Vorbemerkung: Wir leben in einer Zeit, in der die Einschätzung was wahr ist und was nicht, zunehmend schwer fällt. Sowohl Ärztinnen und Ärzte als auch Eltern und interessierte Laien neigen dazu, Studien oder Primärquellen zu lesen, oft jedoch nur die Zusammenfassungen oder Überschriften.
Diese oberflächliche Herangehensweise kann dazu führen, dass wir uns in einer sogenannten „Filterblase“ bewegen, in der wir nur Bestätigungen unserer eigenen Meinungen suchen und Informationen unkritisch aufnehmen. Aus diesem Grund möchten wir eine Studie vorstellen, die wir kritisch beleuchtet haben.
Abstrakt / Zusammenfassung
Die Autoren der Studie untersuchten anhand von amerikanischen Abrechnungsdaten, ob sich bei Kindern von der Geburt bis zum Alter von 9 Jahren ein statistischer Zusammenhang zwischen Impfungen und neurologischen Entwicklungsstörungen sowie Autismus zeigen lässt.
Sie kamen zu dem Schluss, dass in diesen Daten ein solcher Zusammenhang besteht. Die Studie weist jedoch aufgrund der Datenquelle und des Studiendesigns ein hohes Verzerrungspotential auf, so dass die Schlussfolgerungen fragwürdig sind. Diese Studie liefert im besten Fall Hinweise auf mögliche Impfnebenwirkungen.