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Newsletter #74: Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind kaum vertrauenswürdig
Durchgeführt wurde die Studie ausgerechnet vom Robert Koch-Institut (RKI), bei dem die STIKO angesiedelt ist. Es stellt sich die Frage, inwiefern die Impfempfehlungen in Deutschland überhaupt ausreichend evidenzbasiert sind. Wir haben die Ergebnisse der Studie aufgeschlüsselt und formuliert, welche Konsequenzen sich daraus für die STIKO ergeben: in einem Video, einer Pressemitteilung und einem ausführlichen Bericht. Ebenso haben wir unseren Fachbeitrag zur Methodik der STIKO aktualisiert.
Seit Jahresbeginn ist in der EU wieder ein Keuchhusten-Einzelimpfstoff zugelassen – der jedoch in Deutschland bislang nicht verfügbar ist. Grundsätzlich ist die Rückkehr zu einem Einzelimpfstoff begrüßenswert, da die Impfung seit vielen Jahren nur mit einem Kombinationsimpfstoff mit Diphterie- und Tetanus-Komponenten durchgeführt wird. Wir stellen den neuen Impfstoff vor und diskutieren, wie aussagekräftig die zugrundeliegenden Daten sind.
Überraschend ist auch der Stand bei der Tetanus-Impfung: Nach wie vor fehlt es an klinisch gut gemachten Studien zur Wirksamkeit, selbst eine fundierte Begründung für die Impfempfehlung der STIKO steht aus. Dagegen mehren sich die Hinweise auf non-spezifische Effekte von Kombinationsimpfstoffen. Im Gegensatz zur STIKO empfiehlt die WHO keine Auffrischimpfungen alle 10 Jahre. Dazu unser aktualisierter Tetanus-Fachbeitrag.
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