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Ständige Impfkommission (STIKO)

Die Ständige Impfkommission ist ein 1972 etabliertes und 2001 gesetzlich verankertes Gremium zur Entwicklung von Impf-Empfehlungen für Deutschland. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und im Fachgebiet Impfprävention des Robert Koch-Instituts verortet. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission werden beispielsweise auch in den Fachbeiträgen der ÄFI gespiegelt und kritisiert. Hier finden Sie alle Meldungen zum Thema.

Jetzt verfügbar: RSV in den ÄFI-Fachbeiträgen

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) erhält medial derzeit viel Aufmerksamkeit. Grund dafür sind die rasante Impfstoffforschung und -entwicklung sowie die jüngst von der EU-Kommission erteilten Genehmigungen für zwei RSV-Impfstoffe. Damit stehen erstmals Aktivimpfstoffe für Risikogruppen zur Verfügung – Säuglinge sowie ältere Menschen. Der neue ÄFI-Fachbeitrag gibt den Wissensstand rund um die Erkrankung und Impfung wieder.

Für gesunde Erwachsene spielt RSV im Infektionsgeschehen in der Regel keine Rolle. Die Übertragung erfolgt über größere Aerosolpartikel bzw. Tröpfchen, aber auch über Schmierinfektionen. Eine hohe Anzahl an asymptomatischen Fällen und die zu Beginn kaum von anderen Atemwegserkrankungen unterscheidbaren symptomatischen Verläufe führen dazu, dass RSV meist nicht, fehlerhaft oder zu spät diagnostiziert wird.

Neuer Eintrag: Diphtherie in den Impf-Fachbeiträgen

Diphtherie gilt in der europäischen Region heute als äußerst seltene Erkrankung. Die Impfquoten bei Kindern lagen bis zur Corona-Pandemie stets über 95 %. Dabei gibt es bis heute keine randomisiert-kontrollierten Studien zur Impfung und keinen Einzelimpfstoff, der eine bessere Immunantwort ermöglichen könnte.

Neuer Fachbeitrag zu Polio

Die letzten Fälle von Kinderlähmung (Poliomyelitis) in Deutschland wurden 1990 registriert. Jedoch hat der Einsatz oraler Polioimpfstoffe Fälle von impfbedingter Poliomyelitis hervorgerufen: die Entstehung eines pathogenen Phänotyps, der klinisch dem Wildtyp ähnelt. Der ÄFI-Fachbeitrag beleuchtet die verschiedenen Impfstofftypen, listet die Länder mit Polio auf und diskutiert die Empfehlungen der STIKO.

Bei Polio bzw. Kinderlähmung handelt es um eine Zerstörung der Nervenzellen in der grauen Substanz des Hinterhorns im Rückenmark. 1988 wurde die Globale Initiative zur Ausrottung der Poliomyelitis (GPEI) ins Leben gerufen. Im Mai 2014 hat die WHO den öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite (PHEIC) für Polio deklariert. Dieser Notstand hält als bisher längster und einziger bis heute an.

Tetanus: Neu in den Fachbeiträgen

Tetanus, auch bekannt als Wundstarrkrampf, ist vielen Menschen ein Begriff. Nicht zuletzt, weil die STIKO eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche, sowie Auffrischimpfungen alle zehn Jahre im Erwachsenenalter empfohlen hat. Doch stellen die Toxine des Bakteriums Clostridium tetani, die Wundstarrkrampf verursachen, ein gesundheitliches Problem in Deutschland dar? Der neue ÄFI-Fachbeitrag vermittelt aktuelle evidenzbasierte Informationen zur Erkrankung und der dazugehörigen Impfung.

In den Industrienationen spielt Tetanus kaum noch eine Rolle. In Deutschland wurden in den letzten Jahren weniger als 15 Erkrankungsfälle jährlich verzeichnet. Dies wird vor allem mit den verbesserten Lebensbedingungen in Verbindung gebracht. Hinzu kommt, dass die Erkrankung nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

FSME: Aktuelle Informationen und Empfehlungen

In der warmen Jahreszeit treten auch FSME-Erkrankungsfälle wieder auf. Wo liegen die Risikogebiete, welche Präventionsmaßnahmen gelten als vielversprechend? Wie sinnvoll sind Impfungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen? Ein neuer ÄFI-Fachbeitrag klärt auf.

Mit den steigenden Temperaturen ist auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wieder ein Thema. Die Zeckenart Gemeiner Holzbock gilt als Hauptüberträger der Krankheit, die in Deutschland vorzugsweise in den südlichen Bundesländern auftritt.