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Newsletter #73: Wenn die ePA-App die Impfung anmahnt

Geht es nach den öffentlichen Bekundungen ihrer Befürworter, so scheint die Digitalisierung ein Wert an sich zu sein und wird vor allem im Gesundheitswesen vorangetrieben. Die Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) hat hingegen zahlreiche praktische, datenschutzrechtliche und ethische Fragen aufgeworfen.

Nun sorgt ein Referentenentwurf für das „Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG)“ für weitere Unruhe. Künftig sollen vertrauliche Informationen vollständig digital als strukturierte Datensätze erfasst und in der ePA verfügbar gemacht werden.

Weitere Informationen:

Hier den ganzen Newsletter #73 lesen

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Kein eindeutiger Nachweis zur Wirksamkeit der Men-B-Impfung gegen Gonorrhoe

Immer mehr Studien untersuchen eine mögliche Kreuzwirksamkeit der Meningokokken-B-Impfung (MenB) gegen die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe. In England wurde deshalb 2025 weltweit das erste Impfprogramm gestartet – im Off-Label-Use. ÄFI hat die aktuelle Studienlage zu diesem Thema, aber auch zur Meningokokken-Impfung generell unter die Lupe genommen und seinen Impf-Fachbeitrag aktualisiert. Dabei zeigt sich: Ein klarer Schutzeffekt gegen Gonorrhoe kann derzeit nicht bestätigt werden.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag Meningokokken, 22. Mai 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 22. Mai 2026

Probleme der Rotaviren-Impfung

Trotz Impfung kein Rückgang von Darminvaginationen, nur ein überschaubarer Nutzen gegen Hospitalisierungen und eine begrenzte Herdenimmunität: Die Probleme der Rotaviren-Impfung sind deutlich. ÄFI hat dazu seinen Impf-Fachbeitrag mittels eines wissenschaftlichen Hintergrundpapieres aktualisiert. Angesichts eines äußerst geringen Sterblichkeitsrisikos und der Impfempfehlung der STIKO stellt sich die Frage, welches Ziel nationale Immunisierungsprogramme verfolgen sollten.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag zu Rotaviren, 22. Mai 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 22. Mai 2026

Das Leben, die Impfung, die Daten und der ganze Rest

Über die Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) hatte ÄFI bereits Ende 2024 ausführlich berichtet und auf zahlreiche praktische, datenschutzrechtliche und ethische Probleme hingewiesen. Ein neuer Referentenentwurf für das „Gesundheits-Digital-Gesetz (GeDIG)“ geht nun einen Schritt weiter: Impfungen und Impfstatus sollen als interoperabler Datensatz abgespeichert und unterschiedlichsten Interessenten zugänglich gemacht werden. ÄFI wirft einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft.

Newsletter #72: Erster modRNA-Kombinationsimpfstoff genehmigt

Die EU-Kommission hat den ersten Kombinationsimpfstoff – gegen Grippe und COVID-19 – auf Basis der modRNA-Technologie genehmigt. Mit mCombriaX® wird diese Technologie für die jährliche Grippeimpfung eingeführt. Damit gibt es die Impfung gegen beide Erkrankungen künftig mit nur einer Injektion.

Die Zulassung erfolgte ohne Klärung der vielen Hinweise auf den begrenzten und risikobehafteten Einsatz dieser Technologie, auf die ÄFI immer wieder hingewiesen hat (z. B. hier, hier und hier).

Weitere Informationen:

Hier den ganzen Newsletter #72 lesen

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modRNA-Technologie wird weiter verstetigt: EU-Kommission lässt neuen Grippe-COVID-19-Kombinationsimpfstoff zu

Mit mCombriaX® kommt der erste Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID-19 auf den Markt. Damit wird die modifizierte mRNA-Technologie auch für die jährliche Grippeimpfung eingeführt. Die zahlreichen Hinweise auf den begrenzten und risikobehafteten Einsatz dieser Technologie scheinen für die Zulassungsbehörden keine Rolle zu spielen. Hinzu kommen weitere Schwachpunkte: keine Testung gegen Placebo, kein Nachweis einer klinischen Wirksamkeit, ausschließliche Bestimmung von wenig nützlichen Surrogatparametern. Eine Analyse von ÄFI.

Hib-Impfung: Kein klinischer Wirksamkeitsnachweis in Zulassungsstudien

ÄFI hat seinen Impf-Fachbeitrag zu Hib um die Zulassungsstudien erweitert und auf Basis einer umfassenden Literatursuche neue Evidenz hinzugefügt. Einerseits wurde nicht die klinische Wirksamkeit der Impfung gegen Hib (Haemophilus influenzae Typ B) nachgewiesen, sondern nur die Immunogenität. Andererseits steigt laut neuen Beobachtungsstudien die Zahl derjenigen, bei denen die Impfung nicht anschlägt. Neu zeigt der Fachbeitrag zudem auf, dass es bisher keine umfassende Literatursuche der STIKO zur Wirksamkeit und Sicherheit der Hib-Impfung gab.

Weitere Informationen:

Aktualisierter Fachbeitrag zu Hib, 21. April 2026

Wiss. Hintergrundpapier zu Hib, 21. April 2026

Nutzen-Risiko-Profil der Hepatitis-B-Impfung bleibt unvollständig

Hohe Impfquoten, aber nur bei einem Drittel der geimpften Personen schützende Antikörperspiegel: Neue Daten zur Impfung gegen Hepatitis B bekräftigen den Mangel an robusten Daten zur klinischen Wirksamkeit. ÄFI hat seinen Impf-Fachbeitrag zu Hepatitis B auf Basis des wissenschaftlichen Hintergrundpapieres aktualisiert.

Weitere Informationen:

Aktualisierter Fachbeitrag zu Hepatitis B, 21. April 2026

Wiss. Hintergrundpapier zu Hepatitis B, 21. April 2026

  • #Fortbildung

Sonder-Newsletter #71: Fit für die individuelle Impfberatung

Die ÄFI-Fortbildungsreihe 2026 startet – mit neuen Inhalten
 

Auch 2026 schließt ÄFI die Fortbildungslücke bei der Impfberatung. An drei Mittwochabenden im Juni haben Ärztinnen und Arzte, impfberechtigte Apothekerin und Apotheker die Chance, die wesentlichen Aspekte der individuellen Impfberatung kennenzulernen oder ihre Kenntnisse zu vertiefen.

In der Praxis stellen Impfungen in vielerlei Hinsicht eine wesentliche Herausforderung dar: Welche Impfstoffe sind verfügbar? Wie lässt sich das Wissen um ihre Wirkung und Sicherheit für ein individuelles Nutzen-Risiko-Profil nutzen? Wie finde ich schnell und sicher vertrauenswürdige Informationen zu Impfungen? Kann jeder Impfling jede Impfung vertragen? Und: Was macht eine gute individuelle Impfberatung aus?

Weitere Informationen:

Module, Ablauf und Anmeldung

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Newsletter #70: Lauterbach über Corona-Impfung: Spätestens unter Omikron kein Fremdschutz

Im Dezember hatte Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor der Corona-Enquete-Kommission eingeräumt, dass der Fremdschutz bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe nie eine Rolle gespielt habe. Nun hat sein Nachfolger Karl Lauterbach (SPD) ins gleiche Horn gestoßen.

Spätestens unter der Omikron-Variante sei der Fremdschutz „weitestgehend weg“ gewesen, erklärte er freimütig vor der Kommission. Diese Einlassung dürfte all diejenigen interessieren, die sich auch danach von den immer wieder vorgetragenen Fremdschutz-Argumenten zur Impfung mit den modRNA-Impfstoffen haben leiten lassen.

Lauterbach jedoch holte sofort zum Gegenschlag aus: Er betonte die Wirksamkeit der modRNA-Impfungen und warnte vor Fehlinformationen. Zweifel seien „auch tödlich“.

Weitere Informationen:

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