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Dr. Wolfram Metzger ist neuer ärztlicher Geschäftsführer von ÄFI

Nach der Berufung durch den ÄFI-Vorstand hat der Facharzt für Biochemie zu Jahresbeginn sein Amt angetreten. Neben einer ausgeprägten wissenschaftlichen Tätigkeit in der Impfstoffforschung bringt er viel praktische Erfahrung in der Impfmedizin mit. Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit ist die Frage, wie die Wirksamkeit von Impfstoffen wissenschaftlich bestimmt, interpretiert und kommuniziert wird.

Personelle Neubesetzung bei den Ärztinnen und Ärzten für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI): Seit Anfang Januar ist Dr. Wolfram Metzger neuer ärztlicher Geschäftsführer des Vereins. Er folgt auf Dr. Alexander Konietzky, der Mitte des vergangenen Jahres von diesem Posten zurückgetreten war und sich seither auf seine Aufgaben als ÄFI-Vorstand und Sprecher des Vorstandes konzentriert. Der Berufung von Dr. Metzger war ein intensives Auswahlverfahren vorausgegangen.

Dr. Wolfram Metzger ist Facharzt für Biochemie mit Zusatzbezeichnung Tropenmedizin und Zertifikat Reisemedizin. Seit Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn ist er schwerpunktmäßig in der Impfstoffforschung und Vakzinologie tätig. Er studierte Medizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Freien Universität Berlin und promovierte mit einer Arbeit zur Therapie der Malaria in hochendemischen Regionen.

Seine Karriere führte ihn unter anderem an die London School of Hygiene and Tropical Medicine, das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin sowie an tropenmedizinische Forschungszentren in Afrika und Lateinamerika. Dort war er in der Entwicklung, Durchführung und Auswertung klinischer Impfstoffstudien sowie in internationalen Evaluierungsprojekten für WHO und UNICEF tätig.

Seit vielen Jahren arbeitet Dr. Metzger als klinischer Studienleiter, Wissenschaftler und Dozent. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der evidenzbasierten Bewertung von Impfstoffen. An der Eberhard Karls Universität Tübingen ist er in der Lehre tätig und engagiert sich in der Betreuung von Studierenden und wissenschaftlichem Nachwuchs.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit verfügt Dr. Metzger über langjährige und kontinuierliche praktische Erfahrung in der Impfmedizin und ist auch weiterhin in der Impfversorgung tätig.

Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie die Wirksamkeit von Impfstoffen wissenschaftlich bestimmt, interpretiert und kommuniziert wird, ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen, welche Annahmen ihnen zugrunde liegen und wo ihre methodischen Grenzen liegen. Konzepte wie gerichtete Wahrnehmung und das Denkkollektiv dienen ihm als Werkzeuge, um zu verstehen, wie Denkstile und Routinen beeinflussen, welche Befunde wahrgenommen, gewichtet und weitergegeben werden.

„Die Corona-Pandemie hat diese Fragen in besonderer Weise zugespitzt“, sagt Dr. Metzger. „Aus meiner Sicht ist die Zeit reif für eine neue Herangehensweise an Impfungen, die über eingefahrene Muster hinausgeht und die wissenschaftlichen Grundlagen, Methoden und Narrative kritisch überprüft. Der Impfdiskurs ist über 200 Jahre alt und prägt bis heute, wie über Impfungen gesprochen und gedacht wird. Leitend ist für mich die Frage, ob das, was wir sagen, mit dem übereinstimmt, was wir wissen.“

Daher ist Vakzinologie für Dr. Metzger nicht nur als technische Entwicklung von Impfstoffen zu verstehen, sondern auch als Teil einer offenen Wissenschaft, in der Evidenz, Unsicherheiten und methodische Grenzen transparent gemacht und reflektiert werden.

ÄFI-Vorstandssprecher Dr. Konietzky begrüßte den neuen ärztlichen Geschäftsführer: „Evidenzbasierte Informationen zu Impfungen sind heute wichtiger denn je. Wir freuen uns, dass es auch von offizieller Seite zunehmend bewusst wahrgenommen wird, dass man in Sachen Impffragen nicht mehr an ÄFI vorbeikommt. Dementsprechend bauen wir unsere Tätigkeiten und unser Informationsangebot weiter aus. Mit Dr. Metzger haben wir nun einen Fachmann mit vielfältigen Erfahrungen in Forschung, Lehre und praktischer Tätigkeit für den Verein gewinnen können. Mit ihm sind wir bestens gerüstet, um unsere künftige Aufklärungsarbeit und Impf-Informationen sachgerecht für Ärztinnen, Ärzte und die Bevölkerung zu gestalten.“

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