Covid-19-Impfung bei Kindern und Jugendlichen

Im Sommer 2021 wurde die Covid-19-Impfung für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren etabliert, im Dezember 2021 auch für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren. Hier finden Sie unsere Stellungnahmen und Positionspapiere zu den damit verbundenen Fragen. 

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Immer auf die Kleinen. Lauterbach, die STIKO und der Booster

Immer auf die Kleinen. Lauterbach, die STIKO und der Booster

Dr. med. Steffen Rabe
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Sprecher des Vorstands

Immer auf die Kleinen. Lauterbach, die STIKO und der Booster

Dr. med. Steffen Rabe

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Corona-Impfung für Kinder – ist das wirklich nötig?
Dr. Stefan Schmidt-Troschke bei KLARTEXT von Servus TV

Unser Vorstandsmitglied Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke war zu diesem Thema Gast in der Live-Diskussionssendung KLARTEXT bei Servus TV, neben Prof. Dr. med. Timo Ulrichs. Sie können die Sendung vom 15. Dezember 2021 hier nachschauen. 

 

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Covid-19-Impfung bei Kindern und Jugendlichen:
die wichtigsten Fragen und Antworten

Muss ich Angst haben vor Covid-19?
Bei Kindern und Jugendlichen verlaufen die meisten Covid-19-Infektionen entweder völlig unbemerkt oder unter dem Bild eines leichten grippalen Infektes [DGPI. Molteni 2021]. Schwere Verläufe sind in diesem Alter eine sehr seltene Ausnahme, Todesfälle eine Rarität [Smith 2021]. Sie betreffen vor allem Kinder und Jugendliche mit schweren Vorerkrankungen oder Risikofaktoren [Ward 2021, Smith 2021, Harwood 2021].

Wie gut schützt mich die Impfung?
Das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, wird durch die Impfung vorübergehend verringert. Ob das bei Kindern und Jugendlichen ohnehin extrem geringe Risiko, schwer zu erkranken, durch die Impfung noch weiter verringert wird, ist unklar.

Schütze ich andere, wenn ich mich impfen lasse?
Die Impfung verringert vorübergehend das Risiko, sich selbst anzustecken. Wenn dieser Schutz spätestens 3 Monate nach der zweiten Impfung nachlässt [Israel 2021], sind infizierte Geimpfte genauso ansteckend wie infizierte Ungeimpfte [Singanayagam 2021]. Weil sich Geimpfte aber seltener testen (müssen), könnte das Risiko, andere unbemerkt anzustecken, bei Geimpften sogar höher sein.

Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?
Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist eine der wichtigsten unerwünschten Wirkungen die Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach der mRNA-Impfung (BionTech, Moderna). Sie tritt vor allem bei jungen Männern zwischen 16 und 25 Jahren auf und betrifft in dieser Altersgruppe mindestens einen von 5.000 [Arzneitelegramm 2021], wenn nicht sogar einen von 2.700 Geimpften [Chua 2021]. Mädchen und junge Frauen sind ebenfalls betroffen, allerdings seltener.

Auch wenn die Herzmuskelentzündung in vielen Fällen zunächst abheilt, bleibt sie ein Risikofaktor für spätere Herzerkrankungen wie Rhythmusstörungen oder Herzversagen. Über mögliche später auftretende Komplikationen oder Erkrankungen nach den COVID-19-Impfstoffen wissen wir noch gar nichts – die Beobachtungszeit ist dafür einfach zu kurz.

Ich möchte endlich mein altes Leben zurückhaben!
Das ist verständlich und nur zu gut nachvollziehbar. Die Vorteile, die Geimpfte derzeit genießen, sind allerdings wissenschaftlich so nicht begründbar und politisch zunehmend umstritten. Immer häufiger werden Forderungen laut, dass auch Geimpfte sich regelmäßig testen sollen und die Kontaktbeschränkungen auch für sie gelten sollen. Die Impfung ist also keineswegs eine Garantie für dauerhafte Freiheiten.

Und Long Covid? 
Ob es Long Covid bei Kindern und Jugendlichen überhaupt gibt, ist wissenschaftlich umstritten. Wenn überhaupt, kommt es sehr selten vor und ist mit nur milden Symptomen verbunden. Ebenfalls umstritten ist, ob die Covid-Impfstoffe überhaupt vor Long Covid schützen können (Taquet 2021). 

Quellen:

DGPI. Molteni 2021

Smith 2021

Ward 2021

Harwood 2021

Israel 2021

Singanayagam 2021

Arzneitelegramm 2021

Chua 2021

Taquet 2021

Wir haben Ihnen diese Informationen in zwei Versionen zum Download eingestellt: