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STIKO hält an COVID-19-Impfempfehlung für Schwangere mit Risikofaktoren fest

Nach der neuen Impfempfehlung sollen die Standardimpfung und die Auffrischimpfungen für alle gesunden Erwachsenen erst ab einem Alter von 75 Jahren erfolgen. Eine Indikationsimpfung wird bei bestimmten Grunderkrankungen empfohlen. Auch gesunde Schwangere benötigen keine Basisimpfung mehr. Für ÄFI geht die Rücknahme der Impfempfehlung aber längst nicht weit genug.

Sonder-Newsletter #75: Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) muss erhalten bleiben

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD plant, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) massiv einzuschränken. Das IFG in seiner aktuellen Form erlaubt es allen Privatpersonen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Medien, Anfragen nach amtlichen Informationen aller Art an die Bundesregierung und alle Bundesbehörden (mit Ausnahme von Gerichten und Staatsanwaltschaften) zu stellen. Die jeweiligen Behörden sind zur Herausgabe von Dokumenten verpflichtet. Je nach Aufwand entstehen für den Antragsteller Kosten in Höhe von maximal 500 Euro. Das IFG macht staatliches Handeln transparent. Indem es den Staat zur Rechenschaft verpflichtet, gilt es als Pfeiler einer freiheitlichen Demokratie. IFG-Anfragen haben in der Vergangenheit manchen Skandal aufgedeckt, der ansonsten vermutlich verdeckt geblieben wäre oder der Hilfe eines anonymen Leaks bedurft hätte, um ans Licht der Öffentlichkeit zu gelangen.

Weitere Informationen:

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Eine Meinung als Studie: Alle Covid-19-Impfstoffe absolut sicher und effektiv

Ein Ende Juni in The Lancet veröffentlichter Artikel erklärt alle Covid-19-Impfstoffe für hocheffizient und absolut sicher und ihre Nebenwirkungen zu seltensten Anomalien. Dabei genügt der Text nicht einmal minimalen Qualitätsanforderungen, wird aber trotzdem von vielen Medien kritiklos übernommen. Eine kritische Analyse von ÄFI.

Der Artikel “Safety and efficacy of mRNA vaccines: a mechanistic and public health perspective” von Blackney et al. wurde in zahlreichen Medien (in Deutschland u. a. ntv) ausgesprochen positiv beurteilt. Dabei verweist ntv entgegen dem erklärten Anspruch nicht auf die Lancet-Publikation, sondern auf die Pressestelle der Universität British Columbia. Dabei sollte bekannt sein, dass Pressestellen von Universitäten niemals kritisch über die eigenen Fachpublikationen berichten. (Oder kennt jemand Pressemitteilungen der Autohersteller, in denen die Nachteile der eigenen Autos analysiert werden?)

Newsletter #74: Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind kaum vertrauenswürdig

Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten (sog. systematische Reviews) sind eine wichtige Quelle, um sich einen Überblick über die aktuelle Forschungssituation zum Beispiel von Impfstoffen zu verschaffen. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) nutzt solche Reviews, um Impfempfehlungen auszusprechen.

Nun hat eine Studie mehr als 9 von 10 solcher Reviews eine "kritisch-niedrige Vertrauenswürdigkeit" bescheinigt hinsichtlich ihrer Berichtsqualität. Offenbar haben diese Studien eklatante Probleme damit, Verzerrungsrisiken zu vermeiden, die sich aus der Berichterstattung der Autoren ergeben.

Vor allem zwei Defizite stechen hervor: Es wird meist keine Liste mit Begründungen über nicht-berücksichtigte Studien angegeben (ca. 94 %) und es wird vorab kein Protokoll veröffentlicht zum Ablauf der Studie (ca. 77 %). So lassen sich unliebsame Studienergebnisse unter den Teppich kehren.

Weitere Informationen:

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Die STIKO sollte ihre Standardvorgehensweise ändern

ÄFI hat seinen Fachbeitrag zur Arbeitsweise der STIKO aktualisiert und dort die neue Studie des RKI und WHO, nach der mehr als 9 von 10 Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen hinsichtlich ihrer Berichterstattung wenig vertrauenswürdig sind, einfließen lassen. Für die Standardvorgehensweise der STIKO ergibt sich Handlungsbedarf: Künftig sollte die STIKO nur solche Arbeiten heranziehen, die vorab festgelegte Kriterien und Standards erfüllen. Weitere Themen: die unkritische Haltung des RKI zu den COVID-19-Impfempfehlungen der Kommission sowie die Ansicht des STIKO-Vorsitzenden zur partizipativen Entscheidungsfindung.

Impf-Empfehlung gegen Tetanus ohne Aufarbeitung der Evidenz durch die STIKO

Nach wie vor fehlt es an gut gemachten Studien zur Wirksamkeit der Tetanus-Impfung. Selbst eine fundierte Begründung für die Impfempfehlung steht aus. Dagegen mehren sich die Hinweise auf non-spezifische Effekte von Kombinationsimpfstoffen mit Tetanuskomponente. Die STIKO hat bisher keine Begründung für die Impfempfehlung gegen Tetanus geliefert – empfiehlt aber mehr Impfungen als die WHO. Der aktualisierte Fachbeitrag von ÄFI zur Tetanus-Impfung gibt Auskunft über den derzeitigen Stand.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag zur Tetanus-Impfung, 24. Juni 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 24. Juni 2026

„safe and effective“? RKI-Studie bringt Impf-Empfehlungen der STIKO ins Wanken

RKI/WHO-Studie zeigt: Mehr als 9 von 10 Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind kaum vertrauenswürdig (Pressemitteilung)

Das Robert Koch-Institut hat im Fachjournal Systematic Reviews (BMC) eine wissenschaftliche Arbeit zur Berichtsqualität von Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen veröffentlicht. Das Ergebnis: Die übergroße Mehrzahl der systematischen Reviews wird hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit als "kritisch-niedrig" eingestuft. Die Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung (ÄFI) sehen dringenden Handlungsbedarf für die Formulierung von Impfempfehlungen in Deutschland.

Quellen:

Pressekontakt:

presse(at)individuelle-impfentscheidung.de

Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.
Gneisenaustr. 42
10961 Berlin

Originalmeldung:

Presseportal, 11. Juni 2026

Weitere Informationen:

Zum Volltext der Studie

Zur ausführlichen Bewertung der Studienergebnisse

RKI/WHO-Studie: Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind häufig kaum vertrauenswürdig

Im Januar 2026 hat das RKI in Zusammenarbeit mit der WHO im Fachjournal Systematic Reviews (BMC) eine wissenschaftliche Arbeit zur Berichtsqualität von Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen veröffentlicht. Das Ergebnis: Mehr als 9 von 10 systematischen Reviews werden hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit als „kritisch-niedrig“ eingestuft. Was bedeutet dieser Befund für die Evidenzbasis von Impfstoffen? ÄFI ordnet das Ergebnis ein.

Keuchhusten-Einzelimpfstoff: Zugelassen, aber nicht verfügbar

Im Januar 2026 hat die EU-Kommission dem Keuchhusten-Einzelimpfstoff VacPertagen® die Zulassung erteilt. Das letzte Präparat dieser Art war in Deutschland 2005 vom Markt genommen worden. Die ÄFI begrüßen, dass es nach über 20 Jahren wieder die Chance auf eine Alternative zu Kombipräparaten, die neben Keuchhusten immer auch Diphtherie- und Tetanus-Komponenten enthalten, gibt.