- Covid-19-Impfpflicht
- Covid-19-Impfung
- Impfaufklärung
- Politik
- Robert-Koch-Institut
- STIKO
- Wissenschaft
Lauterbach: Schon bei Omikron kein Fremdschutz mehr durch Impfung
In der Sitzung der Corona-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages vom 19. März 2026 ging es um die „Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems, Impfstrategie und Forschung“. Als Sachverständiger war auch der Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geladen.
Lauterbach erklärte, dass es unter der Omikron-Variante, also ab etwa Ende 2021, im Grunde keinen Fremdschutz mehr durch die Corona-Impfung gegeben habe. Wörtlich sagte er:
„Natürlich hat es am Anfang einen Fremdschutz gegeben, der ist auch in den Studien nachgewiesen worden. Beim Wildtyp war zuerst in der Covid-Studie noch ein Fremdschutz, der hat dann später nicht gehalten. Der war bei der Delta-Variante schon etwas abgeschwächt, bei Omikron war er weitestgehend weg. Aber am Anfang hat es auch einen Fremdschutz gegeben, das ist unbestritten.“ (Sitzungsvideo ab 1:42:53)
Damit hat Lauterbach wohl erstmals den fehlenden Fremdschutz seit Auftreten von Omikron eingeräumt. Seine Aussage steht in krassem Widerspruch zu den damaligen Beteuerungen als Gesundheitsminister. Immer wieder war vor allem der Fremdschutz als Argument für die Impfung angeführt worden. Noch im Dezember 2023 hatte Lauterbach dementsprechend die Werbetrommel gerührt:
"Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach senkt eine frische Corona-Impfung nicht nur das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung, sondern auch erheblich die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus." (Quelle: RP-Online)
Mit seiner Einlassung stellt sich Lauterbach in eine Reihe mit seinem Vorgänger im Amt Jens Spahn (CDU). Dieser hatte im Dezember 2025 vor der Kommission erklärt: „Es war nie Ziel, auch der WHO nicht, bei der Impfstoffentwicklung, dass es zum Infektionsschutz gegenüber Dritten kommt.“
Zur Wirksamkeit der massenhaft verabreichten modRNA-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 hatte Spahn gesagt, sie würden „bis heute (…) im Markt“, sprich: an der geimpften Bevölkerung getestet.
Lauterbach wiederholt fehlerhafte Aussagen zu französischer Übersterblichkeits-Studie
Auch zum Thema der Sicherheit der Corona-Impfungen äußerte sich Lauterbach. Dabei zog er mehrfach eine französische Studie von 2025 heran, nach der es zu keiner Übersterblichkeit oder schweren Erkrankungen infolge der Impfungen gekommen sei.
Anhand von 28 Millionen Erwachsenen sei die Studie zu dem Ergebnis gelangt, dass die Corona-Impfung die Sterblichkeit bei den Geimpften um „25 Prozent reduziert“ habe. Vor der Kommission erklärte Lauterbach weiter:
„Es ist in der wissenschaftlichen Literatur Konsens, dass tatsächlich die Zahl der Toten nur deshalb nicht wesentlich höher ist, weil wir den Segen der Impfungen gehabt haben. […] Auf jeden Fall ließ die Studie konservativ den Schluss zu, dass die Impfung nicht zu Übersterblichkeit geführt hat. Auch kein Turbokrebs wurde beobachtet oder ähnliche Erkrankungen […].“ (Sitzungsvideo ab 15:11)
Tatsächlich zeigte die Studie nicht nur, dass die Allgemeinsterblichkeit bei Geimpften in Frankreich im Vergleich mit Ungeimpften nicht höher war; sie zeigte sogar, dass diese Sterblichkeit bei den Geimpften hochsignifikant niedriger war als bei Ungeimpften. Wenn aber die Corona-Impfung auch gegen andere Todesursachen als COVID-19 wirkt, stimmt etwas mit den Daten nicht. Denn der Beitrag der COVID-Sterblichkeit zur Allgemeinsterblichkeit war verschwindend gering.
Das allerdings scheint Karl Lauterbach nicht zu stören. Die Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung (ÄFI) haben die mangelhafte Qualität der Studie und ihrer Interpretationen hierzulande ausführlich analysiert.
Lauterbach: Zweifel an der Corona-Impfung sind „auch tödlich“
Für Karl Lauterbach spricht die Studienlage jedoch weiterhin eindeutig für die Corona-Impfung. Jegliche Kritik an den modRNA-Impfstoffen wehrte er vor der Kommission mit dem Hinweis auf Fehlinformation ab:
„Also diese Zweifel, die man an der Impfung hegt, die aber über die weltweite Studienlage hinweggeht, die also ausnahmsweise gut ist für diese Impfstoffe, diese Zweifel sind auch tödlich, das müssen wir uns also vor Augen führen. Wenn wir eine neue Pandemie bekommen, dann würden diese Zweifel noch einmal die Bereitschaft der Bevölkerung, an Impfprogrammen noch einmal teilzunehmen, deutlich reduzieren. Das ist eine wichtige Nebenwirkung, die hier mitgedacht werden muss.“ (Sitzungsvideo ab 55:37)
Damit stößt Lauterbach in dasselbe Horn wie die WHO und das RKI, das neuerdings mit seiner IMPRESS-Studie bekräftigt hat, statt mehr Sicherheit bei den Impfstoffen einfordern lieber an der Herstellung von Impfbereitschaft in der Bevölkerung arbeiten zu wollen.
STIKO-Chef: Es war früh klar, dass Kinder wenig betroffen sein würden
In der jüngsten Sitzung der Enquete-Kommission war auch der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO) Reinhard Berner als Sachverständiger eingeladen. Berner ist Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.
Zur Rolle der Kinder in der Pandemie sagte Berner, dass es bereits im März 2020 und nach den Bildern von Bergamo klar gewesen sei,
„dass Kinder und Jugendliche von den COVID-19-Erkrankungen wenig betroffen sein würden. Es gab wenig Hospitalisierung, Kinder waren wenig erkrankt. […] Und auch in Deutschland hat sich gezeigt, dass mit Ausnahme von Kindern mit Risikofaktoren die Krankheitsschwere gering gewesen ist. Es gab auch viele Studien in Deutschland, die gezeigt haben, dass die Rolle der Kinder in der Pandemie, in den Schulen eine deutlich weniger prioritäre war sozusagen, als man das vielleicht angenommen hat, und nicht zu sehr zur Ausbreitung des Virus beigetragen haben.“ (Sitzungsvideo ab 37:58)
Tatsächlich hätten Entscheidungsträger sich schon frühzeitig über die epidemiologische Rolle von Kindern und Jugendlichen informieren können. Auch ÄFI hat früh darauf hingewiesen, dass sich eine Corona-Impfung, zumal mit den neuartigen modRNA-Impfstoffen, bei jungen Menschen verbietet (zum Beispiel hier, hier und hier). Ebenfalls war bekannt, dass Kinder und Jugendliche keine „Treiber der Pandemie“ waren – wie es selbst das Robert Koch-Institut bereits im Februar 2020 wusste.
Angesichts von Berners Einlassung bleibt es umso unverständlicher, wieso die STIKO unter ihrem damaligen Vorsitzenden Thomas Mertens schließlich doch eine Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige herausgab. Im Mai 2022 folgte die allgemeine COVID-19-Impfempfehlung für gesunde Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren. Erst rund 20 Monate später kündigte die STIKO an, die Impfempfehlung für Unter-18-Jährige zurückzunehmen.
Fazit: Ein Tag der Eingeständnisse – ohne Folgen
Die Sitzung der Enquete-Kommission war, was ihren Erkenntniswert angeht, ein Tag der Eingeständnisse. Weder die einrichtungsbezogene noch die allgemeine Impfpflicht waren wissenschaftlich begründet und der Entscheidungsträger Karl Lauterbach wusste es.
Dass Kinder nie eine wesentliche Rolle in der Virusverbreitung gespielt haben, schien auch allen Verantwortlichen klar gewesen zu sein. Die Kinder wurden fremdnützig geimpft, hinter Masken versteckt und öffentlich gedemütigt, als Ratten oder Todesengel gebrandmarkt. Was wirft das für ein Licht auf eine Gesellschaft, wenn sie derart abschätzig mit ihren Kindern umgeht – und am Ende niemand die Verantwortung übernehmen muss.
Weitere Informationen:
Enquete-Kommission: Anhörung zur Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems (Sitzungsvideo), 19. März 2026
Spahn zu COVID-19-Impfung: Fremdschutz war nie das Ziel, 17. Dez. 2025
Das RKI und die Impfbereitschaft der Deutschen, 12. März 2026
modRNA-Impfung und Allgemeinsterblichkeit: Seltsame Korrelationen, 6. Feb. 2026
RKI zwischen wissenschaftlicher Evidenz und politischer Propaganda, 27. Juni 2024
ÄFI-Fachbeitrag COVID-19, 29. Sep. 2025
Artikel ausdrucken:

