• Covid-19-Impfung

Neue Studie von Fraiman et al. (2022)

Serious adverse events of special interest following mRNA COVID-19 vaccination in randomized trials in adults

Die Kosten-Nutzen-Rechnung der Covid-Impfstoffe ist noch immer ein umstrittenes Thema. Nicht zuletzt, weil die Daten der Zulassungsstudien nicht vollständig offengelegt werden und durch steigende Impfraten die Vergleichsgruppe der ungeimpften Menschen immer kleiner wird. Eine im August in der renommierten Fachzeitschrift Vaccine von Fraiman et al. (2022) erschienene Studie hat nun die vorhandenen Daten zu schweren Impfnebenwirkungen der mRNA-Impfungen von Pfizer und Moderna ausgewertet und ins Verhältnis zu den Hospitalisierungsdaten gesetzt.

Bei Betrachtung der Nebenwirkungen von besonderem Interesse (AESI) der Impfstoffe von Pfizer und Moderna in Kombination ergibt sich eine Risikodifferenz von 12,5 pro 10.000 Geimpften. In einer zusätzlich durchgeführten Kosten-Nutzen-Analyse, in der dieses Risiko mit der Hospitalisierung aufgrund von Covid-19 verglichen wurde, überstieg das Risiko einer Nebenwirkung von besonderem Interesse das Risiko, in ein Krankenhaus aufgenommen werden zu müssen.

Die Autoren merken an, dass zum Zeitpunkt der Studie keine detaillierten Patientendaten vorlagen, sodass genaue Aussagen über die Schwere der Nebenwirkungen schwierig zu treffen und die Risiko-Nutzen-Abwägung ungenau sein kann. Eine transparente Darlegung der Zulassungsstudien ist deswegen notwendig, um den genauen Nutzen erfassen und gegen das Risiko abwägen zu können. Die Studie, die unter anderem vom Mitherausgeber des British Medical Journal Peter Doshi durchgeführt wurde, ist ein Warnsignal und ein Aufruf, alle Daten der Hersteller von Covid-19-Impfungen sofort verfügbar zu machen.

Quellen:

Fraiman et al., 2022