der Nerv entspringt. Wenn in einem Hautareal Auffälligkeiten (Gefühl, Pusteln etc.) vorhanden sind, kann man demnach Rückschlüsse ziehen, in welchem Bereich des Rückenmarks z. B. eine Ursache für die Beschwerden liegt.

Diaphorese

Fachbegriff für das „Schwitzen“ als physiologischer Prozess, der zur Wärmeregulation (Thermoregulation) des menschlichen Organismus dient.

Wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

diaplazentar

die Plazentaschranke überwindend bzw. durch die Plazenta hindurch gelangend

Diarrhoe

syn. Durchfall; bezeichnet vermehrten flüssigen Stuhl (über 75 % Wassergehalt des Stuhls) mit einer Häufigkeit von mehr als drei Entleerungen oder ≥250g Stuhlgewicht pro Tag.

Diarrhoe geht mit einem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust einher. Es gibt verschiedene Ursachen für eine Diarrhoe, darunter infektiöse (Noroviren, Rotaviren, Clostridium difficile, Campylobacter jejuni oder Salmonellen) sowie nicht-infektiöse (Einnahme von Medikamenten, psychische Probleme, Ischämische Kolitis, Colitis ulcerose etc.).

Dienzephalon

Das Zwischenhirn (Dienzephalon) ist die Fortsetzung des Hirnstamms in Richtung des Großhirns.

Es besteht aus Epithalamus, Thalamus, Subthalamus und Hypothalamus.

Diplokokken

Bakterien der Gattung Kokkus, die immer zweifach bzw. in Paaren auftreten.

Kokken erscheinen unter dem Mikroskop als Kugeln (teilweise auch eiförmig oder leicht länglich).

diskordant

Bezeichnet in der Genetik zwei unterschiedliche Erscheinungsbilder von Organismen (Phänotypen).

lat. discordare: uneinig sein; so können Zwillinge z. B. ein unterschiedliches Geschlecht, unterschiedliche Blutgruppen oder unterschiedliche Chromosomen haben (beispielsweise kann ein Zwilling das Down-Syndrom haben und der andere nicht).

Disseminierte Enzephalomyelitis

Erkrankung des Zentralnervensystem, bei der die Hülle um die Nervenfasern (Myelinscheide) durch einen Entzündungsreiz beschädigt oder aufgelöst wird.

Seltene Komplikation von Masern, Windpocken oder anderen Krankheiten des Kindesalters, die mit unterschiedlichen neurologischen Symptomen einhergeht.

distal

Vom Rumpf, der Körpermitte oder dem Herzen entfernt liegend

DIVI

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V. ist eine seit mehr als vier Jahrzehnten bestehende Fachgesellschaft mit Sitz in Berlin.

DIVI besteht aus einem Zusammenschluss von Berufsfachverbänden, wissenschaftlichen Gesellschaften und Einzelmitgliedern. Wie der Name schon sagt, ist die Fachgesellschaft im Bereich der Intensiv- und Notfallmedizin tätig: Sie entwickelt die Standards multidisziplinärer Versorgung für kritisch kranke Patienten, nimmt zu ethisch-juristischen Fragen Stellung oder bearbeitet Leitlinien für die Grenzen intensiv- und notfallmedizinischer Behandlungspflicht.

Drop-Out-Rate

Eine statistische Kennzahl in klinischen Studien, die den Anteil der Studienteilnehmer angibt, die noch vor Beendigung der Studie ausgeschieden sind.

Auch als Ausfallrate oder Abbruchquote bezeichnet; es gibt verschiedene Grunde für ein Ausscheiden, dies kann durch den Prüfleiter geschehen, aber auch weil der Studienteilnehmer sich aktiv für einen Abbruch entschieden hat (z. B. aufgrund von Nebenwirkungen eines Medikamentes). Drop-Out-Raten von bis zu 15 % können je nach Studiengebiet durchaus normal sein, höhere Raten könnten die interne Validität beeinträchtigen.

Durchbruchinfektion

Infektion trotz vollständiger Impfung bzw. Immunisierung

Dyslexie

Störung der Lesefähigkeit, die v. a. im kindlichen Entwicklungsalter, aber auch nach Krankheiten, Unfällen oder Schlaganfällen auftritt.

Dysmelie

Eine angeborene Fehlbildung (kongenitale Anomalie), welche die Gliedmaße (Arme, Hände, Beine und Füße) betrifft.

So können Gliedmaßen beispielsweise unvollständig sein oder eine Verformung aufweisen. Beim vollständigen Fehlen wird von einer Amelie gesprochen, bei zu vielen Extremitäten von Polymelie.

Dysphagie

Schluckstörung

Probleme bei der Beförderung von Speichel, Getränken oder Nahrung von der Mundhöhle in den Magen. Die Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben und belastend bis lebensgefährlich sein.

Dyspnoe

Atemnot bzw. Kurzatmigkeit

Dyspraxie

Störung der Koordination und Motorik, die meist Kinder betrifft.

Die Ausbildung der Grob- und Feinmotorik entspricht dabei nicht dem Alter bzw. dem „normalen“ Entwicklungsstand, was Auswirkungen auf schulische Leistungen, aber auch alltägliches Erleben haben kann.