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Ständige Impfkommission (STIKO)

Die Ständige Impfkommission ist ein 1972 etabliertes und 2001 gesetzlich verankertes Gremium zur Entwicklung von Impf-Empfehlungen für Deutschland. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und im Fachgebiet Impfprävention des Robert Koch-Instituts verortet. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission werden beispielsweise auch in den Fachbeiträgen der ÄFI gespiegelt und kritisiert. Hier finden Sie alle Meldungen zum Thema.

Impf-Empfehlung gegen Tetanus ohne Aufarbeitung der Evidenz durch die STIKO

Nach wie vor fehlt es an gut gemachten Studien zur Wirksamkeit der Tetanus-Impfung. Selbst eine fundierte Begründung für die Impfempfehlung steht aus. Dagegen mehren sich die Hinweise auf non-spezifische Effekte von Kombinationsimpfstoffen mit Tetanuskomponente. Die STIKO hat bisher keine Begründung für die Impfempfehlung gegen Tetanus geliefert – empfiehlt aber mehr Impfungen als die WHO. Der aktualisierte Fachbeitrag von ÄFI zur Tetanus-Impfung gibt Auskunft über den derzeitigen Stand.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag zur Tetanus-Impfung, 24. Juni 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 24. Juni 2026

„safe and effective“? RKI-Studie bringt Impf-Empfehlungen der STIKO ins Wanken

RKI/WHO-Studie zeigt: Mehr als 9 von 10 Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind kaum vertrauenswürdig (Pressemitteilung)

Das Robert Koch-Institut hat im Fachjournal Systematic Reviews (BMC) eine wissenschaftliche Arbeit zur Berichtsqualität von Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen veröffentlicht. Das Ergebnis: Die übergroße Mehrzahl der systematischen Reviews wird hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit als "kritisch-niedrig" eingestuft. Die Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung (ÄFI) sehen dringenden Handlungsbedarf für die Formulierung von Impfempfehlungen in Deutschland.

Quellen:

Pressekontakt:

presse(at)individuelle-impfentscheidung.de

Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.
Gneisenaustr. 42
10961 Berlin

Originalmeldung:

Presseportal, 11. Juni 2026

Weitere Informationen:

Zum Volltext der Studie

Zur ausführlichen Bewertung der Studienergebnisse

RKI/WHO-Studie: Übersichtsarbeiten zu Impfstoff-Studien sind häufig kaum vertrauenswürdig

Im Januar 2026 hat das RKI in Zusammenarbeit mit der WHO im Fachjournal Systematic Reviews (BMC) eine wissenschaftliche Arbeit zur Berichtsqualität von Übersichtsarbeiten zu Impfstoffen veröffentlicht. Das Ergebnis: Mehr als 9 von 10 systematischen Reviews werden hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit als „kritisch-niedrig“ eingestuft. Was bedeutet dieser Befund für die Evidenzbasis von Impfstoffen? ÄFI ordnet das Ergebnis ein.

Kein eindeutiger Nachweis zur Wirksamkeit der Men-B-Impfung gegen Gonorrhoe

Immer mehr Studien untersuchen eine mögliche Kreuzwirksamkeit der Meningokokken-B-Impfung (MenB) gegen die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe. In England wurde deshalb 2025 weltweit das erste Impfprogramm gestartet – im Off-Label-Use. ÄFI hat die aktuelle Studienlage zu diesem Thema, aber auch zur Meningokokken-Impfung generell unter die Lupe genommen und seinen Impf-Fachbeitrag aktualisiert. Dabei zeigt sich: Ein klarer Schutzeffekt gegen Gonorrhoe kann derzeit nicht bestätigt werden.

Weitere Informationen:

Fachbeitrag Meningokokken, 22. Mai 2026

Wissenschaftliches Hintergrundpapier, 22. Mai 2026