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Ständige Impfkommission (STIKO)

Die Ständige Impfkommission ist ein 1972 etabliertes und 2001 gesetzlich verankertes Gremium zur Entwicklung von Impf-Empfehlungen für Deutschland. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und im Fachgebiet Impfprävention des Robert Koch-Instituts verortet. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission werden beispielsweise auch in den Fachbeiträgen der ÄFI gespiegelt und kritisiert. Hier finden Sie alle Meldungen zum Thema.

Newsletter #76: Warum ÄFI-Inhalte KI-frei bleiben

Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug im journalistischen und im wissenschaftlichen Bereich, obwohl damit erhebliche Risiken verbunden sind: KI-Antworten und -Texte basieren auf berechneten Wahrscheinlichkeiten. Sogenannte Large Language Models (LLM) wie ChatGPT oder Gemini erzeugen plausibel und überzeugend wirkende, oft aber unzutreffende Behauptungen und stellen diese als Tatsachen dar.

Zu diesem Zweck erfinden diese Systeme schnell auch mal Quellen wie Zitate, Links, Titel, Autoren und sogar ganze Studien. Fachleute sprechen hierbei von Halluzinationen – nur eines neben zahlreichen weiteren Problemen.

Weitere Informationen:

Hier den ganzen Newsletter #76 lesen

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STIKO hält an COVID-19-Impfempfehlung für Schwangere mit Risikofaktoren fest

Nach der neuen Impfempfehlung sollen die Standardimpfung und die Auffrischimpfungen für alle gesunden Erwachsenen erst ab einem Alter von 75 Jahren erfolgen. Eine Indikationsimpfung wird bei bestimmten Grunderkrankungen empfohlen. Auch gesunde Schwangere benötigen keine Basisimpfung mehr. Für ÄFI geht die Rücknahme der Impfempfehlung aber längst nicht weit genug.

Newsletter #74: Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind kaum vertrauenswürdig

Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten (sog. systematische Reviews) sind eine wichtige Quelle, um sich einen Überblick über die aktuelle Forschungssituation zum Beispiel von Impfstoffen zu verschaffen. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) nutzt solche Reviews, um Impfempfehlungen auszusprechen.

Nun hat eine Studie mehr als 9 von 10 solcher Reviews eine "kritisch-niedrige Vertrauenswürdigkeit" bescheinigt hinsichtlich ihrer Berichtsqualität. Offenbar haben diese Studien eklatante Probleme damit, Verzerrungsrisiken zu vermeiden, die sich aus der Berichterstattung der Autoren ergeben.

Vor allem zwei Defizite stechen hervor: Es wird meist keine Liste mit Begründungen über nicht-berücksichtigte Studien angegeben (ca. 94 %) und es wird vorab kein Protokoll veröffentlicht zum Ablauf der Studie (ca. 77 %). So lassen sich unliebsame Studienergebnisse unter den Teppich kehren.

Weitere Informationen:

Hier den ganzen Newsletter #74 lesen

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Die STIKO sollte ihre Standardvorgehensweise ändern

ÄFI hat seinen Fachbeitrag zur Arbeitsweise der STIKO aktualisiert und dort die neue Studie des RKI und WHO, nach der mehr als 9 von 10 Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen hinsichtlich ihrer Berichterstattung wenig vertrauenswürdig sind, einfließen lassen. Für die Standardvorgehensweise der STIKO ergibt sich Handlungsbedarf: Künftig sollte die STIKO nur solche Arbeiten heranziehen, die vorab festgelegte Kriterien und Standards erfüllen. Weitere Themen: die unkritische Haltung des RKI zu den COVID-19-Impfempfehlungen der Kommission sowie die Ansicht des STIKO-Vorsitzenden zur partizipativen Entscheidungsfindung.

Impf-Empfehlung gegen Tetanus ohne Aufarbeitung der Evidenz durch die STIKO

Nach wie vor fehlt es an gut gemachten Studien zur Wirksamkeit der Tetanus-Impfung. Selbst eine fundierte Begründung für die Impfempfehlung steht aus. Dagegen mehren sich die Hinweise auf non-spezifische Effekte von Kombinationsimpfstoffen mit Tetanuskomponente. Die STIKO hat bisher keine Begründung für die Impfempfehlung gegen Tetanus geliefert – empfiehlt aber mehr Impfungen als die WHO. Der aktualisierte Fachbeitrag von ÄFI zur Tetanus-Impfung gibt Auskunft über den derzeitigen Stand.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag zur Tetanus-Impfung, 24. Juni 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 24. Juni 2026