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Ständige Impfkommission (STIKO)

Die Ständige Impfkommission ist ein 1972 etabliertes und 2001 gesetzlich verankertes Gremium zur Entwicklung von Impf-Empfehlungen für Deutschland. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und im Fachgebiet Impfprävention des Robert Koch-Instituts verortet. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission werden beispielsweise auch in den Fachbeiträgen der ÄFI gespiegelt und kritisiert. Hier finden Sie alle Meldungen zum Thema.

HPV-Impfung: Weiterhin kein Nachweis über Schutz vor Gebärmutterhalskrebs im relevanten Krankheitsalter

ÄFI hat seinen Fachbeitrag zur Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) aktualisiert. Es zeigt sich: Ein eindeutiger Schutz vor Gebärmutterhalskrebs fehlt weiterhin. Allerdings erhärtet sich der Verdacht auf einen Replacement-Effekt. Außerdem verdichten sich Hinweise auf eine mögliche Herdenimmunität. Die epidemiologischen Bulletins der STIKO machen deutlich: Es mangelt an Daten und Transparenz.

Weitere Informationen:

Aktualisierter HPV-Fachbeitrag, 16. März 2026

Wiss. Hintergrundpapier zu HPV, 16. März 2026

Das RKI und die Impfbereitschaft der Deutschen

Kommunikation vor Evidenz: Mit der IMPRESS-Studie möchte das RKI herausfinden, warum die Deutschen sich impfen lassen und warum nicht. Mit dem Ziel, die Impfbereitschaft zu steigern. Dazu gehört auch die Erörterung sogenannter Impfmythen. Es zeigt sich, dass das RKI mitunter unsauber arbeitet und selbst manchen Mythos zur Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen stärkt.

Impf-Studien zu Schwangeren oft wenig vertrauenswürdig

ÄFI hat seinen Fachbeitrag zu „Impfungen in der Schwangerschaft“ turnusgemäß aktualisiert. Dabei stellte sich heraus: Relativ viele systematische Reviews klingen hinsichtlich ihrer Ergebnisse vielversprechend, weisen jedoch eine nur geringe Vertrauenswürdigkeit auf. Das wissenschaftliche Hintergrundpapier arbeitet diesen Umstand deutlich heraus.

Fragliche Wirkung der Gürtelrose-Impfung gegen Herpes-Zoster-Komplikationen

Seit Juni 2025 ist Zostavax® in der EU nicht mehr verfügbar – Shingrix® ist damit der derzeit einzige Impfstoff gegen Gürtelrose. Er wird häufig als Schutz auch vor schweren Komplikationen wie Schlaganfall, Augenerkrankungen oder Dissemination beworben. Die Zulassungsstudien zeigen jedoch eine extrem geringe absolute Risikoreduktion bei diesen seltenen Ereignissen (0,11–0,13 %, die NNV liegt bei 759–935). Neuere Beobachtungsstudien deuten zudem auf ein vorübergehend erhöhtes Risiko für eine Gürtelrose-Diagnose in den ersten Wochen nach der ersten Impfdosis hin. Im aktualisierten Gürtelrose-Fachbeitrag und im wissenschaftlichen Hintergrundpapier geht ÄFI diesen Fragen detailliert nach.

Pneumokokken-Impfempfehlung kaum nachvollziehbar

Die STIKO erkennt ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis der Pneumokokken-Impfung. Diese Einschätzung lässt sich aus den zum Zeitpunkt der Einführung der Impfempfehlung zugrunde gelegten Daten nicht ableiten: Die Empfehlung basiert auf spärlicher wissenschaftlicher Literatur, für die Sicherheit des Impfstoffes hat man sich mit einer einzigen und dazu auch noch wenig aussagekräftigen Studie begnügt. Zu diesen und anderen Aspekten hat ÄFI seinen Impf-Fachbeitrag zu Pneumokokken aktualisiert und ein wissenschaftliches Hintergrundpapier vorgelegt.