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„safe and effective“? RKI-Studie bringt Impf-Empfehlungen der STIKO ins Wanken

RKI/WHO-Studie zeigt: Mehr als 9 von 10 Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind kaum vertrauenswürdig (Pressemitteilung)

Das Robert Koch-Institut hat im Fachjournal Systematic Reviews (BMC) eine wissenschaftliche Arbeit zur Berichtsqualität von Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen veröffentlicht. Das Ergebnis: Die übergroße Mehrzahl der systematischen Reviews wird hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit als "kritisch-niedrig" eingestuft. Die Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung (ÄFI) sehen dringenden Handlungsbedarf für die Formulierung von Impfempfehlungen in Deutschland.

Quellen:

Pressekontakt:

presse(at)individuelle-impfentscheidung.de

Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.
Gneisenaustr. 42
10961 Berlin

Originalmeldung:

Presseportal, 11. Juni 2026

Weitere Informationen:

Zum Volltext der Studie

Zur ausführlichen Bewertung der Studienergebnisse

RKI/WHO-Studie: Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind häufig kaum vertrauenswürdig

Im Januar 2026 hat das RKI in Zusammenarbeit mit der WHO im Fachjournal Systematic Reviews (BMC) eine wissenschaftliche Arbeit zur Berichtsqualität von Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen veröffentlicht. Das Ergebnis: Mehr als 9 von 10 systematischen Reviews werden hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit als „kritisch-niedrig“ eingestuft. Was bedeutet dieser Befund für die Evidenzbasis von Impfstoffen? ÄFI ordnet das Ergebnis ein.

Weitere Informationen:

ÄFI-Fachbeitrag zur STIKO-Methodik

Presseportal, 11. Juni 2026

Keuchhusten-Einzelimpfstoff: Zugelassen, aber nicht verfügbar

Im Januar 2026 hat die EU-Kommission dem Keuchhusten-Einzelimpfstoff VacPertagen® die Zulassung erteilt. Das letzte Präparat dieser Art war in Deutschland 2005 vom Markt genommen worden. Die ÄFI begrüßen, dass es nach über 20 Jahren wieder die Chance auf eine Alternative zu Kombipräparaten, die neben Keuchhusten immer auch Diphterie- und Tetanus-Komponenten enthalten, gibt.

Newsletter #73: Wenn die ePA-App die Impfung anmahnt

Geht es nach den öffentlichen Bekundungen ihrer Befürworter, so scheint die Digitalisierung ein Wert an sich zu sein und wird vor allem im Gesundheitswesen vorangetrieben. Die Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) hat hingegen zahlreiche praktische, datenschutzrechtliche und ethische Fragen aufgeworfen.

Nun sorgt ein Referentenentwurf für das „Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG)“ für weitere Unruhe. Künftig sollen vertrauliche Informationen vollständig digital als strukturierte Datensätze erfasst und in der ePA verfügbar gemacht werden.

Quellen:

Hier den ganzen Newsletter #73 lesen

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Kein eindeutiger Nachweis zur Wirksamkeit der Men-B-Impfung gegen Gonorrhoe

Immer mehr Studien untersuchen eine mögliche Kreuzwirksamkeit der Meningokokken-B-Impfung (MenB) gegen die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe. In England wurde deshalb 2025 weltweit das erste Impfprogramm gestartet – im Off-Label-Use. ÄFI hat die aktuelle Studienlage zu diesem Thema, aber auch zur Meningokokken-Impfung generell unter die Lupe genommen und seinen Impf-Fachbeitrag aktualisiert. Dabei zeigt sich: Ein klarer Schutzeffekt gegen Gonorrhoe kann derzeit nicht bestätigt werden.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag Meningokokken, 22. Mai 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 22. Mai 2026

Probleme der Rotaviren-Impfung

Trotz Impfung kein Rückgang von Darminvaginationen, nur ein überschaubarer Nutzen gegen Hospitalisierungen und eine begrenzte Herdenimmunität: Die Probleme der Rotaviren-Impfung sind deutlich. ÄFI hat dazu seinen Impf-Fachbeitrag mittels eines wissenschaftlichen Hintergrundpapieres aktualisiert. Angesichts eines äußerst geringen Sterblichkeitsrisikos und der Impfempfehlung der STIKO stellt sich die Frage, welches Ziel nationale Immunisierungsprogramme verfolgen sollten.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag zu Rotaviren, 22. Mai 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 22. Mai 2026

Das Leben, die Impfung, die Daten und der ganze Rest

Über die Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) hatte ÄFI bereits Ende 2024 ausführlich berichtet und auf zahlreiche praktische, datenschutzrechtliche und ethische Probleme hingewiesen. Ein neuer Referentenentwurf für das „Gesundheits-Digital-Gesetz (GeDIG)“ geht nun einen Schritt weiter: Impfungen und Impfstatus sollen als interoperabler Datensatz abgespeichert und unterschiedlichsten Interessenten zugänglich gemacht werden. ÄFI wirft einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft.

Newsletter #72: Erster modRNA-Kombinationsimpfstoff genehmigt

Die EU-Kommission hat den ersten Kombinationsimpfstoff – gegen Grippe und COVID-19 – auf Basis der modRNA-Technologie genehmigt. Mit mCombriaX® wird diese Technologie für die jährliche Grippeimpfung eingeführt. Damit gibt es die Impfung gegen beide Erkrankungen künftig mit nur einer Injektion.

Die Zulassung erfolgte ohne Klärung der vielen Hinweise auf den begrenzten und risikobehafteten Einsatz dieser Technologie, auf die ÄFI immer wieder hingewiesen hat (z. B. hier, hier und hier).

Quellen:

Hier den ganzen Newsletter #72 lesen

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modRNA-Technologie wird weiter verstetigt: EU-Kommission lässt neuen Grippe-COVID-19-Kombinationsimpfstoff zu

Mit mCombriaX® kommt der erste Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID-19 auf den Markt. Damit wird die modifizierte mRNA-Technologie auch für die jährliche Grippeimpfung eingeführt. Die zahlreichen Hinweise auf den begrenzten und risikobehafteten Einsatz dieser Technologie scheinen für die Zulassungsbehörden keine Rolle zu spielen. Hinzu kommen weitere Schwachpunkte: keine Testung gegen Placebo, kein Nachweis einer klinischen Wirksamkeit, ausschließliche Bestimmung von wenig nützlichen Surrogatparametern. Eine Analyse von ÄFI.