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„Den Patienten befähigen, selbstwirksam tätig zu werden“

Wie steht es um das evidenzbasierte Wissen hinsichtlich der Wirkung von Impfstoffen? Inwiefern berühren Masernschutzgesetz, COVID-19-Impfung und modRNA-Impfstoffe das ärztliche Selbstverständnis? Welche Ansprüche sollte die Gesellschaft für die Neubesetzung der STIKO anmelden? Im Gespräch mit Bastian Barucker erläutert der ÄFI-Vorstandssprecher Dr. med. Alexander Konietzky, wo die individuelle Impfentscheidung heute steht.

In einem ausführlichen Interview spricht der ÄFI-Vorstandssprecher Dr. med. Alexander Konietzky mit Bastian Barucker über die Impfstoffforschung, den Nutzen und die Sicherheit von Impfstoffen, neue Impfstofftechnologien, die freie Impfentscheidung in Zeiten der Pandemie, das ärztliche Selbstverständnis angesichts von Impfpflichten, die bevorstehende Neubesetzung der Ständigen Impfkommission (STIKO) und vieles mehr.

Das vollständige Interview können Sie hier anschauen. Nachfolgend dokumentieren wir einige Kernaussagen.

Über die ärztliche Perspektive bezüglich Impfungen und Arzneimitteln:

„Von der Warte aus, dass wir als Ärzte auch genauso sozialisiert worden sind: dass die Impfung eigentlich gar keine Nebenwirkung hat und nur funktioniert – wenn man sich da mal kurz drauf einlässt, ist es ja auch genial, sich vorzustellen: Man nimmt ein Antigen und gibt es dem Probanden oder Patienten und der bildet Antikörper und fertig.

(…) Das Immunsystem macht mit der Impfung noch viel mehr und es scheinen gerade die unspezifischen Wirkungen zu sein, die Nebenwirkungen oder auch Wirkungen erzeugen können, die unerwünscht sind und die wir noch viel genauer ins Augenmerk nehmen müssen.

(…) Uns Ärzten muss klar sein, dass wir mit Stoffen umgehen, die präventiv eingesetzt werden und die eigentlich gar keine unabhängige wissenschaftliche Grundlage haben. Gelernt haben wir es aber anders.

Wir haben in der Pharmakologie und in der Toxikologie gelernt, dass Medikamente Nebenwirkungen haben und dass, wenn wir mehrere Kombinationen von Medikamenten machen, wir ab der dritten als Toxikologe schon den Kopf schütteln und sagen: Ich weiß eigentlich gar nicht, was der Patient daraus macht.“

Über die Motivation, einen Verein wie ÄFI zu gründen:

„Die Gründerväter haben sich drei Fragen gestellt: Wie unabhängig wird eigentlich in der Impfforschung geforscht? Die zweite Frage lautete: Wie unabhängig und evidenzbasiert werden dann Empfehlungen formuliert? Und die dritte: Wie profund kann ich meinem Patienten gegenüber eigentlich eine Aussage treffen, die ihn dazu befähigt, eine Entscheidung zu fällen für oder gegen eine Impfung?“

„Wenn wir über Impfungen sprechen, müssen wir eigentlich bei null anfangen“

Über die Anforderungen bei der Entwicklung von Impfstoffen:

„… dass Impfungen einfach entwickelt worden sind, eingeführt worden sind in eine Bevölkerungsgruppe, ohne dass überhaupt eine Gegenprobe gemacht worden ist. Es wurde grob auf Nebenwirkungen geprüft und es wurde dann in der Gesellschaft angewandt. Alle weitere Forschung, die darauf aufbaute, hat sich wiederum auf diese Grundlage bezogen. Wenn man das ganz ernst nimmt, dann haben uns die letzten vier Jahre vor Augen geführt, dass wir eigentlich bei null anfangen müssen, wenn wir über Impfungen sprechen.“

Über die Neubesetzung der STIKO:

Am Beispiel der STIKO „wird deutlich, dass es eminent wichtig ist, dass wir sowohl diese Institutionen unabhängig abbilden als auch dass diejenigen, die die Forschung betreiben, wirklich unabhängig sind. Das muss uns als Gesellschaft etwas wert sein.

(…) Wenn wir uns jetzt die Neubesetzung der STIKO anschauen mit Nudging-Experten, die in dieses Gremium hineinkommen, ist das für mich der völlig falsche Weg. Es geht nicht darum, ein schlechtes Produkt gut zu verkaufen, sondern es geht darum, gute Produkte an den Mann zu bringen, die funktionieren und gut verträglich sind. Wir brauchen Patientenvertreter in diesen Strukturen. Es kann nicht angehen, dass da eine Lobbyarbeit noch weiter unterstützt wird, wenn wir uns vorstellen, dass die Pharma-Industrie da sowieso schon reinregiert, dass dann auch noch Psychologen ihre Fähigkeiten einsetzen, um uns über die Impfklippe zu stoßen.

(…) Wir als Gesellschaft müssen uns fragen: Wollen wir auf diese Art informiert werden? Ich glaube, dass das den meisten noch gar nicht klar ist.“

(…) „Die Gesellschaft muss sich wieder ihrer Eigenverantwortung bewusst werden. Darum geht es uns auch in der individuellen Impfentscheidung: Den Patienten zu befähigen, selbstwirksam tätig zu werden.“

Weitere Informationen:

Hier das Interview anschauen

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