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FSME-Impf-Empfehlung weiterhin ohne Klärung von Nutzen und Risiko

Das RKI zählt für Deutschland 2026 erneut mehr FSME-Risikogebiete, die WHO erneut weniger. Die STIKO beschränkt sich auf epidemiologische Situationsbeschreibungen und begründet ihre Impfempfehlung primär durch Angaben zum Impfstatus der FSME-Fälle. Mehr denn je zeigt sich: Es mangelt weiterhin an einer systematischen Klärung des Nutzens und des Risikos der FSME-Impfung. Dazu der frisch aktualisierte Fachbeitrag und das wissenschaftliche Hintergrundpapier von ÄFI.

Weitere Informationen:

Aktualisierter Fachbeitrag zu FSME, 24. März 2026

Wiss. Hintergrundpapier zu FSME, 24. März 2026

Lauterbach: Schon bei Omikron kein Fremdschutz mehr durch Impfung

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat in der Corona-Enquetekommission erklärt, dass es einen Fremdschutz durch die Corona-Impfung schon bei der Omikron-Variante nicht mehr gegeben habe. Der STIKO-Vorsitzende Reinhard Berner sagte, bereits im März 2020 sei klar gewesen, dass Kinder von Corona wenig betroffen sein würden.

HPV-Impfung: Weiterhin kein Nachweis über Schutz vor Gebärmutterhalskrebs im relevanten Krankheitsalter

ÄFI hat seinen Fachbeitrag zur Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) aktualisiert. Es zeigt sich: Ein eindeutiger Schutz vor Gebärmutterhalskrebs fehlt weiterhin. Allerdings erhärtet sich der Verdacht auf einen Replacement-Effekt. Außerdem verdichten sich Hinweise auf eine mögliche Herdenimmunität. Die epidemiologischen Bulletins der STIKO machen deutlich: Es mangelt an Daten und Transparenz.

Weitere Informationen:

Aktualisierter HPV-Fachbeitrag, 16. März 2026

Wiss. Hintergrundpapier zu HPV, 16. März 2026

Das RKI und die Impfbereitschaft der Deutschen

Kommunikation vor Evidenz: Mit der IMPRESS-Studie möchte das RKI herausfinden, warum die Deutschen sich impfen lassen und warum nicht. Mit dem Ziel, die Impfbereitschaft zu steigern. Dazu gehört auch die Erörterung sogenannter Impfmythen. Es zeigt sich, dass das RKI mitunter unsauber arbeitet und selbst manchen Mythos zur Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen stärkt.

ÄFI: Seit 20 Jahren ein unabhängiger Akteur im Impf-Diskurs

ÄFI feiert runden Geburtstag: Vor 20 Jahren wurde der Verein gegründet als Netzwerk unabhängiger Ärztinnen und Ärzte. Heute ist der überparteiliche und (industrie-)unabhängige Verein die kräftigste Stimme für die individuelle Impfentscheidung in Deutschland. Zum Jubiläum ein kurzer Abriss der Vereinsgeschichte.

Newsletter #68: Vorhaltepauschale und Abschlagsregelung: Wer wenig impft, wird abgestraft

Seit Januar gilt die neue Vorhaltepauschale für Hausarztpraxen – eine Neuregelung mit offensichtlichem Bestrafungscharakter: Einerseits ist bei den Zuschlägen die Anzahl der Schutzimpfungen nur eines von zehn möglichen Kriterien und fällt damit auch nur relativ ins Gewicht. Andererseits ist der Abschlag von 40 Prozent für Praxen mit weniger als zehn Impfungen jeweils in den ersten drei Quartalen sehr deutlich und nicht durch andere Kriterien ausgleichbar.

Weitere Informationen:

Hier den ganzen Newsletter #68 lesen

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Interview: Gürtelrose-Impfung ist eine der reaktogensten Impfungen

Die Impfung gegen Gürtelrose zählt zu den Impfungen, die unter den klassischen Impfungen die meisten unerwünschten Reaktionen verursachen. In einem Radio-Interview gibt ÄFI-Vorstand Dr. Matthias Keilich einen Überblick über diese Impfung und berichtet aus eigenen Erfahrungen in seiner Praxis.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag zu Gürtelrose

Vorhaltepauschale und Abschlagsregelung: Weniger impfen – weniger Geld

Wenn Geld über Medizin entscheidet: Seit Anfang 2026 werden Hausarztpraxen finanziell abgestraft, wenn sie zu wenige Impfungen durchführen – selbst dann, wenn dies medizinisch begründet ist. Eine einzige Zahl kann heute über 40 % Honorarverlust entscheiden. Nicht Gespräch, nicht Versorgung, nicht Verantwortung, sondern Statistik. Medizin hingegen braucht Freiheit. Für ÄFI müssen Impfentscheidungen individuell, aufgeklärt und frei von wirtschaftlichem Druck getroffen werden. Dazu eine juristische Einordnung der neu geregelten Vorhaltepauschale.

Impf-Studien zu Schwangeren oft wenig vertrauenswürdig

ÄFI hat seinen Fachbeitrag zu „Impfungen in der Schwangerschaft“ turnusgemäß aktualisiert. Dabei stellte sich heraus: Relativ viele systematische Reviews klingen hinsichtlich ihrer Ergebnisse vielversprechend, weisen jedoch eine nur geringe Vertrauenswürdigkeit auf. Das wissenschaftliche Hintergrundpapier arbeitet diesen Umstand deutlich heraus.

Fragliche Wirkung der Gürtelrose-Impfung gegen Herpes-Zoster-Komplikationen

Seit Juni 2025 ist Zostavax® in der EU nicht mehr verfügbar – Shingrix® ist damit der derzeit einzige Impfstoff gegen Gürtelrose. Er wird häufig als Schutz auch vor schweren Komplikationen wie Schlaganfall, Augenerkrankungen oder Dissemination beworben. Die Zulassungsstudien zeigen jedoch eine extrem geringe absolute Risikoreduktion bei diesen seltenen Ereignissen (0,11–0,13 %, die NNV liegt bei 759–935). Neuere Beobachtungsstudien deuten zudem auf ein vorübergehend erhöhtes Risiko für eine Gürtelrose-Diagnose in den ersten Wochen nach der ersten Impfdosis hin. Im aktualisierten Gürtelrose-Fachbeitrag und im wissenschaftlichen Hintergrundpapier geht ÄFI diesen Fragen detailliert nach.